Das schlechte Umfeld
Donnerstag, 27. Oktober 2005, 14:52 Uhr
Nordhausen (nnz). Das wirtschaftlich schlechte Umfeld – vor allem in den neuen Bundesländern – hat der Nordbrand Nordhausen GmbH die Absatz-Laune ein wenig verdorben. Warum Nordbrand-Chef Hans-Joachim Junker dennoch optimistisch in die Zukunft blickt, das hat heute die nnz erfahren.
Das schlechte Umfeld (Foto: nnz)
2005 war kein einfaches Jahr für Nordbrand. Diese Feststellung traf heute Geschäftsführer Hans-Joachim Junker. Vor allem der Absatz der Marke Echter Nordhäuser konnte die interne Ziellinie nicht überqueren. Der Grund liegt auf der Hand. Immer mehr Menschen in den neuen Bundesländern haben immer weniger Geld in der Hand, Hartz IV lässt grüßen. Das wenige wird zuerst für die Lebensmittel des täglichen Bedarfs ausgegeben, dann erst für den Genuß. Diejenigen, die noch ausgeben können, die überlegen immer mehr, ob denn die Rücklage nicht besser sei. In diesem Umfeld sind die Umsätze beim Echten Nordhäuser zurückgegangen. Besonders schmerzlich waren die Rückgänge im Geschäft mit dem Eiskorn.
Gut gelaufen ist jedoch das Geschäft mit den so genannten Nordbrand-Marken. Hier sei man von Rostock bis Suhl, von Bautzen bis Nordhausen der Marktführer geblieben und konnte in einigen Segmenten diese Marktführerschaft sogar noch ausbauen. Bei allen Marken hoffen die Nordbrand-Verantwortlichen noch auf das Weihnachtsgeschäft. Das soll auch durch geistige Innovationen unterstützt werden. Heute zum ersten Mal abgefüllt wurde der Nordfjord-Vodka, ebenfalls neu sind der Sarotti-Schokoladenlikör und der Doppel-Kümmel.
Traditionell zum Weihnachtsgeschäft der Nordbrändler dazu gehören die Adventskalender. In der aktuellen Auflage sind neben den alkoholischen Spezialitäten Krippenfiguren und Goldengel eingepackt worden. Auch das neue Design wurde bislang vom Handel sehr gut angenommen. Und ganz klar, an der Bahnhofstraße gibt es Überlegungen hinsichtlich der so genannten Saisonartikel für das kommende Jahr. Hier will sich die Führungsriege von Nordbrand aber noch nicht in die Karten gucken lassen.
Beeindruckend ist selbst für Junker die Produktion in der Brennerei verlaufen. Eigentlich sei die Anlage in der Erfurter Straße bis zu 60.000 Hektoliter (sechs Millionen Liter) ausgelegt gewesen, jetzt habe man sieben Millionen Liter erreicht. Neben der eigenen Verarbeitung machen den Kornbrenner auch gutes Geschäft mit anderen Abnehmern. Dabei bilden sie eine hervorragende Symbiose mit der hiesigen Landwirtschaft. Korn von den Feldern als Ausgangsprodukt und Schlempe als Abfall der Destillation, die als Tierfutter in den biologischen Kreislauf zurückgeht.
Hans-Joachim Junker und sein Marketingchef Gerd Knoche schauen zwar auf das Jahr 2006, doch sie haben das danach folgende Jahr im Blick. Da wollen die Kornbrenner das 500jährige Jubiläum der Kornbrennerei in Nordhausen feiern. Gemeinsam mit der Stadtverwaltung soll 2007 ein Event organisiert werden, das einen Höhepunkt für die Menschen in der Region ebenso darstellt, wie für Gäste und Besucher.
Und eigentlich hätten sich die Macher in der Rolandstadt doch eher den Beinamen Kornstadt denn Hochschulstadt gewünscht. Und vielleicht haben sie damit auch Recht, denn nichts verbindet in der Tradition und in der aktuellen Außenwirkung den Stadtnamen Nordhausen so wie mit dem Nordhäuser Doppelkorn.
Autor: nnz
Das schlechte Umfeld (Foto: nnz)
2005 war kein einfaches Jahr für Nordbrand. Diese Feststellung traf heute Geschäftsführer Hans-Joachim Junker. Vor allem der Absatz der Marke Echter Nordhäuser konnte die interne Ziellinie nicht überqueren. Der Grund liegt auf der Hand. Immer mehr Menschen in den neuen Bundesländern haben immer weniger Geld in der Hand, Hartz IV lässt grüßen. Das wenige wird zuerst für die Lebensmittel des täglichen Bedarfs ausgegeben, dann erst für den Genuß. Diejenigen, die noch ausgeben können, die überlegen immer mehr, ob denn die Rücklage nicht besser sei. In diesem Umfeld sind die Umsätze beim Echten Nordhäuser zurückgegangen. Besonders schmerzlich waren die Rückgänge im Geschäft mit dem Eiskorn.Gut gelaufen ist jedoch das Geschäft mit den so genannten Nordbrand-Marken. Hier sei man von Rostock bis Suhl, von Bautzen bis Nordhausen der Marktführer geblieben und konnte in einigen Segmenten diese Marktführerschaft sogar noch ausbauen. Bei allen Marken hoffen die Nordbrand-Verantwortlichen noch auf das Weihnachtsgeschäft. Das soll auch durch geistige Innovationen unterstützt werden. Heute zum ersten Mal abgefüllt wurde der Nordfjord-Vodka, ebenfalls neu sind der Sarotti-Schokoladenlikör und der Doppel-Kümmel.
Traditionell zum Weihnachtsgeschäft der Nordbrändler dazu gehören die Adventskalender. In der aktuellen Auflage sind neben den alkoholischen Spezialitäten Krippenfiguren und Goldengel eingepackt worden. Auch das neue Design wurde bislang vom Handel sehr gut angenommen. Und ganz klar, an der Bahnhofstraße gibt es Überlegungen hinsichtlich der so genannten Saisonartikel für das kommende Jahr. Hier will sich die Führungsriege von Nordbrand aber noch nicht in die Karten gucken lassen.
Beeindruckend ist selbst für Junker die Produktion in der Brennerei verlaufen. Eigentlich sei die Anlage in der Erfurter Straße bis zu 60.000 Hektoliter (sechs Millionen Liter) ausgelegt gewesen, jetzt habe man sieben Millionen Liter erreicht. Neben der eigenen Verarbeitung machen den Kornbrenner auch gutes Geschäft mit anderen Abnehmern. Dabei bilden sie eine hervorragende Symbiose mit der hiesigen Landwirtschaft. Korn von den Feldern als Ausgangsprodukt und Schlempe als Abfall der Destillation, die als Tierfutter in den biologischen Kreislauf zurückgeht.
Hans-Joachim Junker und sein Marketingchef Gerd Knoche schauen zwar auf das Jahr 2006, doch sie haben das danach folgende Jahr im Blick. Da wollen die Kornbrenner das 500jährige Jubiläum der Kornbrennerei in Nordhausen feiern. Gemeinsam mit der Stadtverwaltung soll 2007 ein Event organisiert werden, das einen Höhepunkt für die Menschen in der Region ebenso darstellt, wie für Gäste und Besucher.
Und eigentlich hätten sich die Macher in der Rolandstadt doch eher den Beinamen Kornstadt denn Hochschulstadt gewünscht. Und vielleicht haben sie damit auch Recht, denn nichts verbindet in der Tradition und in der aktuellen Außenwirkung den Stadtnamen Nordhausen so wie mit dem Nordhäuser Doppelkorn.
