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nnz-Kurznews am Wochenende (1)

Sonntag, 02. Oktober 2005, 17:02 Uhr
Nordhausen (nnz). Was in Thüringen und in Deutschland an diesem langen Wochenende bislang so alles los war, das hat die nnz für Sie zusammengetragen. Mit einem Klick auf MEHR sind auch Sie im Bilde.


Halle niedergebrannt
Im Jenaer Stadtteil Göschwitz ist heute eine Fabrikhalle in Brand geraten. Nach Angaben der Polizei wurde eine Warnmeldung herausgegeben, da nicht auszuschließen war, dass der Qualm gesundheitsschädlich ist. Anwohner wurden aufgefordert, Fenster und Türen zu schließen. Alle Jenaer Feuerwehren seien im Einsatz, um den Brand zu löschen, hieß es. Ersten Angaben zufolge handelt es sich um eine Firma für Oberflächenveredlung.


Tausende bei Festumzug
Beim Thüringentag in Meiningen ist am Sonntag der Festumzug gestartet. Zehntausende betrachten am Mittag das bunte Treiben auf den Straßen der Theaterstadt. Der zweistündige Zug gilt als Höhepunkt des Landesfestes. Mehr als 2500 Mitwirkende stellen über 100 Bilder dar. Erstmals beteiligen sich alle großen Bühnen des Landes an einem Festumzug. Das traditionsreiche Theater Meiningen will seine glanzvolle Geschichte in 22 Bildern präsentieren. Der Thüringentag geht morgen zu Ende.


Mann verbrannt
Beim Brand eines Zweifamilienhauses in Gera ist am Sonntag ein Mann ums Leben gekommen. Die Leiche konnte zunächst nicht identifiziert werden. Es wurde aber davon ausgegangen, dass es sich um den 53-jährigen Eigentümer handelt, der allein in dem Haus wohnte, wie die Polizei mitteilte. Das Gebäude brannte nieder. Als Ursache wurde eine Gasexplosion vermutet. Nachbarn hatten die Feuerwehr am Morgen nach einem lauten Knall alarmiert. Der Schaden wurde auf 60 000 Euro geschätzt. Die Kriminalpolizei nahm die Ermittlungen auf.


Autofahrer gestorben
Bei einem Unfall auf einer Landstraße nahe Schmalkalden ist am Sonntag ein 41 Jahre alter Autofahrer ums Leben gekommen. Nach Polizeiangaben kam sein Wagen am frühen Morgen zwischen Kleinschmalkalden und Brotterode in einer Kurve von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Baum. Der 41-Jährige starb noch an der Unfallstelle.


Forderungen der SPD
Noch vor der Aufnahme von Koalitionsverhandlungen versucht die SPD, wesentlichen Forderungen der Union einen Riegel vorzuschieben. Steuersenkungen können nach den Worten von SPD-Chef Franz Müntefering kein Thema in Koalitionsverhandlungen sein. Seine Stellvertreterin Heidemarie Wieczorek-Zeul blieb in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung” in punkto Arbeitnehmerrechte hart: Die von der Union geforderte Einschränkung der Tarifautonomie lehne die SPD ab. Der Kündigungsschutz müsse erhalten bleiben - so, wie er sei.


Zweifel an Türkei
Mehrere SPD-Politiker haben Zweifel geäußert, ob die Türkei in die Europäische Union aufgenommen werden kann. Entsprechend äußerte sich der Vizevorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Hans-Ulrich Klose, in der „Bild am Sonntag”. Vor dem für morgen geplanten Beginn der Beitrittsverhandlungen sagte er, Mitglied könne die Türkei nur werden, wenn sie beitrittsfähig und die EU aufnahmefähig sei. In den nächsten zehn Jahren werde das nicht der Fall sein.


Klinsmann bangt
Bundestrainer Jürgen Klinsmann muss nach der Absage von Michael Ballack für das Länderspiel gegen die Türkei auch um ein Mitwirken der angeschlagenen Nationalspieler Oliver Kahn und Miroslav Klose bangen. Torhüter Kahn wird trotz einer Knieverletzung morgen zum Treffpunkt der DFB-Auswahl nach Hamburg anreisen. Beim erkrankten Stürmer Klose wurde dagegen am Sonntag eine Entscheidung zunächst vertagt. Absagen für den Fitness-Test der Nationalmannschaft musste der verletzte Stuttgarter Andreas Hinkel.


Sturz überlebt
Wie durch ein Wunder hat ein zweijähriger Junge einen Sturz aus dem fünften Stock eines Hauses in Berlin-Wedding überlebt. Er erlitt nur einen Beckenbruch, teilte die Polizei mit. Lebensgefahr bestehe nicht. Das Kind war gestern Abend in einer Wohnung auf das Fensterbrett geklettert und durch das offen stehende Fenster gestürzt. Die Mutter sei zum Zeitpunkt des Unglücks im unteren Stockwerk der Maisonette-Wohnung von Verwandten gewesen. Das LKA untersucht, ob die Mutter ihre Aufsichtspflicht verletzt hat.


Wende überlebt
Auch 15 Jahre nach der Wiedervereinigung sind DDR- typische Begriffe wie „Plaste”, „Broiler” und „Kaufhalle” in den neuen Ländern noch gebräuchlich. Das hänge auch von der Situation und dem Gesprächspartner ab, wie die Sprachwissenschaftlerin Doris Steffens vom Institut für Deutsche Sprache der dpa erklärt. „Wenn es zwei Begriffe gibt, nimmt man den von der Mehrheit gebrauchten - so beschreibt Steffens den Wandel seit 1990. Weil von der DDR insgesamt nur wenig übernommen wurde, blieb auch in der Sprache kaum etwas.
Autor: nnz

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