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EIN WEITERER ANLAUF FÜR DAS ZOLLHÄUSCHEN

Es könnte diesmal von Dauer sein

Sonntag, 01. August 2021, 09:53 Uhr
Das Zollhäuschen im Stadtpark war lange Zeit wegen seiner Kaffeespezialitäten und dem Kuchenangebot eine gefragte Adresse. Nette Frauen bedienten dort abwechselnd ihre Gäste. Für den kleinen Hunger war auch gesorgt. Danach war jahrelang Ebbe. Nun wird es "reanimiert"...

Auch beim gestrigen Stadtparkfest war das Zollhäuschen ein beliebter Anlaufpunkt (Foto: nnz) Auch beim gestrigen Stadtparkfest war das Zollhäuschen ein beliebter Anlaufpunkt (Foto: nnz)
Nordhausen. 2017 belebten es Steven Panse und Vater Mario: mit einer etwas anderen Art amerikanischen Küche: Cowboy Burger, Hot Rod, Tiki Hawaii, Hot Dog und anderes mehr hielt die Speisekarte bereit. Saftiges Rindfleisch kam aus Harzungen. Trotz aller Bemühungen des jungen Mannes fand sich auf Dauer nicht die Anzahl der Gäste ein, um kostendeckend zu sein. Wieder schlief das kleine Haus.

Zwei Jahre später hatte sich der Bulgare Krasimir Haralhmbov ein Herz gefasst. Mit seiner Frau wollte er es wieder beleben. 15 Jahre lang arbeitete er vordem in Griechenland, verfeinerte und erweiterte seine Kenntnisse in Gastronomie und Küche. Seine besonderen Gerichte: das Beefteki-Menü - Rindfleisch mit Olivenöl, Käsefüllung, Reis oder Pommes. Und das „Hähnchen Pita“ mit Tomaten, Gurken, Zwieback. Mit der Pandemie kam das Aus für den Bulgaren. Wieder kehrte Ruhe in das historische Objekt ein.

Jetzt ein erneuter Anlauf. Diesmal scheint das Vorhaben, viel versprechend, auf feste Füße zu kommen und von Dauer zu werden. Speiseeis von Sebastian Brehm, der in der Bahnhofstraße Leckermäuler bewirtet, und Deftiges aus der Gulaschkanone soll es unter anderem geben. Schon beim gestrigen zweiten Parkfest auf der Picknickwiese nebenan waren die neuen Macher mit dabei. Philipp Gerlach ist in Nordhausen kein Unbekannter. Er rettete schon Schenkes Stübchen an der Engelsburg vor dem Aus und hält somit eine beliebte Stätte der Einkehr am Laufen.

Jetzt soll es das Zollhäuschen werden. Auch im und um das Objekt wird aufgepeppt. So wartet wieder eine aufgefrischte Terrasse auf Einkehrer. Wenn nicht eine weitere Corona-Welle einen Strich durch alle Bemühungen macht, wird die kleine Stätte der Einkehr Bestand haben: mit beliebter deutscher Küche, duftendem Kaffee und einem Kuchenangebot, das sich sehen lassen kann. Vor allem ältere Bürger, die gern im Park verweilen, kehren dann wieder täglich gern ein. Philipp Gerlach und seinem Team viel Erfolg.
K. Frank
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