nnz-Rückspiegel: 9. November 2000
Freitag, 09. November 2001, 07:24 Uhr
Nordhausen (nnz). Können Sie sich noch erinnern, was vor einem Jahr im Landkreis Nordhausen los war? Die nnz hat im Archiv gesucht und folgende Meldungen gefunden.
20.000 Mark für Förderverein Dichterstätte Sarah Kirsch in Limglingerode
Heute trafen sich Vertreter des Fördervereins Thüringen mit der Denkmalschutzbehörde des Landkreises Nordhausen und Mitgliedern des Fördervereins Dichterstätte Sarah Kirsch, um über die kommenden Schritte zur Sanierung des Geburtshauses der Dichterin zu beraten. Zur Unterstützung des Ortes Limlingerode und des dortigen Fördervereins sollten in der Wirtschaft Sponsoren gesucht werden. Nun konnte ein Scheck in Höhe von 20.000 Mark einer Ingenieurgesellschaft übergeben werden. Bei der Besichtigung des ehemaligen Pfarrhauses und während einer Gesprächsrunde konnte sich ein Vertreter der Gesellschaft vom bisher Geleisteten überzeugen. Mit dem Geld soll das Fundament trocken gelegt und die Bausubstanz gefestigt werden.
Bürgerinitiative bereitet Info-Veranstaltungen vor
Die Bürgerinitiative Rettung der Goldenen Aue plant in den kommenden Tagen mehrere Informationsveranstaltungen. Es sollen nochmals die Planungsunterlagen zum Industriegebiet, die Umweltauswirkungen auch unter der Berücksichtigung des Kiesabbaues und des Autobahnbaues in der Goldenen Aue, sowie der geplante Gipsabbau am alten Stollberg besprochen werden. Ebenso ist ein Erfahrungsaustausch seitens der Grundstücksbesitzer mit der LEG-Thüringen geplant, um hier die häufigen telefonischen Nachfassaktionen, speziell bei älteren Besitzern, zu dokumentieren. Die Initiative hat diese Vielzahl der Versammlungsorte und Termine gewählt, um allen Freunden der Goldenen-Aue Gelegenheit zu geben, sich persönlich zu informieren. Ebenso möchte sich die BI auch verstärkt dem Großraum-Nordhausen widmen, um hier gegen die großflächigen Naturzerstörungen (Gipsabbau) zu protestieren. Zukünftig möchte die BI versuchen, den bisher recht spärlichen Kontakt zur Kommunalpolitik noch mehr zu suchen, da er bereits schon auf Kreis- und Landesebene gelungen ist. Ebenso wurden die Gremien des Bundestages über die Aktivitäten der BI informiert.
Produktionsstopp bei Bike-Systems - Insolvenzverwalter abgelöst
Seit gestern steht beim fünftgrößten Fahrradhersteller Deutschlands, Bike Systems in Nordhausen, die Produktion. Wie der bisherige Insolvenzverwalter, Bruno Fraas aus Zellingen, mitteilte, würden die Lieferanten nichts mehr zuliefern. Mit dem Lieferstopp sprächen sie dem neuen Insolvenzverwalter, Dr. Michael Jaffé, ihr Mißtrauen aus. Der Münchner Anwalt ist seit zwei Tagen im Amt, weil die Gläubigerversammlung am Dienstag mit knapper Mehrheit für eine Ablösung von Fraas gestimmt hatte. Fraas selbst kann sich diesen Schritt nicht erklären. Er betonte gegenüber der nnz, daß die Auftragsbücher noch bis Januar voll gefüllt seien und er gute Chancen gesehen habe, den Betrieb zu retten. Er habe bereits einen Insolvenzplan erarbeitet, der eine Entschuldung des Unternehmens über eine Beteiligungsgesellschaft vorsehe, im Dezember sollte darüber abgestimmt werden. Welche Pläne Dr. Jaffé mit Bike Systems hat, ist noch unklar. Bislang stand Jaffè für einen Auskunft nicht zur Verfügung. Das Nordhäuser Unternehmen mit rund 220 Mitarbeitern war vor Monaten in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Die Geschäftsleitung begründete die Probleme mit zu hohen Einkaufspreisen wegen zu geringer Abnahmemengen. Ein Insolvenzverfahren wurde beantragt und später auch eröffnet.
Landrat Claus übergab Berufungsurkunden an Mitglieder des NVN-Beirats
Landrat Joachim Claus (CDU) hat in seiner Funktion als Vorsitzender des Nahverkehrszweckverbandes Nordthüringen (NVN) in dieser Woche den Beiratsmitgliedern die Berufungsurkunden übergeben. Der Beirat hat die Aufgaben, die Verbandsversammlung fachlich zu beraten und gemeinsame Lösungen auf dem Gebiet des Öffentlichen Personen Nahverkehrs (ÖPNV) vorzubereiten. Im kommenden Jahr soll neben der Fortschreibung der Nahverkehrspläne der Landkreise auch das gemeinsame Kooperationskonzept für den Nahverkehr neu erarbeitet werden. Geplant ist weiterhin die Herausgabe einen Gemeinschaftsfahrplanes. Hierzu bedarf es der finanziellen Unterstützung durch das Land Thüringen. Die Harmonisierung der allgemeinen Beförderungsbedingungen und der Tarifbestimmungen sollen ebenfalls Bestandteil der gemeinsamen künftigen Arbeit sein.
Nordhäuser SPD-Stadtratsfraktion: Festhalten an Planung für Industriegebiet
Die SPD-Stadtratsfraktion wird weiter am Beschluß zum Bau des Industriegebiets festhalten. Das ist das Ergebnis der jüngsten Fraktionssitzung. Mit der Gründung des Planungsverbandes Goldene Aue habe der Stadtrat eigentlich seine Beschlußhoheit über diese Angelegenheit an den Verband abgegeben. Wir werden uns dahinter aber nicht verstecken und so wird auf unsere Initiative hin im nächsten Stadtrat eine Diskussion zu diesem Thema möglich sein", sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende Matthias Jendricke der nnz. Wenn es mit Unterstützung der Landesentwicklungsgesellschaft möglich sei, dort produktive Arbeitsplätze anzusiedeln, dann wird es von Seiten der SPD hier kein Widerstand geben. Allerdings macht die SPD-Fraktion auch klar, daß es keine vorab Erschließung geben darf, denn unnütz erschlossene Gewerbegebiete gebe es auch hier schon genug. Den indirekten Vorwurf von der Bürgerinitiative der Unkenntnis, was der Status Industriegebiet überhaupt bedeutet, weisen die Vertreter der SPD entschieden zurück.
Autor: nnz20.000 Mark für Förderverein Dichterstätte Sarah Kirsch in Limglingerode
Heute trafen sich Vertreter des Fördervereins Thüringen mit der Denkmalschutzbehörde des Landkreises Nordhausen und Mitgliedern des Fördervereins Dichterstätte Sarah Kirsch, um über die kommenden Schritte zur Sanierung des Geburtshauses der Dichterin zu beraten. Zur Unterstützung des Ortes Limlingerode und des dortigen Fördervereins sollten in der Wirtschaft Sponsoren gesucht werden. Nun konnte ein Scheck in Höhe von 20.000 Mark einer Ingenieurgesellschaft übergeben werden. Bei der Besichtigung des ehemaligen Pfarrhauses und während einer Gesprächsrunde konnte sich ein Vertreter der Gesellschaft vom bisher Geleisteten überzeugen. Mit dem Geld soll das Fundament trocken gelegt und die Bausubstanz gefestigt werden.
Bürgerinitiative bereitet Info-Veranstaltungen vor
Die Bürgerinitiative Rettung der Goldenen Aue plant in den kommenden Tagen mehrere Informationsveranstaltungen. Es sollen nochmals die Planungsunterlagen zum Industriegebiet, die Umweltauswirkungen auch unter der Berücksichtigung des Kiesabbaues und des Autobahnbaues in der Goldenen Aue, sowie der geplante Gipsabbau am alten Stollberg besprochen werden. Ebenso ist ein Erfahrungsaustausch seitens der Grundstücksbesitzer mit der LEG-Thüringen geplant, um hier die häufigen telefonischen Nachfassaktionen, speziell bei älteren Besitzern, zu dokumentieren. Die Initiative hat diese Vielzahl der Versammlungsorte und Termine gewählt, um allen Freunden der Goldenen-Aue Gelegenheit zu geben, sich persönlich zu informieren. Ebenso möchte sich die BI auch verstärkt dem Großraum-Nordhausen widmen, um hier gegen die großflächigen Naturzerstörungen (Gipsabbau) zu protestieren. Zukünftig möchte die BI versuchen, den bisher recht spärlichen Kontakt zur Kommunalpolitik noch mehr zu suchen, da er bereits schon auf Kreis- und Landesebene gelungen ist. Ebenso wurden die Gremien des Bundestages über die Aktivitäten der BI informiert.
Produktionsstopp bei Bike-Systems - Insolvenzverwalter abgelöst
Seit gestern steht beim fünftgrößten Fahrradhersteller Deutschlands, Bike Systems in Nordhausen, die Produktion. Wie der bisherige Insolvenzverwalter, Bruno Fraas aus Zellingen, mitteilte, würden die Lieferanten nichts mehr zuliefern. Mit dem Lieferstopp sprächen sie dem neuen Insolvenzverwalter, Dr. Michael Jaffé, ihr Mißtrauen aus. Der Münchner Anwalt ist seit zwei Tagen im Amt, weil die Gläubigerversammlung am Dienstag mit knapper Mehrheit für eine Ablösung von Fraas gestimmt hatte. Fraas selbst kann sich diesen Schritt nicht erklären. Er betonte gegenüber der nnz, daß die Auftragsbücher noch bis Januar voll gefüllt seien und er gute Chancen gesehen habe, den Betrieb zu retten. Er habe bereits einen Insolvenzplan erarbeitet, der eine Entschuldung des Unternehmens über eine Beteiligungsgesellschaft vorsehe, im Dezember sollte darüber abgestimmt werden. Welche Pläne Dr. Jaffé mit Bike Systems hat, ist noch unklar. Bislang stand Jaffè für einen Auskunft nicht zur Verfügung. Das Nordhäuser Unternehmen mit rund 220 Mitarbeitern war vor Monaten in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Die Geschäftsleitung begründete die Probleme mit zu hohen Einkaufspreisen wegen zu geringer Abnahmemengen. Ein Insolvenzverfahren wurde beantragt und später auch eröffnet.
Landrat Claus übergab Berufungsurkunden an Mitglieder des NVN-Beirats
Landrat Joachim Claus (CDU) hat in seiner Funktion als Vorsitzender des Nahverkehrszweckverbandes Nordthüringen (NVN) in dieser Woche den Beiratsmitgliedern die Berufungsurkunden übergeben. Der Beirat hat die Aufgaben, die Verbandsversammlung fachlich zu beraten und gemeinsame Lösungen auf dem Gebiet des Öffentlichen Personen Nahverkehrs (ÖPNV) vorzubereiten. Im kommenden Jahr soll neben der Fortschreibung der Nahverkehrspläne der Landkreise auch das gemeinsame Kooperationskonzept für den Nahverkehr neu erarbeitet werden. Geplant ist weiterhin die Herausgabe einen Gemeinschaftsfahrplanes. Hierzu bedarf es der finanziellen Unterstützung durch das Land Thüringen. Die Harmonisierung der allgemeinen Beförderungsbedingungen und der Tarifbestimmungen sollen ebenfalls Bestandteil der gemeinsamen künftigen Arbeit sein.
Nordhäuser SPD-Stadtratsfraktion: Festhalten an Planung für Industriegebiet
Die SPD-Stadtratsfraktion wird weiter am Beschluß zum Bau des Industriegebiets festhalten. Das ist das Ergebnis der jüngsten Fraktionssitzung. Mit der Gründung des Planungsverbandes Goldene Aue habe der Stadtrat eigentlich seine Beschlußhoheit über diese Angelegenheit an den Verband abgegeben. Wir werden uns dahinter aber nicht verstecken und so wird auf unsere Initiative hin im nächsten Stadtrat eine Diskussion zu diesem Thema möglich sein", sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende Matthias Jendricke der nnz. Wenn es mit Unterstützung der Landesentwicklungsgesellschaft möglich sei, dort produktive Arbeitsplätze anzusiedeln, dann wird es von Seiten der SPD hier kein Widerstand geben. Allerdings macht die SPD-Fraktion auch klar, daß es keine vorab Erschließung geben darf, denn unnütz erschlossene Gewerbegebiete gebe es auch hier schon genug. Den indirekten Vorwurf von der Bürgerinitiative der Unkenntnis, was der Status Industriegebiet überhaupt bedeutet, weisen die Vertreter der SPD entschieden zurück.
