nnz-Kurznews am Wochenende (2)
Sonntag, 09. Oktober 2005, 15:32 Uhr
Nordhausen (nnz). Was in Thüringen und in Deutschland an diesem Wochenende bislang so alles los war, das hat die nnz für Sie zusammengetragen. Mit einem Klick auf MEHR sind auch Sie im Bilde.
Unternehmer des Jahres
Der Geschäftsführer der Thüringer Fiber-Trommel GmbH Rositz, Rainer Pöhlmann, ist Thüringer Unternehmer des Jahres 2005. Das teilte der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) heute mit. Der Verband würdigt mit der Auszeichnung alljährlich besondere Leistungsträger. Der Preis wurde gestern auf dem Thüringer Wirtschaftsball verliehen. Ein Ehrenpreis für das Lebenswerk ging an den Erfurter Unternehmer Friedrich Hagans. Fiber-Trommel stellt Verpackungen her.
Späth für Merkel
Der ehemalige CDU-Ministerpräsident Lothar Späth rechnet im Tauziehen um die Kanzlerfrage fest mit einer Entscheidung für die CDU-Vorsitzende Angela Merkel. Im Gegenzug werde die SPD versuchen, in einer großen Koalition möglichst viele Ministerposten für sich zu reklamieren. Das sei der übliche Poker. Die Spitzen von Union und SPD treffen am Sonntagabend zusammen. Ein weiteres Gespräch über Personalien ist nach dpa-Informationen für Montag vorgesehen.
Scheu vor anderen Menschen
Etwa jeder zehnte Bundesbürger leidet nach Einschätzung des Jenaer Psychologen Ulrich Stangier im Laufe seines Lebens an einer krankhaften Scheu vor anderen Menschen. Diese Ängste sind so stark, dass sie den Alltag beeinträchtigen und behandelt werden müssen, sagte der Psychologieprofessor in einem dpa-Gespräch. In der Wissenschaft heißt diese Angststörung soziale Phobie. Das Jenaer Universitätsinstitut für Psychologie untersucht die Entstehung des Phänomens.
Besorgt über Maut-Diskussion
Der deutsche Einzelhandel hat mit Besorgnis auf die Diskussion über eine Pkw-Maut auf Autobahnen reagiert. Autofahren darf nicht teurer werden”, warnte der Sprecher des Hauptverbands des Deutschen Einzelhandels, Hubertus Pellengahr. Das schränke die Konsumbereitschaft der Menschen weiter ein und treffe den Einzelhandel hart. Ein Drama” wäre es, wenn die Maut auch noch mit einer höheren Mehrwertsteuer kombiniert würde.
Niedergestochen
Nach einem Streit in der U-Bahn hat ein etwa 14 Jahre alte Junge in Hamburg einen 17-Jährigen niedergestochen und lebensfährlich verletzt. Wie die Polizei mitteilte, waren die Jugendlichen mit Freunden unterwegs, als der 14-Jährige während der Fahrt plötzlich eine Pistole zog und dem 17-Jährigen an den Hals hielt. Nach Zeugenaussagen zog der 14-Jährige später auf dem Bahnhof ein Messer, stach es dem 17-Jährigen in den Oberkörper und flüchtete mit mindestens vier Freunden.
Widerstand in den Ländern
In den Bundesländern regt sich Widerstand gegen die von den Stromkonzernen beantragten Tariferhöhungen von bis zu sechs Prozent. Hessens Wirtschaftsminister Alois Rhiel kündigte an, diese Preissteigerungen nicht zu genehmigen. Wer so hohe Gewinne einfahre, dürfe den Bürgern nicht noch tiefer in die Taschen greifen, sagte er Bild am Sonntag”. Auch Nordrhein-Westfalen denkt über eine Verweigerung der benötigten Genehmigung nach. In Bayern warnte Wirtschaftsminister Otto Wiesheu die Konzerne zur Zurückhaltung.
Unfall mit Güterzug
Beim Auffahrunfall eines Güterzuges sind am frühen Morgen auf der osthessischen Bahnstrecke Flieden-Obersinn neun Arbeiter leicht und einer schwer verletzt worden. Wie die Bahnpolizei berichtete, war der Güterzug kurz vor einem Tunnel aus zunächst ungeklärter Ursache auf einen stehenden Arbeitszug aufgeprallt. Die Bahnpolizei bezifferte den Sachschaden auf einige hunderttausend Euro. Die Bahnstrecke wurde in beide Richtungen mehrere Stunden lang gesperrt.
Millionen geerbt
Mehr als 18 Millionen Euro sind den Bundesländern im vergangenen Jahr aus privaten Erbschaften zugeflossen. Das ergab eine Umfrage des Focus” bei den Finanzministern der Länder. Das Geld fiel an den Staat, weil die zuständigen Nachlassgerichte keine Erben ermitteln konnten oder der Nachlass ausgeschlagen wurde. 2003 hatten die Länder auf diesem Weg knapp 14 Millionen Euro eingenommen. Mit mehr als vier Millionen Euro Einnahmen führt Nordrhein-Westfalen die Erbliste an. Thüringen nahm dagegen nur 32 000 Euro ein.
Weniger Fördermaßnahmen
Der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Frank- Jürgen Weise, strebt eine Halbierung der Zahl von BA- Fördermaßnahmen an. Aus Sicht der Praxis lässt sich der Katalog sicherlich halbieren, also auf rund 40 Instrumente”, sagte Weise dem Focus”. Voraussetzung sei eine entsprechende Entscheidung der Politik. Kritisch äußerte er sich über die Personal Service Agenturen für temporäre Beschäftigung von Arbeitslosen. Sie hätten sich in vielen Agentur-Bezirken als wenig hilfreich erwiesen”.
Warnung vor Zugeständnissen
Vor dem entscheidenden Spitzengespräch über eine große Koalition haben mehrere CDU-Ministerpräsidenten die Union vor zu großen inhaltlichen Zugeständnisse an die SPD gewarnt. Thüringens Regierungschef Dieter Althaus sagte der Bild am Sonntag”, der Reformbedarf sei so groß, dass Trippelschritte nicht mehr reichten. Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger forderte eine Reformkoalition”. Am Abend wollen sich die Parteichefs von CDU/CSU und SPD sowie der Bundeskanzler treffen, um Streitfragen zu klären.
Autor: nnzUnternehmer des Jahres
Der Geschäftsführer der Thüringer Fiber-Trommel GmbH Rositz, Rainer Pöhlmann, ist Thüringer Unternehmer des Jahres 2005. Das teilte der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) heute mit. Der Verband würdigt mit der Auszeichnung alljährlich besondere Leistungsträger. Der Preis wurde gestern auf dem Thüringer Wirtschaftsball verliehen. Ein Ehrenpreis für das Lebenswerk ging an den Erfurter Unternehmer Friedrich Hagans. Fiber-Trommel stellt Verpackungen her.
Späth für Merkel
Der ehemalige CDU-Ministerpräsident Lothar Späth rechnet im Tauziehen um die Kanzlerfrage fest mit einer Entscheidung für die CDU-Vorsitzende Angela Merkel. Im Gegenzug werde die SPD versuchen, in einer großen Koalition möglichst viele Ministerposten für sich zu reklamieren. Das sei der übliche Poker. Die Spitzen von Union und SPD treffen am Sonntagabend zusammen. Ein weiteres Gespräch über Personalien ist nach dpa-Informationen für Montag vorgesehen.
Scheu vor anderen Menschen
Etwa jeder zehnte Bundesbürger leidet nach Einschätzung des Jenaer Psychologen Ulrich Stangier im Laufe seines Lebens an einer krankhaften Scheu vor anderen Menschen. Diese Ängste sind so stark, dass sie den Alltag beeinträchtigen und behandelt werden müssen, sagte der Psychologieprofessor in einem dpa-Gespräch. In der Wissenschaft heißt diese Angststörung soziale Phobie. Das Jenaer Universitätsinstitut für Psychologie untersucht die Entstehung des Phänomens.
Besorgt über Maut-Diskussion
Der deutsche Einzelhandel hat mit Besorgnis auf die Diskussion über eine Pkw-Maut auf Autobahnen reagiert. Autofahren darf nicht teurer werden”, warnte der Sprecher des Hauptverbands des Deutschen Einzelhandels, Hubertus Pellengahr. Das schränke die Konsumbereitschaft der Menschen weiter ein und treffe den Einzelhandel hart. Ein Drama” wäre es, wenn die Maut auch noch mit einer höheren Mehrwertsteuer kombiniert würde.
Niedergestochen
Nach einem Streit in der U-Bahn hat ein etwa 14 Jahre alte Junge in Hamburg einen 17-Jährigen niedergestochen und lebensfährlich verletzt. Wie die Polizei mitteilte, waren die Jugendlichen mit Freunden unterwegs, als der 14-Jährige während der Fahrt plötzlich eine Pistole zog und dem 17-Jährigen an den Hals hielt. Nach Zeugenaussagen zog der 14-Jährige später auf dem Bahnhof ein Messer, stach es dem 17-Jährigen in den Oberkörper und flüchtete mit mindestens vier Freunden.
Widerstand in den Ländern
In den Bundesländern regt sich Widerstand gegen die von den Stromkonzernen beantragten Tariferhöhungen von bis zu sechs Prozent. Hessens Wirtschaftsminister Alois Rhiel kündigte an, diese Preissteigerungen nicht zu genehmigen. Wer so hohe Gewinne einfahre, dürfe den Bürgern nicht noch tiefer in die Taschen greifen, sagte er Bild am Sonntag”. Auch Nordrhein-Westfalen denkt über eine Verweigerung der benötigten Genehmigung nach. In Bayern warnte Wirtschaftsminister Otto Wiesheu die Konzerne zur Zurückhaltung.
Unfall mit Güterzug
Beim Auffahrunfall eines Güterzuges sind am frühen Morgen auf der osthessischen Bahnstrecke Flieden-Obersinn neun Arbeiter leicht und einer schwer verletzt worden. Wie die Bahnpolizei berichtete, war der Güterzug kurz vor einem Tunnel aus zunächst ungeklärter Ursache auf einen stehenden Arbeitszug aufgeprallt. Die Bahnpolizei bezifferte den Sachschaden auf einige hunderttausend Euro. Die Bahnstrecke wurde in beide Richtungen mehrere Stunden lang gesperrt.
Millionen geerbt
Mehr als 18 Millionen Euro sind den Bundesländern im vergangenen Jahr aus privaten Erbschaften zugeflossen. Das ergab eine Umfrage des Focus” bei den Finanzministern der Länder. Das Geld fiel an den Staat, weil die zuständigen Nachlassgerichte keine Erben ermitteln konnten oder der Nachlass ausgeschlagen wurde. 2003 hatten die Länder auf diesem Weg knapp 14 Millionen Euro eingenommen. Mit mehr als vier Millionen Euro Einnahmen führt Nordrhein-Westfalen die Erbliste an. Thüringen nahm dagegen nur 32 000 Euro ein.
Weniger Fördermaßnahmen
Der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Frank- Jürgen Weise, strebt eine Halbierung der Zahl von BA- Fördermaßnahmen an. Aus Sicht der Praxis lässt sich der Katalog sicherlich halbieren, also auf rund 40 Instrumente”, sagte Weise dem Focus”. Voraussetzung sei eine entsprechende Entscheidung der Politik. Kritisch äußerte er sich über die Personal Service Agenturen für temporäre Beschäftigung von Arbeitslosen. Sie hätten sich in vielen Agentur-Bezirken als wenig hilfreich erwiesen”.
Warnung vor Zugeständnissen
Vor dem entscheidenden Spitzengespräch über eine große Koalition haben mehrere CDU-Ministerpräsidenten die Union vor zu großen inhaltlichen Zugeständnisse an die SPD gewarnt. Thüringens Regierungschef Dieter Althaus sagte der Bild am Sonntag”, der Reformbedarf sei so groß, dass Trippelschritte nicht mehr reichten. Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger forderte eine Reformkoalition”. Am Abend wollen sich die Parteichefs von CDU/CSU und SPD sowie der Bundeskanzler treffen, um Streitfragen zu klären.
