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Kreis erreicht Warnstufe 3

Alles wieder auf Rot

Montag, 08. November 2021, 10:30 Uhr
Seit Freitag ist es offiziell, eine Besserung nicht in Sicht - auch der Kreis Nordhausen befindet sich inzwischen in Warnstufe drei und die Zahlen steigen munter weiter. Im Landratsamt arbeitet man bereits an einer neuen Allgemeinverfügung...

Schlange vor dem Testzentrum in der Bahnhofstraße (Foto: agl) Schlange vor dem Testzentrum in der Bahnhofstraße (Foto: agl)

Bis zum Sommer galt der Inzindenzwert als einziger Indikator für die Corona-Lage. Werte unter der Marke von 30 waren damals in den Amtsstuben ein erstrebenswertes Ziel und vor einem guten Jahr war man mit einer Inzidenz von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner auf dem besten Wege diese Hürde auch zu nehmen. Der Corona-Hammer im Winter ließ noch etwas auf sich warten.

Das war damals, heute liegt der Inzidenz-Wert bei saftigen 282,6. In den letzten sieben Tagen wurden in Nordhausen 233 Corona-Infektionen festgestellt. Aber der Inzidenzwert ist nicht mehr der einzige Messwert. Leider schnellt auch die Hospitalisierungsrate vor Ort und im Freistaat weiter in die Höhe. Die Lage im Kreis gleicht sich dabei nach und nach der im weiteren Land an. Vor Ort liegt die Rate der Krankenhauseinweisungen bei einem Wert von tiefroten 17, im Land beträgt der Prozentsatz der ITS-Belegungen 18,4 Prozent.

Einen Lichtblick gibt es: die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen ist trotz höherer Infektionszahlen niedriger als vor einem Jahr. So vermeldete man in Nordhausen am 14.11.2020 bei einer Inzidenz von „grünen“ 28,8 insgesamt 33 Corona-Patienten wovon 10 mit schweren Verläufen zu kämpfen hatten. Aktuell wurden für die vergangenen sieben Tage 14 Krankenhauseinweisungen von Nordhäuserinnen und Nordhäusern registriert.

Warnstufe 3
Für die nunmehr dritte von drei Thüringer Warnstufen sieht man in Erfurt sogenannten „Eindämmungserlasse“ vor. Als Beispiele werden die verpflichtende Anwendung von 2G/3G-Plus Regeln und die Testpflicht an Schulen angeführt. Wie die Vorgaben im Landkreis ausfallen werden steht noch nicht fest, aus dem Landratsamt ist aber zu erfahren das man bereits an einer neuen Verordnung arbeite und sich in der Abstimmung mit den Landesbehörden befinde. Die aktuelle Richtlinie hätte eigentlich bis zum 24. November gelten sollen, wird nun aber aller Wahrscheinlichkeit nach noch diese Woche abgelöst.

Vor dem PCR-Testzentrum in der Bahnhofstraße bilden sich derweil lange Schlangen. Auch in der Zorgestraße habe man zuletzt rund 100 Tests pro Tag durchgeführt, heißt es aus dem Landratsamt wobei es sich vor allem um Tests bei Kindern gehandelt habe, die noch bis Jahresende kostenfrei sein sollen, sowie um Personen, die sich „frei testen“ wollten.
Angelo Glashagel
Autor: red

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