Arbeitsplätze erhalten
Mittwoch, 05. Oktober 2005, 12:12 Uhr
Nordhausen (nnz). Vor fast drei Wochen hatte Otto Brandt die Insolvenz für seine Firmengruppe beantragt. Was in dieser Zeit passiert ist, das hat jetzt die nnz im Gespräch mit Insolvenzverwalter Carsten Bloß erfahren.
Am Freitag soll für IMG das Insolvenzverfahren eröffnet werden. In der vergangenen Woche waren die Mitarbeiter des Institutes von Carsten Bloß umfassend über die derzeitige Situation informiert worden. Dabei wurde auch über erste Gespräche mit der Nordhäuser Fachhochschule berichtet, ein so genanntes An-Institut zu gründen. Doch das werde nicht von heute auf morgen passieren können, weitere Gespräche sollen allerdings folgen. Wenn am Freitag das Insolvenzverfahren eröffnet wird, dann wechseln die IMG-Mitarbeiter in eine Beschäftigungsgesellschaft, in der sie sich zum Beispiel weiter qualifizieren können. Eine Entlassung sei bislang nicht in Frage gekommen, da damit auch die bisherigen Forschungsergebnisse nicht mehr greifbar gewesen wären.
Etwas freundlicher stellt sich aus Sicht des Insolvenzverwalters die Situation der Igeno Schienenfahrzeuge GmbH dar. Hier konnte Bloß ein Massedarlehen aufnehmen, das aus den Erträgen der Firma bedient werden kann. Auf jeden Fall soll bis Ende Oktober in Niedersachswerfen und Nordhausen weitergearbeitet werden, danach wird auch für dieses Unternehmen das Insolvenzverfahren eröffnet.
All das verkündete Carsten Bloß in der vergangenen Woche den Mitarbeitern auf einer Belegschaftsversammlung. Er stellte dabei auch seine Ziele vor. Auch einer Investorengruppe aus Kasachstan und deren Vermittler. So werde es für den Erfurter Rechtsanwalt ausschließlich Nordhausen als Gerichtsstand geben. Sollte es zur Verhandlung über Vertragsentwürfe kommen, dann müssten diese in deutsch ausgestellt sein. Ein Verkauf der Unternehmen erfolge ausschließlich über Bloß als Insolvenzverwalter.
Auf seine Frage, ob denn nicht irgendwann mal ein Teil der 26 Millionen Euro vorbeigebracht werden könnten, die der Brandtschen Firma vermutlich geschuldet werden, gab die kasachische Seite bekannt, dass es sich bei den jetzigen Interessenten um gänzlich andere Investoren handele. Das hatte Carsten Bloß dann doch ein wenig verwirrt.
Gut für den Mann, dass es auch noch andere Interessenten für die Igeno auf nationaler Ebene gibt, die sich nicht - so der Eindruck von Carsten Bloß – die Option eines Abbaus der Technik und der Verlagerung offen halten würden. Ob letztlich jedoch alle Arbeitsplätze an beiden Standorten gesichert werden können, das hängt davon ab, wie interessant das insolvente Imperium des Otto Brandt zu sein scheint. Auch über einen möglichen Arbeitsplatzabbau sowie die Gründung einer Auffanggesellschaft hat Bloß Gespräche mit einem von der IG Metall beauftragten Anwalt sowie mit dem Betriebsrat aufgenommen.
Autor: nnzAm Freitag soll für IMG das Insolvenzverfahren eröffnet werden. In der vergangenen Woche waren die Mitarbeiter des Institutes von Carsten Bloß umfassend über die derzeitige Situation informiert worden. Dabei wurde auch über erste Gespräche mit der Nordhäuser Fachhochschule berichtet, ein so genanntes An-Institut zu gründen. Doch das werde nicht von heute auf morgen passieren können, weitere Gespräche sollen allerdings folgen. Wenn am Freitag das Insolvenzverfahren eröffnet wird, dann wechseln die IMG-Mitarbeiter in eine Beschäftigungsgesellschaft, in der sie sich zum Beispiel weiter qualifizieren können. Eine Entlassung sei bislang nicht in Frage gekommen, da damit auch die bisherigen Forschungsergebnisse nicht mehr greifbar gewesen wären.
Etwas freundlicher stellt sich aus Sicht des Insolvenzverwalters die Situation der Igeno Schienenfahrzeuge GmbH dar. Hier konnte Bloß ein Massedarlehen aufnehmen, das aus den Erträgen der Firma bedient werden kann. Auf jeden Fall soll bis Ende Oktober in Niedersachswerfen und Nordhausen weitergearbeitet werden, danach wird auch für dieses Unternehmen das Insolvenzverfahren eröffnet.
All das verkündete Carsten Bloß in der vergangenen Woche den Mitarbeitern auf einer Belegschaftsversammlung. Er stellte dabei auch seine Ziele vor. Auch einer Investorengruppe aus Kasachstan und deren Vermittler. So werde es für den Erfurter Rechtsanwalt ausschließlich Nordhausen als Gerichtsstand geben. Sollte es zur Verhandlung über Vertragsentwürfe kommen, dann müssten diese in deutsch ausgestellt sein. Ein Verkauf der Unternehmen erfolge ausschließlich über Bloß als Insolvenzverwalter.
Auf seine Frage, ob denn nicht irgendwann mal ein Teil der 26 Millionen Euro vorbeigebracht werden könnten, die der Brandtschen Firma vermutlich geschuldet werden, gab die kasachische Seite bekannt, dass es sich bei den jetzigen Interessenten um gänzlich andere Investoren handele. Das hatte Carsten Bloß dann doch ein wenig verwirrt.
Gut für den Mann, dass es auch noch andere Interessenten für die Igeno auf nationaler Ebene gibt, die sich nicht - so der Eindruck von Carsten Bloß – die Option eines Abbaus der Technik und der Verlagerung offen halten würden. Ob letztlich jedoch alle Arbeitsplätze an beiden Standorten gesichert werden können, das hängt davon ab, wie interessant das insolvente Imperium des Otto Brandt zu sein scheint. Auch über einen möglichen Arbeitsplatzabbau sowie die Gründung einer Auffanggesellschaft hat Bloß Gespräche mit einem von der IG Metall beauftragten Anwalt sowie mit dem Betriebsrat aufgenommen.
