Gelebte Freundschaft
Donnerstag, 03. November 2005, 19:02 Uhr
Nordhausen (nnz). Eine Gruppe aus Nordhausens israelischer Partnerstadt Bet Shemesh – zur Zeit Gäste beim Jugendsozialwerk Nordhausen im Rahmen eines Fachkräfteaustausches – war heute Gast der Stadt Nordhausen. Und dann wurde noch ein Tuch entfernt...
Gelebte Freundschaft (Foto: nnz)
Im Rathaus empfingen Bürgermeister Matthias Jendricke (SPD) und der ehrenamtliche Beigeordnete Dr. Manfred Schröter (CDU) die Israelis, deren Delegation von Vize-Bürgermeisterin Stella Valter angeführt wurde. In der Amtszeit Dr. Schröters als Nordhäuser Bürgermeister war die Partnerschaft 1992 geschlossen worden. Nordhausen war damit die 1. ostdeutsche Stadt mit einem israelischen Partner gewesen. Bet Shemesh sei eine sehr internationale Stadt sagte Jendricke, nachdem ihm Frau Valter berichtet hatte, dass Menschen aus 70 Nationen in Bet Shemesh leben. Die Bürgermeister zeigte sich beeindruckt von der positiven Wandlung der Nordhäuser Innenstadt im Zuge der Landesgartenschau und der steten freundlichen Aufnahme der israelischen Gäste durch die Nordhäuserinnen und Nordhäuser. Dr. Schröter freute sich, dass trotz der schwierigen Situation im Nahen Osten unsere Partnerschaft bis heute eine lebendige geblieben ist – mit gegenseitigen Besuchen.
Gäste im Rathaus waren ebenfalls zwei Mitglieder der Nordhäuser jüdischen Initiative Shalom. Dessen Vertreter Phillip Egbune berichtete den Israelis, dass inzwischen 111 jüdische Immigranten in Nordhausen lebten, die vor allem aus der ehemaligen Sowjetunion eingewandert seien. 30 davon gehörten der jüdischen Gemeinschaft an. Wir sind eine kulturell-religiöse Gemeinschaft von Juden für Juden, so Egbune. Da bei vielen die jüdischen Wurzeln vor allem in der Sowjetzeit verkümmert seien, dürste man jetzt danach, die Traditionen wieder zu beleben und Neues zu lernen. Und es geht auch langsam, langsam vorwärts, so Egbune.
Nach dem Termin im Rathaus enthüllten die Israelis gemeinsam mit Dr. Schröter die Eingangstafel am jüdischen Friedhof, die durch die Stadt in den vergangenen Tagen um einen hebräischen Erklärungstext ergänzt worden war. Anschließend stand der Besuch des Baumkronenpfades im Nationalpark Hainich auf dem Programm. Der Tag endete mit einem Besuch auf der Burgruine Hohnstein.
Autor: nnz
Gelebte Freundschaft (Foto: nnz)
Im Rathaus empfingen Bürgermeister Matthias Jendricke (SPD) und der ehrenamtliche Beigeordnete Dr. Manfred Schröter (CDU) die Israelis, deren Delegation von Vize-Bürgermeisterin Stella Valter angeführt wurde. In der Amtszeit Dr. Schröters als Nordhäuser Bürgermeister war die Partnerschaft 1992 geschlossen worden. Nordhausen war damit die 1. ostdeutsche Stadt mit einem israelischen Partner gewesen. Bet Shemesh sei eine sehr internationale Stadt sagte Jendricke, nachdem ihm Frau Valter berichtet hatte, dass Menschen aus 70 Nationen in Bet Shemesh leben. Die Bürgermeister zeigte sich beeindruckt von der positiven Wandlung der Nordhäuser Innenstadt im Zuge der Landesgartenschau und der steten freundlichen Aufnahme der israelischen Gäste durch die Nordhäuserinnen und Nordhäuser. Dr. Schröter freute sich, dass trotz der schwierigen Situation im Nahen Osten unsere Partnerschaft bis heute eine lebendige geblieben ist – mit gegenseitigen Besuchen.
Gäste im Rathaus waren ebenfalls zwei Mitglieder der Nordhäuser jüdischen Initiative Shalom. Dessen Vertreter Phillip Egbune berichtete den Israelis, dass inzwischen 111 jüdische Immigranten in Nordhausen lebten, die vor allem aus der ehemaligen Sowjetunion eingewandert seien. 30 davon gehörten der jüdischen Gemeinschaft an. Wir sind eine kulturell-religiöse Gemeinschaft von Juden für Juden, so Egbune. Da bei vielen die jüdischen Wurzeln vor allem in der Sowjetzeit verkümmert seien, dürste man jetzt danach, die Traditionen wieder zu beleben und Neues zu lernen. Und es geht auch langsam, langsam vorwärts, so Egbune.
Nach dem Termin im Rathaus enthüllten die Israelis gemeinsam mit Dr. Schröter die Eingangstafel am jüdischen Friedhof, die durch die Stadt in den vergangenen Tagen um einen hebräischen Erklärungstext ergänzt worden war. Anschließend stand der Besuch des Baumkronenpfades im Nationalpark Hainich auf dem Programm. Der Tag endete mit einem Besuch auf der Burgruine Hohnstein.
