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Keimzeit füllt die Kirche

Donnerstag, 29. September 2005, 17:08 Uhr
Nordhausen/Sondershausen (nnz). Schon wärend der Proben strömte das Publikum am Mittwoch Abend in die Trinitatiskirche. Der Raum war voll. Richtig voll. Mit 600 Besuchern wohl das Ereignis schlecht hin in Sondershausen. Klar, wenn Keimzeit dabei ist. Für die nnz war Katrin Landgraf dabei.


Zum dritten Mal wurde das Rock-Oratorium Emmaus nun aufgeführt und in Anbetracht dieses Erfolges, mit dem wirklich keiner gerechnet hätte, steht nun die Überlegung im Raum, das Projekt auszuweiten. Trotz kleinerer Zwischenfälle war das Publikum begeistert von der Vielfalt der Musik, die von Klezmer über Rock und Jazz bis hin zum Barock reichte.

Die Leistung der Solisten war hervorragend und der Chor fand eine Begeisterung, die das Stück erst richtig zum Leben erweckte. Das Orchester spielte präzise und fügte sich in das Gesamtbild ein und Dirigent Jens Goldhardt hatte sichtlich Spaß. Die Keimzeitler Rudi Feuerbach, Hartmut Leisegang und Ralf Benschu starteten mit diesem Projekt ihre Karriere in der Orchestermusik und legten ein hervorragendes Solodebüt vor.

Von genialen Improvisationen bis zu einem dezenten Orchester-Band-Feingefühl mischte sich die Gruppe unter Orchester und Chor und gab der Musik so einen runden Ton. Die drei gaben dem Oratorium einen gewissen Flair von Keimzeit und machen das Stück in nichts mit der CD Aufnahme vergleichbar. Es lebte. Es bekam Farbe und es hat den Musikern Gänsehaut bereitet und das ist das beste Gefühl, das man haben kann. Ein Kommentar eines Besuchers war: "...es glitzerte". Eine wunderschöne Wortwahl, wenn man bedenkt, dass moderne Kirchenmusik nicht jedermanns Sache ist.

Nach einem tosendem Applaus, Standing Ovation und vielen Blumen gab es im Anschluss Brot und Wein vom Weltladen und die Besucher hatten die Möglichkeit sich mit den Musikern auszutauschen.
Katrin Landgraf
Autor: nnz

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