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Informationsquellen beeinflussen Kaufentscheidung

Sonnabend, 30. Oktober 2021, 11:36 Uhr
Die Qualität der Online-Präsenz entscheidet mehr denn je, für welche Händler, Gastronomen, Ärzte oder Handwerker sich jemand entscheidet. Laut einer aktuellen GfK-Umfrage des Lokalmarketing-Experten Greven Medien spielen Empfehlungen von Freunden und Bekannten die größte Rolle vor einem Kauf oder der Beauftragung eines Dienstleisters, knapp gefolgt von unabhängigen Vergleichstest...

Statistik (Foto: Greven medien) Statistik (Foto: Greven medien)

Empfehlungen, Tests oder Amazon-Bewertungen: Wovon lassen sich deutsche Verbraucher:innen am stärksten beeinflussen, bevor sie sich für den Kauf einer Ware oder die Beauftragung eines Dienstleisters entscheiden? Sie ziehen verschiedene Quellen heran, um sich im Voraus zu informieren und sich ihrer Wahl sicher zu sein. Dies beleuchtet jetzt eine repräsentative GfK-Umfrage des Kölner Lokalmarketing-Experten Greven Medien.

Top-Einflussfaktor: Empfehlungen von Freund:innen und Bekannten
Greven Medien hat in der aktuellen GfK-Studie Deutsche Konsument:innen gefragt, welche Informationsquellen ihre Kaufentscheidung beeinflussen. Spitzenreiter sind die Empfehlungen von Freund:innen oder Bekannten: Über ein Drittel der Befragten (35,5 Prozent) gibt an, dass die persönlichen Empfehlungen ihre Kaufentscheidung stark oder sehr stark beeinflussen, dicht gefolgt von unabhängigen Vergleichstest wie Stiftung Warentest mit 30,5 Prozentpunkten. Außerdem haben Einfluss:

Amazon-Bewertungen, von denen sich 23,2 Prozent der Befragten stark oder sehr stark leiten lassen, 14,4 Prozent lassen sich von Google-Bewertungen beeinflussen. Medienberichte z.B. in Fachmagazinen oder der Lokalpresse, von denen jeder Siebte (13,7 %) inspiriert wird.

Meinungen auf anderen Online-Portalen wie Tripadvisor, Yelp oder Jameda, die Einfluss auf knapp elf Prozent (10,8 Prozent) der Befragten ausüben. Unternehmenseigene Informationen wie Websites und Broschüren, die jede/r zehnte Befragte (10 Prozent) als starken oder sehr starken Einflussfaktor nennt.
Berichte in Blogs und Foren, welche von 8,2 Prozent der Befragten als kaufentscheidend eingestuft werden.

„Die Buchung eines Hotels, der Kauf eines neuen Rasenmähers oder die Wahl von Handwerker:innen geschehen nicht zufällig. Kunden stellen im Voraus umfangreiche Recherchen an. Vor allem sind die Bewertungen anderer Kunden sei es in der realen Welt durch Freunde und Bekannte oder online durch andere User absolut ausschlaggebend für die Kaufentscheidung“, erklärt Anke Herbener, CEO von Greven Medien.

Corona-Krise ändert aus Sicht der Befragten das Informationsverhalten kaum
Die aktuelle GfK-Studie im Auftrag von Greven Medien beleuchtet auch differenziert das Verhalten der Konsument:innen vor und seit Beginn der Corona-Krise. Der Einfluss der Informationsquellen hat sich laut Einschätzung der Befragten kaum verändert. Mehr Gewicht wird Medienberichten mit 13,7 Prozentpunkten (vor Beginn der Corona-Krise 11,9 Prozent) sowie Berichten in Blogs und Foren mit 8,2 Prozentpunkten (vorher 5,8 Prozent) zugestanden. Den Einfluss von Empfehlungen, Online-Bewertungen sowie unternehmenseigene Informationen wie Website oder Broschüren schätzen die Befragten als nahezu stabil ein.

Im Jahresvergleich: Nachlassender Einfluss der Freunde und Bekannten sowie der unabhängigen Vergleichstests
Bereits in den vergangenen Jahren hat Greven Medien vergleichbare GfK-Studien durchgeführt, um zu erfahren, welche Informationsquellen die Deutschen vor der Kaufentscheidung nutzen. Auch wenn die persönlichen Empfehlungen von Freund:innen und Bekannten die Liste noch anführen, haben sie im Vergleich zu 2019 und 2016 stark an Bedeutung verloren (- 12,2 Prozent bzw. - 12,9 Prozent). Auch unabhängige Vergleichstests wie Stiftung Warentest beeinflussen die Kaufentscheidung laut der Befragten deutlich weniger als noch vor zwei Jahren (- 10 Prozent) oder vor fünf Jahren (-12,4 Prozent). Der Einfluss der Online-Bewertungen auf Google oder Amazon hat sich hingegen nur unmerklich verändert.

„Um Kaufimpulse zu setzen, reicht eine ordentlich strukturierte Website nicht mehr aus. Digitales Empfehlungsmanagement gehört zu den Aufgaben aller Unternehmer.“ (Anke Herbener, CEO Greven Medien)

Fazit:
Unternehmen und Dienstleister:innen müssen Vertrauen schaffen on- wie offline

Die Meinungen und Kommentare anderer Menschen haben direkten Einfluss auf den Verkaufserfolg ob sie online nachzulesen sind oder aus dem persönlichen Freundes- und Bekanntenkreis stammen. Sie halten oft entscheidende Informationen bereit und beruhen bestenfalls auf authentischen Erfahrungen mit einem Produkt oder einer Dienstleistung. Im Umkehrschluss bedeutet das: Kleine und mittelständische Unternehmen müssen unbedingt dafür sorgen, dass sie weiterempfohlen werden. Um Kaufimpulse zu setzen, reicht eine ordentlich strukturierte Website nicht mehr aus. Empfehlungsmanagement gehört heute zu den Aufgaben eines jeden Unternehmers. Und das ist nicht schwer.

Tipp:
Bitten Sie einfach Ihre zufriedenen Kunden vor Ort, eine positive Bewertung zu hinterlassen. So haben Bewertende kaum Mühe, und mit einem kleinen Dankeschön wie zum Beispiel einer kostenlosen Probe oder einem Werbegeschenk tragen Sie zusätzlich zur Kundenbindung bei.

Aussagekräftige Kundenbewertungen ergänzen eine professionelle Darstellung der lokalen Unternehmen und Dienstleister:innen im Netz und schaffen Vertrauen.
Autor: red

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