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Noch ein(e) Kandidat(in)

Freitag, 28. Oktober 2005, 09:09 Uhr
Nordhausen (nnz). Seit gestern ist das Wahlkarussell im Landkreis Nordhausen offiziell angeschoben worden. Doch in den politischen Überlegungen in der Rolandstadt dreht sich nicht nur alles um die Landrats- und Bürgermeisterwahlen. Da gibt es noch eine andere „Spielwiese“.


Und die findet man im kommenden Jahr auf jeden Fall im Nordhäuser Rathaus. Schließlich endet im Herbst die Wahlperiode des jetzigen Wirtschafts- und Baudezernenten Dietrich Beyse (CDU). Und noch mal sechs Jahre wolle er sich nicht antun. Also muß ein Nachfolger gesucht werden. Vor allem wird die CDU-Fraktion im Stadtrat danach Ausschau halten, schließlich soll es ja einen Deal gegeben haben. Damals noch in Amt und Würden, soll Thomas Pape seitens der SPD versprochen worden sein, das die CDU einen Anspruch auf das Amt haben könne. Dafür wurde Matthias Jendricke (SPD) auch mit CDU-Stimmen zum Bürgermeister gewählt.

Auch für CDU-Fraktionschef Norbert Klodt steht es fest, dass die stärkste Fraktion im Stadtrat in der Verwaltungsspitze des Rathauses vertreten sein sollte. Da gibt es zwar – wie bei diesen Besetzungen – eine Ausschreibung, doch die ist lediglich Makulatur. Letztlich erhält derjenige den Job, der kommunalpolitisch opportun ist. Siehe die Beigeordnetenwahlen im Landkreis und in der Stadt. Da sollte der potentielle Kandidat schon einige fachliche Grundvoraussetzungen mitbringen, doch selbst bei der Formulierung der Ausschreibungstexte achten die politischen Akteure peinlich genau darauf, dass sie zu ihrem jeweiligen Kandidaten-Pool passen. Als Geheimfavorit für die Beyse-Nachfolgeschaft gilt immer noch Planungsamtsleiterin Inge Klaan. Noch gibt es keine andere Aussage als die in der nnz: „Ich werde mich bewerben“.

Während der gestrigen Sitzung der CDU-Fraktion standen jedoch keine Personalien im Mittelpunkt. Die offizielle Verkündung der rot-roten Einheitsfront nahm man laut Norbert Klodt zur Kenntnis, mehr nicht. So neu war der Sachverhalt ja nun auch wieder nicht. Norbert Klodt hat dazu jedoch eine persönliche Meinung. „Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass sich eine Frau Rinke durch einen Deal mit der PDS wählen lassen will“!

Und genau da liegt vermutlich auch die Schwierigkeit der konzertierten Aktion. Sowohl der SPD- als auch der PDS-Basis ist das alles nur bedingt vermittelbar. Es rumort etwas in der SPD, noch mehr grollt es bei der PDS-Basis. Und so könnte der Parteitag der Sozialisten Ende November noch einmal recht spannend werden.

Spannend wird es für die CDU in punkto Haushalt der Nordhäuser Stadtverwaltung lediglich im Vermögenshaushalt. Sollte die Finanzierung der Vorhaben in Leimbach und in der KKS nicht genehmigt werden, dann müsse eventuell dieser Hauhaltsteil komplett umgestrickt werden.
Autor: nnz

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