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FDP warnt vor Folgen in der Zahnmedizin

R2G verschließt die Augen vor Engpässen

Mittwoch, 08. September 2021, 08:44 Uhr
Das 30-jährige Bestehen der Kassenzahnärztlichen Vereinigung (KZV) und der Landeszahnärztekammer Thüringen (LZK) ist aus Sicht der FDP im Thüringer Landtag nicht nur ein Grund zum Feiern...

„Schon in naher Zukunft wird es immer schwerer, in Thüringen einen Zahnarzttermin zu ergattern“, kommentiert Robert-Martin Montag, Gesundheitspolitiker der FDP. „In den kommenden fünf Jahren gehen beinahe 50 Prozent der niedergelassenen Zahnmediziner in den wohlverdienten Ruhestand jedoch oft, ohne entsprechende Nachfolger zu finden. Auch Kieferorthopädie-Praxen sterben aus. Dieser dramatischen Entwicklung muss das Land dringend gegensteuern.“

Betroffen sind vor allem ländliche Regionen, da sich junge Zahnmediziner meist in der Stadt niederlassen. Im Weimarer Land ist die Situation besonders dramatisch, ebenso in Sonneberg und im Eichsfeld.

„Wir haben die Landesregierung in den vergangenen anderthalb Jahren mit zahlreichen parlamentarischen Initiativen auf das Problem aufmerksam gemacht und Lösungsvorschläge unterbreitet. Dazu zählen unser Antrag auf Erhöhung der Zahnmedizinstudienplätze in Jena, der Antrag auf Niederlassungsförderung für Zahnmediziner durch das Land und die Forderung nach einem echten Schutzschirm für Zahnärzte während der Pandemie. Doch die rot-rot-grüne Landesregierung verschließt einfach weiter die Augen vor der drohenden Unterversorgung. Wir werden deshalb weiter Druck im Parlament erzeugen“, so Montag.
Autor: red

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