Die blitzende Tonne
Donnerstag, 06. Oktober 2005, 17:16 Uhr
Nordhausen (nnz). Die Polizeidirektion Nordhausen hat die größte zu betreuende Fläche aller Direktionen im Freistaat Thüringen und demzufolge auch das größte Straßenverkehrswegenetz. Und da wird natürlich auch ab und zu mal zu schnell gefahren. Jetzt soll dem eine Tonne entgegenwirken.
Die blitzende Tonne (Foto: nnz)
Nach wie vor schlägt bei allen Verkehrsunfällen überhöhte bzw. nicht angepasste Geschwindigkeit mit einem Anteil von 40,8 % in Thüringen und 42,4 % im Bereich der Polizeidirektion Nordhausen als Hauptunfallursache Nummer 1 zu Buche. Die ständige Erhöhung der Verkehrssicherheit ist allein durch zusätzliches Personal nicht zu lösen. Vielmehr müssen bei der Verkehrsüberwachung neue Wege beschritten und zusätzlich neue Mittel eingesetzt werden, erklärte heute Nachmittag die Polizei und hat vor diesem Hintergrund als sinnvolle Ergänzung in der Verkehrsüberwachung ein neues Messgerät, das SpeedoGuard-System – eine blitzende Mülltonne - beschafft.
Der Vorteil des Systems liegt auf der Hand: Als Container auf Rädern konzipiert, kann SpeedoGuard schnell an jedem Schwerpunkt eingesetzt werden. Während andere Geräte bei Regen pausieren müssen oder die Bildqualität beeinträchtigt wird, macht das SpeedoGuard nichts aus. Auch was den Einsatzort betrifft, zeigt sich der Container flexibel. Und für die innerstädtischen Unfallgefahrenpunkte ist er bestens geeignet, denn er kann sein Aussehen verändern.
Der SpeedoGuard wird von der Verkehrspolizeiinspektion Nordhausen betreut und zum Einsatz gebracht. Diese Dienststelle verfügt nunmehr über
- eine Lichtschrankenmessanlage
- zwei Speed-Systeme (Messwagen)
- einen SpeedoGuard
- ein Laser-Patrol
- und eine Vidista-Anlage. Darüber hinaus kommt in jeder Dienststelle der Polizeidirektion Nordhausen ein Laveg-Gerät zum Einsatz.
Die erste Tonne ist heute entlang der Bundesstraße 80 bei Bernterode/Schacht im Landkreis Eichsfeld getestet worden. Mit 43 Unfällen, 19 Verletzten und drei Toten ist dieser Abschnitt, der lediglich mit 50 kmh befahren werden darf ein Unfallschwerpunkt. Von 2002 bis September dieses Jahres wurden fast 37.000 Fahrzeuge dort gemessen, rund 1.200 Verwarngelder, 197 Bußgelder und 53 Fahrverbote ausgesprochen. Die in diesem Jahr gemessene Höchstgeschwindigkeit betrug 91 kmh, absoluter Spitzenreiter war ein Pkw im Jahr 2002. Damals wurden 103 kmh gemessen.
Aktuell:
Auch heute - zur Premiere - wurde an der B 80 gemessen: 612 Fahrzeuge waren durch die Kontrollstelle gefahren, davon fuhren 32 zu schnell. Die Beamten fertigten drei Anzeigen. Ein schneller Zeitgenosse wird mit einem Fahrverbot rechnen müssen. Dafür war er mit 92 kmh aber auch der Schnellste des heutigen Nachmittages.
Für alle, die eine blitzende Tonne noch nicht kennen, stellt die nnz einige Varianten der Verkleidung vor.
Autor: nnz
Die blitzende Tonne (Foto: nnz)
Nach wie vor schlägt bei allen Verkehrsunfällen überhöhte bzw. nicht angepasste Geschwindigkeit mit einem Anteil von 40,8 % in Thüringen und 42,4 % im Bereich der Polizeidirektion Nordhausen als Hauptunfallursache Nummer 1 zu Buche. Die ständige Erhöhung der Verkehrssicherheit ist allein durch zusätzliches Personal nicht zu lösen. Vielmehr müssen bei der Verkehrsüberwachung neue Wege beschritten und zusätzlich neue Mittel eingesetzt werden, erklärte heute Nachmittag die Polizei und hat vor diesem Hintergrund als sinnvolle Ergänzung in der Verkehrsüberwachung ein neues Messgerät, das SpeedoGuard-System – eine blitzende Mülltonne - beschafft.
Der Vorteil des Systems liegt auf der Hand: Als Container auf Rädern konzipiert, kann SpeedoGuard schnell an jedem Schwerpunkt eingesetzt werden. Während andere Geräte bei Regen pausieren müssen oder die Bildqualität beeinträchtigt wird, macht das SpeedoGuard nichts aus. Auch was den Einsatzort betrifft, zeigt sich der Container flexibel. Und für die innerstädtischen Unfallgefahrenpunkte ist er bestens geeignet, denn er kann sein Aussehen verändern.
Der SpeedoGuard wird von der Verkehrspolizeiinspektion Nordhausen betreut und zum Einsatz gebracht. Diese Dienststelle verfügt nunmehr über
- eine Lichtschrankenmessanlage
- zwei Speed-Systeme (Messwagen)
- einen SpeedoGuard
- ein Laser-Patrol
- und eine Vidista-Anlage. Darüber hinaus kommt in jeder Dienststelle der Polizeidirektion Nordhausen ein Laveg-Gerät zum Einsatz.
Die erste Tonne ist heute entlang der Bundesstraße 80 bei Bernterode/Schacht im Landkreis Eichsfeld getestet worden. Mit 43 Unfällen, 19 Verletzten und drei Toten ist dieser Abschnitt, der lediglich mit 50 kmh befahren werden darf ein Unfallschwerpunkt. Von 2002 bis September dieses Jahres wurden fast 37.000 Fahrzeuge dort gemessen, rund 1.200 Verwarngelder, 197 Bußgelder und 53 Fahrverbote ausgesprochen. Die in diesem Jahr gemessene Höchstgeschwindigkeit betrug 91 kmh, absoluter Spitzenreiter war ein Pkw im Jahr 2002. Damals wurden 103 kmh gemessen.
Aktuell:
Auch heute - zur Premiere - wurde an der B 80 gemessen: 612 Fahrzeuge waren durch die Kontrollstelle gefahren, davon fuhren 32 zu schnell. Die Beamten fertigten drei Anzeigen. Ein schneller Zeitgenosse wird mit einem Fahrverbot rechnen müssen. Dafür war er mit 92 kmh aber auch der Schnellste des heutigen Nachmittages.
Für alle, die eine blitzende Tonne noch nicht kennen, stellt die nnz einige Varianten der Verkleidung vor.



