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Gut sortiert

Freitag, 21. Oktober 2005, 10:36 Uhr
Nordhausen (nnz). Wie in den Jahren zuvor, so hatten auch im vergangenen Jahr die Thüringer weniger Verpackungsmüll in die Container geschleppt. Was dennoch entsorgt werden musste, ist ein „gewaltig Ding“.


Im Jahr 2004 wurden in Thüringen nach vorläufigen Ergebnissen des Thüringer Landesamtes für Statistik 174.000 Tonnen gebrauchte Verpackungen bei privaten Haushalten eingesammelt. Das war die geringste Menge seit 1996. Die Restmüllmenge in der normalen Hausmülltonne wurde damit auch im letzten Jahr deutlich entlastet. Je Einwohner fiel im Jahr 2004 eine Hausmüllmenge von 173,9 kg und von 73,9 kg getrennt eingesammelten Stoffen wie Papier, Plastik, Glas oder Metall an. Das waren pro Woche 3,3 kg Hausmüll und 1,4 kg Wertstoffe je Einwohner. Zusätzlich wurden noch 82.000 Tonnen so genannte Transport- und Umverpackungen direkt bei Unternehmen abgeholt und an Sortieranlagen oder Verwertungsbetriebe weitergegeben.

76 Prozent der Verpackungen privater Endverbraucher wurden an Sortieranlagen geliefert. Die verbleibenden 24 Prozent, hierbei handelt es sich überwiegend um farblich getrennt eingesammeltes Glas, gingen direkt an Verwertungsbetriebe.

Den größten Anteil am Verpackungsmüll der privaten Haushalte hatte im Jahr 2004 die so genannte Leichtstoff-Fraktion unter anderem aus dem 'Gelben System' mit 75.600 Tonnen (10.000 Tonnen mehr als im Jahr zuvor). Die eingesammelten Verpackungen gingen ausschließlich an Sortieranlagen, darunter ca. 62 Prozent an Anlagen in Thüringen. Auf Glas entfielen knapp 63.600 Tonnen, von denen bereits 59.000 Tonnen farblich getrennt in Grün-, Braun- und Weißglas waren. Damit brachte jeder Einwohner Thüringens im Durchschnitt 27 kg Glas (3,6 kg weniger als im Jahr 2003) zum Wertstoffcontainer. 60 Prozent des Altglases wurde direkt von Glasverwertungsbetrieben übernommen, rund 21 Prozent ging an Thüringer Sortieranlagen und die restliche Menge an Sortieranlagen in anderen Bundesländern. Von den privaten Haushalten wurden im Jahr 2004 noch rund 34.000 Tonnen Verpackungen aus Papier, Pappe und Kartonagen zu Depotcontainern gebracht. Das entsprach einer durchschnittlichen Menge von 14,5 kg je Einwohner.

Betrachtet man dagegen die Menge an Transport- und Umverpackungen, die im Jahr 2004 zusätzlich bei Unternehmen eingesammelt wurde, dominierte hier eindeutig die Altpapier - Fraktion. Von den eingesammelten 82.000 Tonnen entfielen mehr als 64.000 Tonnen auf Papier, Pappe- und Kartonverpackungen.
Autor: nnz

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