Ausgeschrieben
Eine Million Euro für den Lindenhof - mindestens!
Donnerstag, 04. November 2021, 19:00 Uhr
Seit es die nnz gibt, ist das Areal des Nordhäuser Lindenhofes immer wieder Gegenstadt von Diskussionen. Die laufen mitunter verquer, manchmal auch in eine Richtung. Jetzt, nach einer gefühlten Ewigkeit, soll das Areal ausgeschrieben werden...
So sah die Villa 2015 aus (Foto: nnz)
Nahezu alle haupt- und ehrenamtlichen Vertreter der Stadt hatten sich nach der Wende dem Lindenhof angenommen. Mal sollte das Gebäude, die Villa, in ein Gästehaus der Stadtverwaltung umgebaut werden. Das wäre vor 13 Jahren nicht so einfach möglich gewesen. Obwohl die Villa damals schon in einem desaströsen Zustand war, konnte nicht einfach abgerissen werden. Das Gebäude befand sich unter Denkmalschutz. Zu einem Rolandsfest wurde der Park in eine Kinderspielwiese umfunktioniert.
Nun ist alles raus aus der Unterschutzstellung, die Visionen der Politik sind verflogen. Das Rathaus bietet das gesamte Grundstück mit einer Fläche von rund 14.000 Quadratmetern zum Verkauf an. Ziel sei, eine "dem Standort angemessene und die städtebauliche und freiräumliche Umgebung respektierende Bebauung zu realisieren."
Die Parkanlage solle weitestgehend erhalten bleiben, es könnten Konzepte für soziale, öffentliche und/oder nicht störende Gewerbezwecke, wie Hotel oder Gastronomie eingereicht werden. Deshalb handele es sich um eine Konzeptvergabe, heißt es in den Ausschreibungsunterlagen. In denen werden die Lage des Grundstückes in der Oberstadt, werden Vorzüge der Stadt sowie alle taktisch-technischen Angaben zur Kommune für bereitstehende und interessierte Investoren aufgezeichnet. Explizit vermerkt wird, dass es einen weiteren Bedarf an betreutem Wohnen und an Pflegeeinrichtungen in Nordhausen nicht gebe.
Im Jahr 2018 besichtigte die CDU-Stadtratsfraktion die Villa (Foto: St. Iffland)
Wer sich nun für den Erwerb des Grundstückes samt "Villa" und Baumbestand interessiert, der sollte zuerst auf seinen aktuellen Kontostand schauen, denn die Stadtverwaltung fordert ein Mindestgebot von 1.041.000 Euro. Gebaut werden könnten dann bis zu 30 Wohneinheiten, das sei aus Sicht der Stadtverwaltung vertretbar.
Lageplan (Foto: Stadtverwaltung Nordhausen)
Kann sein, dass nun in einigen Arbeitszimmern dieser Stadt das Rechnen beginnt. Man wir gespannt sein, wie groß das Investoreninteresse ist. Bis zum 20. Februar kommenden Jahres haben die Kalkulatoren Zeit mit ihrer Arbeit.
Peter-Stefan Greiner
Autor: psg
So sah die Villa 2015 aus (Foto: nnz)
Nahezu alle haupt- und ehrenamtlichen Vertreter der Stadt hatten sich nach der Wende dem Lindenhof angenommen. Mal sollte das Gebäude, die Villa, in ein Gästehaus der Stadtverwaltung umgebaut werden. Das wäre vor 13 Jahren nicht so einfach möglich gewesen. Obwohl die Villa damals schon in einem desaströsen Zustand war, konnte nicht einfach abgerissen werden. Das Gebäude befand sich unter Denkmalschutz. Zu einem Rolandsfest wurde der Park in eine Kinderspielwiese umfunktioniert.
Nun ist alles raus aus der Unterschutzstellung, die Visionen der Politik sind verflogen. Das Rathaus bietet das gesamte Grundstück mit einer Fläche von rund 14.000 Quadratmetern zum Verkauf an. Ziel sei, eine "dem Standort angemessene und die städtebauliche und freiräumliche Umgebung respektierende Bebauung zu realisieren."
Die Parkanlage solle weitestgehend erhalten bleiben, es könnten Konzepte für soziale, öffentliche und/oder nicht störende Gewerbezwecke, wie Hotel oder Gastronomie eingereicht werden. Deshalb handele es sich um eine Konzeptvergabe, heißt es in den Ausschreibungsunterlagen. In denen werden die Lage des Grundstückes in der Oberstadt, werden Vorzüge der Stadt sowie alle taktisch-technischen Angaben zur Kommune für bereitstehende und interessierte Investoren aufgezeichnet. Explizit vermerkt wird, dass es einen weiteren Bedarf an betreutem Wohnen und an Pflegeeinrichtungen in Nordhausen nicht gebe.
Im Jahr 2018 besichtigte die CDU-Stadtratsfraktion die Villa (Foto: St. Iffland)
Wer sich nun für den Erwerb des Grundstückes samt "Villa" und Baumbestand interessiert, der sollte zuerst auf seinen aktuellen Kontostand schauen, denn die Stadtverwaltung fordert ein Mindestgebot von 1.041.000 Euro. Gebaut werden könnten dann bis zu 30 Wohneinheiten, das sei aus Sicht der Stadtverwaltung vertretbar.
Lageplan (Foto: Stadtverwaltung Nordhausen)
Kann sein, dass nun in einigen Arbeitszimmern dieser Stadt das Rechnen beginnt. Man wir gespannt sein, wie groß das Investoreninteresse ist. Bis zum 20. Februar kommenden Jahres haben die Kalkulatoren Zeit mit ihrer Arbeit.
Peter-Stefan Greiner
