13 Monate im Jahr
Dienstag, 25. Oktober 2005, 07:53 Uhr
Nordhausen (nnz). Viele kleinen und mittelständischen Unternehmen im Landkreis Nordhausen könnte im kommenden Jahr ein finanzieller Engpaß drohen. Das befürchtet zumindest der Bundesverband der Mittelständischen Wirtschaft. Hintergründe wie immer mit dem bekannten Klick.
Im Jahr 2006 müssen Unternehmen dreizehn Mal Beiträge zu den Sozialversicherungen entrichten, da sowohl Bundestag und Bundesrat ein Vorziehen der Beitragszahlungen um 15 Tage beschlossen haben. Der vorgezogene Zahlungstermin bewirkt, dass 2006 ein zusätzlicher Monatsbeitrag gezahlt werden muss. Die noch im Amt befindliche Bundesregierung erwartet dadurch Mehreinnahmen von 20 Milliarden Euro zu Lasten der mittelständischen Wirtschaft.
Der Rentenbetrag soll damit bei 19,5 % stabil bleiben. Experten sagen aber voraus, dass diese Maßnahme nicht zu einer langfristig wirksamen Sanierung der Sozialsysteme führt. Die gesetzliche Regelung ermöglicht in großzügiger Weise den Unternehmen eine Streckung des zusätzlichen Beitrages auf 6 Monate.
Dieser Liquiditätsentzug wirkt wie eine Sondersteuer auf Löhne und Gehälter und verdoppelt den Bürokratieaufwand des damit verbundenen Abrechnungsverfahrens. Sobald die neue Bundesregierung im Amt ist, werden wir sie mit der Forderung konfrontieren, dieses Gesetz zurückzuziehen, weist Volker Beiersdorf, Kreisgeschäftsführer des Bundesverband mittelständische Wirtschaft, BVMW, auf die Verschärfung der ohnehin schwierigen Finanzsituation bei kleinen und mittleren Unternehmen hin.
Die gesetzliche Regelung einer vorzeitigen Zahlung der Beiträge zur angeblichen Sanierung des Sozialsystems entziehe den Unternehmen notwendige Liquidität. Deshalb befürchten wir einen Anstieg von Insolvenzen im Thüringer Mittelstand.
Autor: nnzIm Jahr 2006 müssen Unternehmen dreizehn Mal Beiträge zu den Sozialversicherungen entrichten, da sowohl Bundestag und Bundesrat ein Vorziehen der Beitragszahlungen um 15 Tage beschlossen haben. Der vorgezogene Zahlungstermin bewirkt, dass 2006 ein zusätzlicher Monatsbeitrag gezahlt werden muss. Die noch im Amt befindliche Bundesregierung erwartet dadurch Mehreinnahmen von 20 Milliarden Euro zu Lasten der mittelständischen Wirtschaft.
Der Rentenbetrag soll damit bei 19,5 % stabil bleiben. Experten sagen aber voraus, dass diese Maßnahme nicht zu einer langfristig wirksamen Sanierung der Sozialsysteme führt. Die gesetzliche Regelung ermöglicht in großzügiger Weise den Unternehmen eine Streckung des zusätzlichen Beitrages auf 6 Monate.
Dieser Liquiditätsentzug wirkt wie eine Sondersteuer auf Löhne und Gehälter und verdoppelt den Bürokratieaufwand des damit verbundenen Abrechnungsverfahrens. Sobald die neue Bundesregierung im Amt ist, werden wir sie mit der Forderung konfrontieren, dieses Gesetz zurückzuziehen, weist Volker Beiersdorf, Kreisgeschäftsführer des Bundesverband mittelständische Wirtschaft, BVMW, auf die Verschärfung der ohnehin schwierigen Finanzsituation bei kleinen und mittleren Unternehmen hin.
Die gesetzliche Regelung einer vorzeitigen Zahlung der Beiträge zur angeblichen Sanierung des Sozialsystems entziehe den Unternehmen notwendige Liquidität. Deshalb befürchten wir einen Anstieg von Insolvenzen im Thüringer Mittelstand.
