Probleme mit der Rotte
Donnerstag, 13. Oktober 2005, 12:47 Uhr
Nordhausen (nnz). Morgen wird auf der Deponie in Nentzelsrode gefeiert. Selbst der zuständige Thüringer Minister will mitfeiern. Was da aber gefeiert wird, läuft bereits. Anderes funktioniert nicht so wie versprochen...
Die feierliche Inbetriebnahme der mechanischen Restabfallbehandlungsanlagen wird gefeiert, heißt es in der Einladung durch den Zweckverband Abfallwirtschaft Nordthüringen. Die Anlage mit der gigantischen Kugelmühle läuft allerdings schon – wenn auch mit kleinen Unterbrechungen – seit Anfang Juni. Also wird heute vermutlich nur noch mal symbolisch auf einen roten Knopf gedrückt. Sich selbst nicht so ernst nehmen, sagen Journalisten zu derartigen Huldigungszeremonien und lächeln.
Die Kugelmühle läuft derzeit ohne Probleme, dafür haben nachgelagerte Technologien diese. Zum Beispiel die biologische Aufbereitung der Abfälle seitens der Technologieverbund Nentzelsrode GmbH (TVN), die Verrottung. Die kleineren Probleme wurden der nnz seitens des Landratsamtes bestätigt. Man habe Schwierigkeiten mit der Einhaltung diverser Kriterien, wie zum Beispiel der Atmungsaktivität des abzulagernden Endproduktes, die aber bald behoben sein sollen.
Klein können diese Probleme allerdings nicht sein, wenn man sich den Thüringer Staatsanzeiger mal genauer ansieht. Dort ist die Genehmigung eines temporären Zwischenlagers durch das Landesverwaltungsamt Weimar veröffentlicht. Das Lager soll auf dem bereits abgedeckten Teil des Polders 6 angelegt werden, Fachbereichsleiter Mathias Ehrhold sprach gegenüber der nnz allerdings von Polder 5, beide liegen übrigens dicht beieinander. Wo auch immer, dort sollen in nächster Zeit mehr als 5.000 Tonnen Abfälle abgelagert werden, die bei TVN nicht bearbeitet, sprich verrottet werden können. Während man im Landratsamt von einer nur kurzzeitigen Zwischenlösung spricht (maximal bis Dezember), wurde das Zwischenlager vorsorglich schon mal für ein Jahr beantragt.
All das wird morgen zwischen Knopfdruck und Häppchenschmaus nicht zur Sprache kommen, schließlich geht es am Freitag um das Vorzeigen einer Musterdeponie mit einer Musteranlage und Musterverträgen mit Herrn Rethmann, die für den Zweckverband und damit auch für den Landkreis Nordhausen so mustergültig vermutlich nicht sind.
Autor: nnzDie feierliche Inbetriebnahme der mechanischen Restabfallbehandlungsanlagen wird gefeiert, heißt es in der Einladung durch den Zweckverband Abfallwirtschaft Nordthüringen. Die Anlage mit der gigantischen Kugelmühle läuft allerdings schon – wenn auch mit kleinen Unterbrechungen – seit Anfang Juni. Also wird heute vermutlich nur noch mal symbolisch auf einen roten Knopf gedrückt. Sich selbst nicht so ernst nehmen, sagen Journalisten zu derartigen Huldigungszeremonien und lächeln.
Die Kugelmühle läuft derzeit ohne Probleme, dafür haben nachgelagerte Technologien diese. Zum Beispiel die biologische Aufbereitung der Abfälle seitens der Technologieverbund Nentzelsrode GmbH (TVN), die Verrottung. Die kleineren Probleme wurden der nnz seitens des Landratsamtes bestätigt. Man habe Schwierigkeiten mit der Einhaltung diverser Kriterien, wie zum Beispiel der Atmungsaktivität des abzulagernden Endproduktes, die aber bald behoben sein sollen.
Klein können diese Probleme allerdings nicht sein, wenn man sich den Thüringer Staatsanzeiger mal genauer ansieht. Dort ist die Genehmigung eines temporären Zwischenlagers durch das Landesverwaltungsamt Weimar veröffentlicht. Das Lager soll auf dem bereits abgedeckten Teil des Polders 6 angelegt werden, Fachbereichsleiter Mathias Ehrhold sprach gegenüber der nnz allerdings von Polder 5, beide liegen übrigens dicht beieinander. Wo auch immer, dort sollen in nächster Zeit mehr als 5.000 Tonnen Abfälle abgelagert werden, die bei TVN nicht bearbeitet, sprich verrottet werden können. Während man im Landratsamt von einer nur kurzzeitigen Zwischenlösung spricht (maximal bis Dezember), wurde das Zwischenlager vorsorglich schon mal für ein Jahr beantragt.
All das wird morgen zwischen Knopfdruck und Häppchenschmaus nicht zur Sprache kommen, schließlich geht es am Freitag um das Vorzeigen einer Musterdeponie mit einer Musteranlage und Musterverträgen mit Herrn Rethmann, die für den Zweckverband und damit auch für den Landkreis Nordhausen so mustergültig vermutlich nicht sind.
