Keine Konjunkturerholung in Sicht
Donnerstag, 08. November 2001, 10:44 Uhr
Nordhausen (nnz/ihk). Die Ergebnisse der aktuellen Konjunkturanalyse der Industrie- und Handelskammer Erfurt unter 1.096 Unternehmern signalisieren einen stärker werdenden Konjunkturpessimismus. In den Firmen herrscht Katerstimmung. Mehr dazu in der nnz.
Die abgegebenen Prädikate zum gegenwärtigen und zukünftigen Geschäftsverlauf führen zu einem neuen Negativrekord. Nur noch jedes fünfte Unternehmen beurteilt die derzeitige Lage und die Zukunftsaussichten mit gut. Der Konjunkturklimaindex, der sowohl die aktuelle Situation der Firmen als auch die Erwartungen und Pläne berücksichtigt, erreicht 118 von 200 möglichen Prozentpunkten und sinkt im Vorjahresvergleich um 18 Punkte. Dies ist der schlechteste Wert seit 10 Jahren.
Das wirtschaftspolitische Klima hat sich weltweit seit Mitte des vergangenen Jahres abgekühlt. Gewinnwarnungen großer Konzerne, Entlassungen im High-Tech-Bereich sowie schlechte Nachrichten von der Börse verunsichern auch die Unternehmer im Kammerbezirk. Selbst klassische Industrieunternehmen setzen den Rotstift an. Die Zahl der Skeptiker, die von einer weiteren Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ausgehen, steigt weiter an. Dabei sind die Auswirkungen der Terroranschläge in den USA zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht absehbar.
Die Abschwächung der konjunkturellen Dynamik widerspiegelt sich dramatisch in den Beschäftigungsplänen der befragten Unternehmen. Jeder dritte Firmenchef rechnet in den nächsten Monaten mit der Entlassung von Arbeitskräften. Die Unternehmer sind von der bisherigen Politik der Bundesregierung enttäuscht. Sie fordern eine Entrümpelung der wachsenden bürokratischen und administrativen Lasten am Arbeitsmarkt. Beschäftigungshürden - wie die Neufassung des Betriebsverfassungsgesetzes - schaffen keine zusätzlichen Jobs. Für das Stimmungstief ist aber auch die steigende Abgabenlast insbesondere bei den Lohnnebenkosten verantwortlich. Und: Im Januar 2002 sollen die Steuern auf Benzin, Diesel und Strom erneut steigen. Dadurch geht wiederum Kaufkraft verloren. Von einer anziehenden Binnenkonjunktur keine Spur.
Die nnz wird die Konjunkturdaten der unterschiedlichsten Branchen in den kommenden Tagen ausführlich darstellen
Autor: nnzDie abgegebenen Prädikate zum gegenwärtigen und zukünftigen Geschäftsverlauf führen zu einem neuen Negativrekord. Nur noch jedes fünfte Unternehmen beurteilt die derzeitige Lage und die Zukunftsaussichten mit gut. Der Konjunkturklimaindex, der sowohl die aktuelle Situation der Firmen als auch die Erwartungen und Pläne berücksichtigt, erreicht 118 von 200 möglichen Prozentpunkten und sinkt im Vorjahresvergleich um 18 Punkte. Dies ist der schlechteste Wert seit 10 Jahren.
Das wirtschaftspolitische Klima hat sich weltweit seit Mitte des vergangenen Jahres abgekühlt. Gewinnwarnungen großer Konzerne, Entlassungen im High-Tech-Bereich sowie schlechte Nachrichten von der Börse verunsichern auch die Unternehmer im Kammerbezirk. Selbst klassische Industrieunternehmen setzen den Rotstift an. Die Zahl der Skeptiker, die von einer weiteren Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ausgehen, steigt weiter an. Dabei sind die Auswirkungen der Terroranschläge in den USA zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht absehbar.
Die Abschwächung der konjunkturellen Dynamik widerspiegelt sich dramatisch in den Beschäftigungsplänen der befragten Unternehmen. Jeder dritte Firmenchef rechnet in den nächsten Monaten mit der Entlassung von Arbeitskräften. Die Unternehmer sind von der bisherigen Politik der Bundesregierung enttäuscht. Sie fordern eine Entrümpelung der wachsenden bürokratischen und administrativen Lasten am Arbeitsmarkt. Beschäftigungshürden - wie die Neufassung des Betriebsverfassungsgesetzes - schaffen keine zusätzlichen Jobs. Für das Stimmungstief ist aber auch die steigende Abgabenlast insbesondere bei den Lohnnebenkosten verantwortlich. Und: Im Januar 2002 sollen die Steuern auf Benzin, Diesel und Strom erneut steigen. Dadurch geht wiederum Kaufkraft verloren. Von einer anziehenden Binnenkonjunktur keine Spur.
Die nnz wird die Konjunkturdaten der unterschiedlichsten Branchen in den kommenden Tagen ausführlich darstellen
