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Lattentanz

Samstag, 22. Oktober 2005, 16:51 Uhr
Nordhausen (nnz). Gestern feiern, heute spielen. Das Fußballwochenende begann für Wacker Nordhausen mit einer Revue, heute ging es für die „1.“ hart zur Sache. Nach knapp 90 Minuten tanzte der Ball auf der Torlatte. Was bis dahin und danach passierte, das erfahren Sie mit einem einzigen Klick.

Lattentanz (Foto: nnz) Lattentanz (Foto: nnz)

Die Gäste aus Rudolstadt sind bekannt für ihre Abwehrstärke, nur sieben Gegentor standen auf der Habenseite. Wacker brauchte also eigentlich nur Geduld zu haben, doch der Auftakt war überaus nervös. In der ersten Viertelstunde häuften sich die Abwehrfehler, die vor allem auf das Konto von Diarra gingen. Dann aber hatte sich Wacker gefangen, kam zur eigenen Stärke zurück. Der Lohn dafür in der 19. Minute. Pistorius flankte in den Strafraum, Pohl versenkte das Leder zum 1:0.

Nur vier Minuten später haute Jens Ludwig den Ball per Freistoß aus 22 Meter ins Gästetor. Da schien das Spiel gelaufen, zumal die Gäste im Angriff kaum auffielen. Nach sage und schreibe 42 Minuten der erste straffe Schuß aufs Tor von Raphael Baumann, doch weit drüber. Dann noch eine spielentscheidende Szene. Weißhaupt bekam nach einem umstrittenen Foul die zweite gelbe Karte und musste vom Platz. Seinen Platz als Spielmacher konnte Hartmann nicht ausfüllen. Wer aber dachte, Wacker wollte nur noch das Ergebnis in der zweiten Halbzeit retten, der irrte. Die Nordhäuser hatten einige erfolgversprechende Szenen, denen es jedoch meist am Abschluß mangelte (55. und 65.). Auf der anderen Seite erhöhten die Rudolstädter den Druck, die Stürmer fanden jedoch in Baumann im Wacker-Tor eine Festung vor. In der 56. Minute rettete der Keeper auf der Linie, wieder ein Reflex in der 63.

Dann die 87. Minute. In der Wacker-Abwehr fehlte Diarra, der war zuvor ausgewechselt worden war. Just kam frei zum Kopfball und erzielte den Anschlusstreffer. Die nächsten sechs Minuten mutierten zur Zitterpartie, einmal griff Baumann daneben, dann tanzte der Ball auf der Latte des Wacker-Tors. Schließlich der erlösende Abpfiff durch Schiri Jäntsch, der eine indiskutable Leistung zeigte.

Wacker hat gewonnen, auch mit zehn Mann gab sich das Team nicht auf, doch momentan ist ein Marco Weißhaupt nicht zu ersetzen. Übrigens: Bürgermeister Matthias Jendricke war samt Rassel auf der Zuschauertribüne zu finden.
Autor: nnz

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