Am Sonntag greift der FSV ins Punktspielgeschehen ein
Wackers Abenteuer Oberliga im zweiten Anlauf
Freitag, 13. August 2021, 14:00 Uhr
Am Sonntag startet für eine blutjunge Wacker-Mannschaft das Abenteuer Oberliga zum zweiten Male. Wie schon in der vergangenen Saison kann es auch unter dem neuen Coach Lars Greschke nur darum gehen, irgendwie die Klasse zu halten …
Das wird in der neuen Spielzeit äußerst schwierig, denn im schlimmsten Falle müssen sechs Teams nach der Saison den Gang in die Verbandsligen antreten. Mit 19 vertretenen Vereine ist die Oberliga Süd des NOFV durch die Corona-Wirren außerdem so aufgebläht wie noch nie zuvor und es gilt bis zum kommenden Mai stramme 36 Punktspiele zu absolvieren.
Für das angestrebte Ziel gestaltet sich der Kader, mit dem der FSV Wacker 90 die Spielzeit angehen will, eher dünn. Zwei Torhüter und 19 Feldspieler hat das Funktionsteam um Greschke zur Verfügung. Im Team ragt Marcus Vopel, der Nestor des Teams mit 31 Jahren, als absolute Identifikationsfigur heraus. Der Junge spielt schon so lange er denken kann in der Parkallee und ist Vorbild für alle seine Kollegen. Erik Schneider (23) und Felix Schwerdt (25) sind weitere Eigengewächse, die hier im Verein als Kinder die ersten Schüsse auf ein Tor abgaben und nun als Hoffnungsträger die jungen Spieler anführen müssen. Robert Knopp ist mit 29 Jahren ein erfahrener Spieler, hat seine Karriere aber vor allem in verschiedenen Landesligen verbracht. Auch er ist angehalten, nun Führungsqualitäten zu beweisen. Der Rest der Truppe könnte auch in einer U23-Mannschaft spielen. Ein Großteil der Jungs sogar noch einige Jahre.
Ob die Qualität des Teams für die Oberliga mit vielen erfahrenen Spielern in den anderen Vereinen, die schon höherklassig gespielt haben oder ausgebildet wurden ausreicht, das wird schon am Sonntag beim ersten Heimspiel gegen die als Wundertüte mit einem Schuss übermäßiger Härte verschrieenen Fußballer von Inter Leipzig zu sehen sein.
So sehr wir den Männern von Lars Greschke einen guten Saisonverlauf wünschen, so sehr steht allerdings auch zu befürchten, dass es ähnlich aussehen könnte wie in der letzten Spielzeit, als der Verein nach acht Spielen ganze zwei Punkte auf dem Konto hatte. Wichtig und wünschenswert wäre, dass endlich die Insolvenz des Fußballsportvereins abgeschlossen werden kann. Auf nnz-Nachfrage bei Insolvenzverwalter Thomas Dithmar ergibt sich da allerdings seit über einem halben Jahr kein neues Bild. Wir stehen kurz vor dem Abschluss und in den nächsten Wochen kann ich Freudiges berichten ist der ständige Tenor seiner Aussagen.
Auch im Verfahren gegen die Spielbetriebs GmbH zeichnen sich keine Fortschritte ab. Die Ermittlungen des Landeskriminalamts wegen Urkundenfälschung, Insolvenzverschleppung und Betrugs seien noch nicht abgeschlossen, die Akten liegt weiter bei der Polizei. So äußert sich der Sprecher der Staatsanwaltschaft ins Mühlhausen. Weiterhin behauptet der Ex-Mäzen Carlo Knauf seine Unterschrift sei gefälscht worden. Zur Untermauerung seiner Aussagen hat er ein neues Schriftgutachten in die Beweiskette eingeführt. Und Wackers Ex-Präsident Kleofas behauptet weiterhin, mit einer eventuellen Urkundenfälschung nichts zu tun zu haben. Auch hier wartet der Insolvenzverwalter Peter Staufenbiel weiterhin ab, was den Nordhäuser Traditionsverein immer noch lähmt.
Keiner der potentiellen Nordhäuser Sponsoren wird sich aus der Deckung begeben, ehe die Insolvenz nicht sauber abgeschlossen ist. Allerdings, so munkelt man hinter vorgehaltener Hand, wurde auch keiner der treuen Wacker-Unterstützer im letzten Jahr vom neuen Präsidium angesprochen. Spätestens im Winter sollten aber die Kommunikationskanäle zwischen Präsidium, Sponsoren und Freunden des Vereins wieder geöffnet sein, damit Wacker notfalls die personell dünne Spielerdecke aufbessern kann.
Im Pokal muss die Wacker-Elf gleich in der ersten Runde nach Erfurt, allerdings nur zum Landeslisten FC Erfurt Nord. Dort gab es allerdings in der Vorbereitung mit einer ersatzgeschwächten Mannschaft eine 0:2-Niederlage für den neuen Trainer Lars Greschke bei seiner Premiere an der Linie.
Übrigens ist nun auch Wackers Ex-Trainer aus besseren Regionalliga-Zeiten, Volkan Uluç, wieder unter der Haube und trainiert ab sofort den Charlottenburger FC Hertha in der NOFV-Oberliga Nord. Dass er Nordhausen mal in einem Relegationsspiel wiedersehen könnte, scheint momentan sehr unwahrscheinlich. Vielleicht kann uns die junge Wackermannschaft aber auch sehr positiv überraschen. Die nnz drückt ihr dafür jedenfalls ganz fest die Daumen in der Saison 2021/22.
Olaf Schulze
Anstoss zum Punktspiel zwischen dem FSV Wacker 90 und Inter Leipzig ist am Sonntag im Albert-Kuntz-Sportpark um 14 Uhr.
Autor: oschDas wird in der neuen Spielzeit äußerst schwierig, denn im schlimmsten Falle müssen sechs Teams nach der Saison den Gang in die Verbandsligen antreten. Mit 19 vertretenen Vereine ist die Oberliga Süd des NOFV durch die Corona-Wirren außerdem so aufgebläht wie noch nie zuvor und es gilt bis zum kommenden Mai stramme 36 Punktspiele zu absolvieren.
Für das angestrebte Ziel gestaltet sich der Kader, mit dem der FSV Wacker 90 die Spielzeit angehen will, eher dünn. Zwei Torhüter und 19 Feldspieler hat das Funktionsteam um Greschke zur Verfügung. Im Team ragt Marcus Vopel, der Nestor des Teams mit 31 Jahren, als absolute Identifikationsfigur heraus. Der Junge spielt schon so lange er denken kann in der Parkallee und ist Vorbild für alle seine Kollegen. Erik Schneider (23) und Felix Schwerdt (25) sind weitere Eigengewächse, die hier im Verein als Kinder die ersten Schüsse auf ein Tor abgaben und nun als Hoffnungsträger die jungen Spieler anführen müssen. Robert Knopp ist mit 29 Jahren ein erfahrener Spieler, hat seine Karriere aber vor allem in verschiedenen Landesligen verbracht. Auch er ist angehalten, nun Führungsqualitäten zu beweisen. Der Rest der Truppe könnte auch in einer U23-Mannschaft spielen. Ein Großteil der Jungs sogar noch einige Jahre.
Ob die Qualität des Teams für die Oberliga mit vielen erfahrenen Spielern in den anderen Vereinen, die schon höherklassig gespielt haben oder ausgebildet wurden ausreicht, das wird schon am Sonntag beim ersten Heimspiel gegen die als Wundertüte mit einem Schuss übermäßiger Härte verschrieenen Fußballer von Inter Leipzig zu sehen sein.
So sehr wir den Männern von Lars Greschke einen guten Saisonverlauf wünschen, so sehr steht allerdings auch zu befürchten, dass es ähnlich aussehen könnte wie in der letzten Spielzeit, als der Verein nach acht Spielen ganze zwei Punkte auf dem Konto hatte. Wichtig und wünschenswert wäre, dass endlich die Insolvenz des Fußballsportvereins abgeschlossen werden kann. Auf nnz-Nachfrage bei Insolvenzverwalter Thomas Dithmar ergibt sich da allerdings seit über einem halben Jahr kein neues Bild. Wir stehen kurz vor dem Abschluss und in den nächsten Wochen kann ich Freudiges berichten ist der ständige Tenor seiner Aussagen.
Auch im Verfahren gegen die Spielbetriebs GmbH zeichnen sich keine Fortschritte ab. Die Ermittlungen des Landeskriminalamts wegen Urkundenfälschung, Insolvenzverschleppung und Betrugs seien noch nicht abgeschlossen, die Akten liegt weiter bei der Polizei. So äußert sich der Sprecher der Staatsanwaltschaft ins Mühlhausen. Weiterhin behauptet der Ex-Mäzen Carlo Knauf seine Unterschrift sei gefälscht worden. Zur Untermauerung seiner Aussagen hat er ein neues Schriftgutachten in die Beweiskette eingeführt. Und Wackers Ex-Präsident Kleofas behauptet weiterhin, mit einer eventuellen Urkundenfälschung nichts zu tun zu haben. Auch hier wartet der Insolvenzverwalter Peter Staufenbiel weiterhin ab, was den Nordhäuser Traditionsverein immer noch lähmt.
Keiner der potentiellen Nordhäuser Sponsoren wird sich aus der Deckung begeben, ehe die Insolvenz nicht sauber abgeschlossen ist. Allerdings, so munkelt man hinter vorgehaltener Hand, wurde auch keiner der treuen Wacker-Unterstützer im letzten Jahr vom neuen Präsidium angesprochen. Spätestens im Winter sollten aber die Kommunikationskanäle zwischen Präsidium, Sponsoren und Freunden des Vereins wieder geöffnet sein, damit Wacker notfalls die personell dünne Spielerdecke aufbessern kann.
Im Pokal muss die Wacker-Elf gleich in der ersten Runde nach Erfurt, allerdings nur zum Landeslisten FC Erfurt Nord. Dort gab es allerdings in der Vorbereitung mit einer ersatzgeschwächten Mannschaft eine 0:2-Niederlage für den neuen Trainer Lars Greschke bei seiner Premiere an der Linie.
Übrigens ist nun auch Wackers Ex-Trainer aus besseren Regionalliga-Zeiten, Volkan Uluç, wieder unter der Haube und trainiert ab sofort den Charlottenburger FC Hertha in der NOFV-Oberliga Nord. Dass er Nordhausen mal in einem Relegationsspiel wiedersehen könnte, scheint momentan sehr unwahrscheinlich. Vielleicht kann uns die junge Wackermannschaft aber auch sehr positiv überraschen. Die nnz drückt ihr dafür jedenfalls ganz fest die Daumen in der Saison 2021/22.
Olaf Schulze
Anstoss zum Punktspiel zwischen dem FSV Wacker 90 und Inter Leipzig ist am Sonntag im Albert-Kuntz-Sportpark um 14 Uhr.

