Vorgestellt: Lebenslänglich
Montag, 10. Oktober 2005, 15:38 Uhr
Nordhausen (nnz). Am kommenden Montag wird im Nordhäuser Bürgersaal die aufwühlende Geschichte eines Mannes vorgestellt, der nach der Wende erst als das arbeiten durfte, zu dem er einst zum Studium ausgezogen war. Die nnz mit den Hintergründen.
Vorgestellt: Lebenslänglich (Foto: nnz)
Am kommenden Montag, dem 17. Oktober, um 17 Uhr, liest der Nordhäuser Helmut Pfeiffer im Bürgersaal des Neuen Rathauses aus seinem Buch Lebenslänglich. Freiheit verloren. Recht verloren. Die Stadtverwaltung Nordhausen und die Landesbeauftragte für Stasi-Unterlagen, Hildigund Neubert, laden dazu herzlich ein. Helmut Pfeiffer beschreibt in seinem Buch seinen schweren Weg als Jurist und als politischer Gefangener der DDR. 1929 geboren, hat er sich zum Ende des 2. Weltkrieges politisch für die Sozialdemokratie und beruflich für einen neuen Rechtsstaat entschieden. Doch erst nach 1990 sollte er in Nordhausen die Möglichkeiten haben, politisch und beruflich in diesem Sinne wirken zu können.
In den DDR-Jahren geriet er als junger Jurist in Berlin in die Mühlen des DDR-Polizeistaates und politischen Strafrechtes. Vom 17. Juni 1953 erfuhr er erst von Mitgefangenen, denn zu dieser Zeit saß er bereits im zentralen Stasi-Untersuchungsgefängnis. In einem Schauprozess wurde er zu lebenslänglicher Haft verurteilt, ein Mitangeklagter verlor infolge des Urteils sein Leben.
In den Folgejahren erlebte Pfeiffer viele DDR-Gefängnisse von innen, galt jahrelang als Politischer und Lebenslänglicher, bis er nach 11 Jahren aufgrund eines Amnestie-Erlasses des Staatsrates der DDR am 17. Dezember 1964 entlassen wurde. Bewundernswert dann sein Mut zum beruflichen Neuanfang nach der Wende sowie seine Kraft zum Aufschreiben seiner Lebenserinnerungen an jene Zeit für die nachfolgende Generation. Der Eintritt ist frei. Jeder Gast erhält ein Freiexemplar.
Autor: nnz
Vorgestellt: Lebenslänglich (Foto: nnz)
Am kommenden Montag, dem 17. Oktober, um 17 Uhr, liest der Nordhäuser Helmut Pfeiffer im Bürgersaal des Neuen Rathauses aus seinem Buch Lebenslänglich. Freiheit verloren. Recht verloren. Die Stadtverwaltung Nordhausen und die Landesbeauftragte für Stasi-Unterlagen, Hildigund Neubert, laden dazu herzlich ein. Helmut Pfeiffer beschreibt in seinem Buch seinen schweren Weg als Jurist und als politischer Gefangener der DDR. 1929 geboren, hat er sich zum Ende des 2. Weltkrieges politisch für die Sozialdemokratie und beruflich für einen neuen Rechtsstaat entschieden. Doch erst nach 1990 sollte er in Nordhausen die Möglichkeiten haben, politisch und beruflich in diesem Sinne wirken zu können.In den DDR-Jahren geriet er als junger Jurist in Berlin in die Mühlen des DDR-Polizeistaates und politischen Strafrechtes. Vom 17. Juni 1953 erfuhr er erst von Mitgefangenen, denn zu dieser Zeit saß er bereits im zentralen Stasi-Untersuchungsgefängnis. In einem Schauprozess wurde er zu lebenslänglicher Haft verurteilt, ein Mitangeklagter verlor infolge des Urteils sein Leben.
In den Folgejahren erlebte Pfeiffer viele DDR-Gefängnisse von innen, galt jahrelang als Politischer und Lebenslänglicher, bis er nach 11 Jahren aufgrund eines Amnestie-Erlasses des Staatsrates der DDR am 17. Dezember 1964 entlassen wurde. Bewundernswert dann sein Mut zum beruflichen Neuanfang nach der Wende sowie seine Kraft zum Aufschreiben seiner Lebenserinnerungen an jene Zeit für die nachfolgende Generation. Der Eintritt ist frei. Jeder Gast erhält ein Freiexemplar.
