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Marktcheck rund um Obst und Gemüse

Teller statt Tonne

Samstag, 02. Oktober 2021, 13:07 Uhr
Eine Delle im Apfel? Eine braune Stelle an der Banane? Häufig wird sehr reifes oder nicht mehr perfektes Obst und Gemüse einfach aussortiert. Im Einzelhandel findet jedoch langsam ein Umdenken statt. Wie ein aktueller, bundesweiter Marktcheck der Verbraucherzentralen zeigt, werden die Produkte teils zu einem reduzierten Preis angeboten...

Anlässlich der Aktionswoche „Deutschland rettet Lebensmittel!“ machen die Verbraucherzentralen auf das Problem der Lebensmittelverluste aufmerksam.

Bereits 28 Prozent der besuchten Märkte bieten Verbraucherinnen und Verbrauchern preisreduziertes Obst und Gemüse an – so lautet das Ergebnis eines Marktchecks der Verbraucherzentralen. „Wir freuen uns, dass einige Händler auf diese Weise versuchen, unnötige Lebensmittelabfälle zu vermeiden. Nun ist es wichtig, dass weitere nachziehen“, erklärt Petra Müller, Projektleiterin Lebensmittel und Ernährung der Verbraucherzentrale Thüringen. Für den Marktcheck wurden stichprobenartig deutschlandweit 25 Supermärkte und Discounter unter die Lupe genommen. Mit dabei waren Rewe, Edeka, Kaufland, Globus, Aldi, Lidl, Alnatura, Denn´s Biomarkt, Netto Markendiscount und Penny.
Mehr Märkte sollten nachziehen

Am besten ist es, wenn alle Handelsketten und Supermärkte Ware regelmäßig aussortieren und frühzeitig reduzieren. „Nicht perfekte Lebensmittel müssen einfach zum normalen Bild in der Obst- und Gemüseabteilung dazugehören“, meint die Expertin, und fügt hinzu: „Das hilft Verlusten entgegenzuwirken. Denn bisher werden solche Waren meist entsorgt, statt sie noch zum Verkauf anzubieten.“ Wird die Ware dagegen ansprechend präsentiert, trägt dies zur Wertschätzung von Obst und Gemüse in all seinen Formen bei.

Der gesamte Marktcheck rund um das Thema Obst und Gemüse im Einzelhandel erscheint Ende des Jahres auf der Webseite unter www.vzth.de/woche-der-vorsorge.
Autor: red

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