Richter Kropp: Siegfried und Roy
Montag, 10. Oktober 2005, 09:13 Uhr
Nordhausen/Sondershausen (nnz). In Hachelbich sind beide ein bekanntes Straßenbild: Die Gebrüder Siegfried und Roy G. (51 und 49, Namen geändert). Beide sind nach eigener Darstellung Wendeopfer, denen aufgrund von Sondergesetzen durch gewisse politische Kreise das Leben schwer gemacht würde. Jetzt kümmerte sich Richter Christian Kropp um das Bruderpaar.
Diese Gesetze - sogenannt Hartz IV - seien nur dafür gemacht worden, ihnen die Luft zum Leben zu nehmen. Dies hindert beide jedoch nicht, in Hachelbich am Straßenrand zu stehen und gegen vorbeikommende Wagen zu treten. Wer auf die mit ihren langen Haaren auffälligen Gebrüder besonders achtet, wird schnell mit Mafiaboss oder Stasisau betitelt. Und der kleine Ort hat es auch nicht besonders leicht mit den beiden wunderlichen Gestalten. War es doch Roy G., der kurz nach der Wende ein Schild anbrachte, auf dem der halbe Ort unfreiwillig als angebliche Informationeller Mitarbeiter der Stasi geoutet wurde.
So nimmt es dann nicht wunder, wenn auch einmal ein Bürger Anzeige gegen die Gebrüder G. erhebt. Wegen Beleidigung hatte der Sondershäuser Amtsrichter Christian Kropp jetzt das seltsame Paar vor sich, das lautstark auf Politik und ihren Ort schimpfte. Der durch die oben genannten am 30.05.2005 beleidigenden Äußerungen beschimpfte Zeuge, sei ein Drogenhändler, wie seine ganze Familie. Das wisse ganz Hachelbich.
250 Euro Geldstrafe für beide lautete dann das Urteil des Amtsgerichts Sondershausen in einer Hauptverhandlung, in der sowohl Staatsanwalt als auch Richter Schwierigkeiten hatten, sich verständlich zu machen. Zu laut und emotional traten Siegfried und Roy von Hachelbich auf. Mit viel Geduld und Mühe konnte erst nach einiger Zeit das Urteil verkündet werden. Beide Brüder aus Hachelbich haben gegen das Urteil Rechtsmittel eingelegt.
Autor: nnzDiese Gesetze - sogenannt Hartz IV - seien nur dafür gemacht worden, ihnen die Luft zum Leben zu nehmen. Dies hindert beide jedoch nicht, in Hachelbich am Straßenrand zu stehen und gegen vorbeikommende Wagen zu treten. Wer auf die mit ihren langen Haaren auffälligen Gebrüder besonders achtet, wird schnell mit Mafiaboss oder Stasisau betitelt. Und der kleine Ort hat es auch nicht besonders leicht mit den beiden wunderlichen Gestalten. War es doch Roy G., der kurz nach der Wende ein Schild anbrachte, auf dem der halbe Ort unfreiwillig als angebliche Informationeller Mitarbeiter der Stasi geoutet wurde.
So nimmt es dann nicht wunder, wenn auch einmal ein Bürger Anzeige gegen die Gebrüder G. erhebt. Wegen Beleidigung hatte der Sondershäuser Amtsrichter Christian Kropp jetzt das seltsame Paar vor sich, das lautstark auf Politik und ihren Ort schimpfte. Der durch die oben genannten am 30.05.2005 beleidigenden Äußerungen beschimpfte Zeuge, sei ein Drogenhändler, wie seine ganze Familie. Das wisse ganz Hachelbich.
250 Euro Geldstrafe für beide lautete dann das Urteil des Amtsgerichts Sondershausen in einer Hauptverhandlung, in der sowohl Staatsanwalt als auch Richter Schwierigkeiten hatten, sich verständlich zu machen. Zu laut und emotional traten Siegfried und Roy von Hachelbich auf. Mit viel Geduld und Mühe konnte erst nach einiger Zeit das Urteil verkündet werden. Beide Brüder aus Hachelbich haben gegen das Urteil Rechtsmittel eingelegt.
