nnz-online
Bisher wurden knapp 800 Impfdosen verabreicht

Impfen bei Schachtbau

Freitag, 13. August 2021, 12:58 Uhr
Als die im Frühjahr groß angekündigte Impfkampagne der Bundesregierung startete, bot Schachtbau Unterstützung an. Man wollte eine Industriehalle zum Impfzentrum umfunktionieren. Betriebs- oder Hausärzte hätten die Impfungen vorgenommen und Schachtbau-Mitarbeiter die Koordination übernommen...

Impfen bei Schachtbau (Foto: © SCHACHTBAU Gruppe) Impfen bei Schachtbau (Foto: © SCHACHTBAU Gruppe)

Bei lokalen Medizinern und Politikern bis hin zur Landtagsebene stieß das Vorhaben auf breite Zustimmung. Allein das Einverständnis der Kassenärztlichen Vereinigung als genehmigender Behörde blieb aus.

Daher musste zwar von einem Impfen im großen Umfang abgesehen werden, jedoch konnten unternehmensintern Impftermine für Schachtbauer angeboten und erfolgreich durchgeführt werden. Nach entsprechenden Beiträgen in den Regionalmedien bekundeten zahlreiche Unternehmen aus der unmittelbaren Nachbarschaft ebenfalls großes Interesse an Impfungen bei Schachtbau.

So wurden seit 21. Mai über insgesamt vier volle Tage bisher 790 Impfdosen verabreicht. 441 Personen wurden geimpft, die Hälfte davon waren SBN-Mitarbeiter. Daneben erhielten aber auch Mitarbeiter des Bauer-Konzerns sowie zahlreiche Angestellte aus externen Unternehmen der Region Nordthüringen ihre Erst- oder Zweitimpfung. Aufgrund der großen Nachfrage konnte nach kleinen Optimierungen in der Logistik die Taktung erhöht werden. Indem die Richtung der Impftstraße geändert wurde, konnte nun auch ein genügend großer Aufenthaltsbereich zur Beobachtung nach der Impfung gewährleistet werden.

Am bisher letzten Impftermin Mitte Juli wurde sogar ein kleiner Rekord aufgestellt: In nur drei Stunden wurden 171 Impfdosen verabreicht. Das heißt: Im Durchschnitt ist alle 60 Sekunden eine Person geimpft worden - ein Turbo im Vergleich zum Tempo in Impfzentren. Zudem verursacht eine Impfung bei Schachtbau aufgrund der schlanken Logistik deutlich geringere Kosten als die gleiche Impfung im Impfzentrum kosten würde.

Um eine solche Leistung zu vollbringen bedarf es natürlich gut vorbereiteter Räumlichkeiten, klarer Aufgabenverteilungen und reibungsloser Abläufe. Schachtbau koordinierte den gesamten logistischen Ablauf von Terminvergabe über Bereitstellung der Kantine als Impfort bis zur Anmeldung vor Ort. An jedem Termin übernahm einer der beiden Fachärzte für Allgemeinmedizin Dr. med. André Hoy und Diplommediziner Jens Michel den medizinischen Aspekt, führte Vorgespräche und ließ die medizinischen Fachangestellten schließlich das Vakzin von BioNTech oder Johnson & Johnson verabreichen. Jeder Beteiligte konzentrierte sich ausschließlich auf sein Aufgabengebiet und konnte sich dabei absolut auf das Teamwork aller Beteiligten verlassen. Daher ist eine Fortsetzung nicht ausgeschlossen.
Autor: red

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 nnz-online.de