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ARGE will abräumen

Mittwoch, 26. Oktober 2005, 07:37 Uhr
Nordhausen (nnz). Das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit und die Bundesagentur für Arbeit haben den Deutschen Förderpreis „Jugend in Arbeit“ ausgeschrieben. Daran beteiligt sich auch eine Nordhäuser Institution. Die nnz stellt das Projekt vor.


Die Initiatoren hoffen, dass mit den eingereichten Projekten, Konzepten und Ideen den jungen Menschen geholfen werden kann, die derzeit Arbeitslosengeld II bekommen oder von der Hilfebedürftigkeit bedroht sind. Für diese Jugendlichen sollen sich neue Perspektiven bieten. Auch die Arbeitsgemeinschaft des Landkreises Nordhausen (ARGE) wird sich mit einem anspruchsvollen Projekt in diesen Wettbewerb einbringen. Es trägt den Namen „Nordhausen für Jugend und Jugend für Nordhausen“. Dahinter verbirgt sich eine Vermittlungs- und Betreuungsstrategie, welche auf die persönliche Situation jugendlicher Arbeitslosengeld-II-Empfänger ausgerichtet ist.

Derzeit werden durch die Mitarbeiter der ARGE über 900 Jugendliche unter 25 Jahren betreut. Dabei stehen junge Menschen ohne Berufs- oder Schulabschluss sowie junge Menschen im Mittelpunkt, die bislang keine Berufseinstiegschance erhalten haben. Schwerpunkt der Umsetzung ist die kombinierte Betreuung und Vermittlung in Netzwerke.

Die ersten Erfahrungen aus dieser zielgerichteten Arbeit konnten bereits seit Februar diesen Jahres gewonnen werden und sollen in die weitere Arbeit einfließen. Dabei soll den jungen Menschen ein Beschäftigungsansatz geboten und ein Berufseinstieg ermöglicht werden. Gleichzeitig sollen die betreuten Jugendlichen dazu motiviert werden, neben den regionalen Beschäftigungsmöglichkeiten auch überregionale Angebote aufzugreifen.

„Bislang konnte jedem Jugendlichen, der den Willen hatte und in der Lage war ein Angebot anzunehmen, ein solches auch unterbreitet werden. Seit Januar konnten im Landkreis Nordhausen 467 Jugendliche in Beschäftigung vermittelt werden, knapp 100 sind in ein Ausbildungsprojekt eingemündet, dessen Ziel der Abschluss eines anerkannten Ausbildungsberufes ist“, erläutert ARGE-Geschäftsführer Hans-Georg Müller.

In dem bundesweiten Wettbewerb gibt es Landes- und Bundessieger. Die erhalten bis 50.000 Euro (Landessieger) und bis 250.000 (Bundessieger). Außerdem wird die innovativste Idee mit bis zu einer Viertelmillion Euro gewürdigt. Neben den Trägern des SGB II (ARGE) können sich auch freie Träger, Unternehmen sowie Initiativen und Netzwerke beteiligen. Die Arbeitsgemeinschaften sind allerdings von Vergabe von Geldpreisen ausgeschlossen. Sie erhalten eine ideelle Würdigung.
Autor: nnz

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