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Mehr als nur ein Dienst

Donnerstag, 20. Oktober 2005, 11:02 Uhr
Nordhausen (nnz). Oft schon hatte die nnz über Zahlen, Daten und Fakten zum produzierenden Bereich der Wirtschaft in Thüringen berichtet. Wie aber sieht es mit dem Dienstleistungssektor aus? Dieser Frage ist die nnz nachgegangen...


In den mehr als 12.000 Thüringer Dienstleistungsunternehmen waren im Jahr 2003 rund 90.000 Personen tätig, die einen Umsatz von fast 5,6 Milliarden Euro erwirtschafteten. Die Unternehmen investierten etwa 597 Millionen Euro und erhielten rund 128 Millionen Euro an Subventionen. Der Personal- und Sachaufwand belief sich auf ca. 4,14 Milliarden Euro.

Die seit dem Jahr 2001 durchgeführte Erhebung bei repräsentativ ausgewählten Unternehmen des Dienstleistungssektors erstreckt sich auf die Wirtschaftsbereiche 'Verkehr- und Nachrichtenübermittlung' sowie 'Grundstücks- und Wohnungswesen, Vermietung beweglicher Sachen sowie Erbringung von wirtschaftlichen Dienstleistungen, anderweitig nicht genannt' (Wirtschaftsabschnitt I und K der Wirtschaftszweigsystematik der EU). Sie umfasst nicht Handel und Gastgewerbe sowie Kredit- und Versicherungsgewerbe, die bereits anderweitig statistisch erfasst werden.

Die Anzahl der Unternehmen in diesem Dienstleistungsbereich in Thüringen belief sich im Jahre 2003 auf 9 376. Die rund 65.000 tätigen Personen dieser Unternehmen erwirtschafteten einen Umsatz von mehr als 3,9 Milliarden Euro. Damit wurde je Unternehmen ein Umsatz von 416.000 Euro und je tätiger Person ein Umsatz von durchschnittlich rund 60.000 Euro erzielt.

Die Unternehmen dieses Bereichs tätigten im Jahr 2003 Investitionen von rund 361 Millionen Euro. Das waren rund 9,2 Prozent des Umsatzes. Die öffentliche Hand reichte staatliche Subventionen in Höhe von rund 65 Millionen Euro aus. Je Unternehmen waren das rund 7 000 Euro. Die Aufwendungen der Unternehmen beliefen sich auf rund 2,7 Milliarden Euro. Rund zwei Fünftel (39,0 Prozent) hiervon entfielen auf Personalaufwand.

Rund 237 Millionen Euro wurden im Bereich 'Verkehr- und Nachrichtenübermittlung' im Jahr 2003 investiert. Das waren 14 Euro je 100 Euro Umsatz. Die in Anspruch genommenen Subventionen beliefen sich auf 62 Millionen Euro. Das waren je Unternehmen rund 21 800 Euro. An Aufwendungen fielen im Bereich Verkehr- und Nachrichtenübermittlung rund 1,4 Milliarden Euro an, darunter mehr als in Drittel (35,4 Prozent) Personalaufwendungen.
Autor: nnz

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