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Automaten kommen weg

Donnerstag, 20. Oktober 2005, 20:29 Uhr
Nordhausen (nnz). Das wird viele Bürger freuen. Einige Parkscheinautomaten verschwinden in Zukunft. Sie werden durch die Parkscheibe ersetzt. Heute wurde das neue Konzept zur Parkraumbewirtschaftung vorgestellt. Was sich wo ändert, verrät Ihnen die nnz.


Seit 1994 ist die Parkraumbewirtschaftung in Nordhausen ein Thema, eines welches sehr kontrovers diskutiert wurde und wird, auch heute abend wieder. Inge Klaan stellte den Bürgern das neue Konzept vor und lud zur Diskussion. Es waren eher die Gewerbetreibenden als die Anwohner, die sich dafür interessierten. In der Zukunft soll es drei Bereiche geben. In den Randgebieten bleibt das Parken kostenfrei und zeitlich unbegrenzt möglich, sowohl auf den Park and Ride Parkplätzen in Ost und an der Wendeschleife am Stadtpark, als auch für die Anwohner in den Wohngebieten. Daran schließt sich zur Innenstadt hin eine Zone an, wo zwar kostenfrei, aber durch die Parkscheibe zeitlich eingeschränkt geparkt werden darf. In den Kernzonen um das Rathaus, das Landratsamt und am Bahnhof wird es auch weiterhin Parkscheinautomaten geben. Am Bahnhof bleibt gebührenmäßig alles beim alten, im Bereich Altstadt/Rathaus und Landratsamt wird es günstiger. Statt 25 Cent für die halbe Stunde, sind in Zukunft nur noch 20 Cent zu berappen. Die volle Stunde kostet jetzt in beiden Bereichen 50 Cent, für zwei Stunden einen Euro.

Für Unmut sorgte, daß mehrere Straßen neu in die Bewirtschaftung kommen sollen. Die Landgrabenstraße, die Reichstraße und die Bruno Kunze Straße dürfen in Zukunft nur noch mit Parkscheibe genutzt werden. Anwohner sorgen sich um ihre kostenlosen Abstellmöglichkeiten vor der Haustür, Gewerbetreibende befürchten, daß ihre Zulieferer nur noch in der zweiten Reihe halten können und damit die Straßenbahn blockieren. Inge Klaan versuchte zu vermitteln. Es würden keine neuen Parkflächen geschaffen, also gäbe es genug Raum für Anlieferfahrzeuge. Bürgermeister Matthias Jendricke versprach allen Anwohnern, daß sie spezielle Parkkarten für 30,- Euro pro Jahr erwerben können. Damit ist ihnen das Parken ohne zeitliche Begrenzung möglich. Einen rechtlichen Anspruch auf den Parkplatz vor dem eigenen Haus gibt es jedoch nicht. Generell zeigten sich die Bewohner des Gebietes um die Südharzgalerie nicht zufrieden mit der Situation. Sorglose Fußgänger schlendern umher zwischen den zwei Gebäuden des Einkaufszentrums. Rücksichtslose Autofahrer parken Gehwege zu. Inge Klaan gibt zu, daß hier vergleichsweise viele Unfälle geschehen. Dem wolle man mit den neuen Konzept entgegenwirken.

Die neue Parkraumbewirtschaftung soll am 02. November im Stadtrat beschlossen werden. Das Bürgergespräch war eine Voraussetzung dafür. Bürgermeister Matthias Jendricke geht davon aus, daß das Konzept beschlossen wird. Dann wird für viele Bürger das Einkaufen im Stadtzentrum wieder attraktiver. Die ausführliche Liste, welchen Parkscheinautomaten es an den Kragen geht, hat die nnz morgen für Sie.
Autor: wf

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