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Zähne putzen will geübt sein

Sonntag, 26. September 2021, 10:04 Uhr
Gestern war der Tag der Zahngesundheit und heute verraten wir Ihnen, worauf Sie beim Zähneputzen achten sollten, denn schon die alten Ägypter wussten um die Reinigungskraft der Zahnbürstenbaum-Wurzel mit ihrem natürlichen Fluorid...

Sie kauten auf den ausgefransten, bürstenähnlichen Zweigen, desinfizierten mit Myrrhe oder mengten Bims und Weinessig zur ersten Zahnpasta.

Zweimal pro Tag mindestens zwei Minuten Zähne putzen so lautet heutzutage eine Faustregel gegen Karies und Co. Doch es gibt noch einiges mehr zu beachten, wenn es um die richtige Zahnpflege geht. "Man kann beim Putzen auch Fehler machen", weiß Dr. med. Melanie Volkmer von der KNAPPSCHAFT. "Zu viel Druck ausüben oder horizontal am Zahnfleisch entlang schrubben kann Karies sogar Angriffsfläche bieten", erläutert der Medizinerin.

Auch nach säurehaltigem Obst wie Äpfeln oder Orangen ist Vorsicht geboten. Sie lösen Kalzium und Phosphat. Um den Zahnschmelz nicht zu gefährden, sollte man 30 Minuten bis zum Putzen warten. Viel Säure enthalten auch Cola oder Energy-Drinks. Solche Getränke - wenn überhaupt sollten zudem zügig und nicht in kleinen Schlucken getrunken werden.

Kariesbakterien lieben Zucker. Den finden sie in nicht nur in Süßigkeiten, sondern in nicht direkt zu erkennender Form zum Beispiel auch in Ketchup, Honig oder Obst. Generell gilt: Weniger Süßes bedeutet weniger aggressive Plaquebakterien. Kleinkinder können gar von ihren Eltern mit Karies angesteckt werden. Wenn diese den Schnuller oder den Löffel mit dem eigenen Mund ablecken, gelangen die Bakterien direkt in die Mundhöhle des Kindes.

"Auch wenn die ersten der 20 Milchzähne, die etwa bis zum dritten Lebensjahr wachsen, im Alter von fünf oder sechs Jahren wieder ausfallen, sind gesunde Milchzähne wichtig für Kinder", weiß Medizinerin Volkmer. "Die Zahnentwicklung der bleibenden Zähne und auch die Kieferentwicklung wird durch gesunde Milchzähne geprägt. Sie sind entscheidend für die Sprachentwicklung.“

Beim Putzen sollte die Bürsten vom Zahnfleisch zum Zahn bewegt und die Zahncremereste nur mit wenig Wasser ausspülen. Dann bleibt die Schutzwirkung des Fluorids besser erhalten. Unerlässlich ist der Zahnarztbesuch, am besten zweimal jährlich, unter anderem zur Früherkennung von Karies und Zahnfleischerkrankungen.

5 Tipps zum Tag der Zahngesundheit:
1. Elektrische Zahnbürsten reinigen leichter und damit besser als Handbürsten und sind auch für Kinder geeignet. Alle zwei Monate die Bürste erneuern. Zahnseide ist wichtig für die Zwischenräume, in die die Bürste nicht kommt.

2. Nach Obst oder anderen sauren Speisen eine halbe Stunde bis zum Zähne putzen warten. Ein Milchprodukt danach verbessert die Remineralisation.

3. Eltern sollten den Schnuller oder Löffel des Kindes nicht ablecken. Sonst können Bakterien übertragen werden.

4. Zähne sollten ab dem ersten Erscheinen im Babymund gepflegt werden. Zunächst morgens nur mit Wasser und abends mit Kinderzahncreme. Milchzähne sind Wegbereiter für das Kieferknochenwachstum und die späteren Zähne.

5. Zuckerfreie Kaugummis kauen. Das regt die Speichelproduktion an. Speichel spült die Zähne und neutralisiert Säuren.
Autor: red

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