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Nnz-Forumsbeitrag zu Hecken als Biotope

(Ein) AUFSCHREI

Donnerstag, 22. Juli 2021, 13:07 Uhr
"Alle Welt spricht von der Dramatik des Artensterbens, insbesondere von den Insekten, die die vielen Blüten der Blumen, Nutzpflanzen, Sträucher und Bäume bestäuben sollen. Außerdem stehen sie in der Nahrungskette vieler Vögel und einiger Säugetiere ganz oben auf dem Speisezettel." So beginnt der Forumsbeitrag unseres Lesers Harald F....

Rückzugsgebiete dieser Insekten in unserer bebauten Umwelt, also Dörfer und Städte, sind für die Kleinlebewesen nicht nur Gräser, Blumen und Bäume, sondern in den meisten Fällen auch Hecken aus unterschiedlichen Straucharten. Diese Sträucher dienen also nicht nur uns Menschen als Sichtschutz, Staubfang, Sonnenschutz und als gestalterisches Element, welche das ganze Jahr zu Blühen vermag.

Diese Hecken sind, wenn sie denn richtig gepflegt werden, der Lebensraum, der Biotop von recht viel kleinem Getier und auch das Klo von so manchen Vierbeinern. Wichtig ist nur, dass diese ein-, zwei-, drei- und mehrteiligen Anordnungen von Sträuchern, die unsere Vorfahren schon vor Jahrhunderten auch als Windschutz gebrauchten, um die Bodenerosion zu verhindern (nur niemand sprach damals so hochtrabend davon) ein geschlossenes Gebilde aufbauen muß.

Dies wurde nur, wenn es zu üppig wucherte, ein wenig an den Längsseiten zurück gestutzt, aber oben rund, wie die Erde. In sich hält dieses Bauwerk der Natur durch die richtige Anpflanzung durch den Menschen von ganz allein. Also von außen nach innen erst kleinwüchsige, wenig wuchernden Frühblüher und nach Innen größer werdende Arten, immer versetzt gepflanzt, welche auch später oder mehrfach im Jahr Blüten tragen, manchmal auch Essbare.
Im Allgemeinen ist zwar für den Erfolg der gewünschten Eigenschaften so einer Hecke die Bodenqualität von Bedeutung, sie rückt aber durch den geschickten Einsatz von sehr verschiedenen Straucharten in den Hintergrund und kann durch die Unterpflanzung oder einfach durch Gras (Karl Förster sagt: „Die Haare der Erde“) total ausgeglichen werden.

Nun gibt es aber Zeitgenossen, die ALLE wünschenswerten Eigenschaften einer Hecke in den Hintergrund stellen und nur den verkehrssicherungstechnischen Fakt in den Vordergrund stellen, also Absperrung einer Parkfläche zur nächsten und man zwischen den Bäumen und Autos auch noch die kleinen Kinder auf dem Parkplatz sehen muß. Und da sind blühende, geschlossene Hecken total im Wege. Manch Autofahrer fährt ja auch manchmal etwas schneller und da stören solche in sich geschlossenen Biotope total den Verkehrsfluss beim Fahren mit dem 2-4 Gang. Also wird Jasmin (etc.) mit Normalhöhe von 2-3 Meter und 1-2 Meter Breite

AUFSCHREI

Anfang Juli, also „fünf Minuten“ vor der Blüte auf 80 bis 125 cm Höhe und 40 mal 40 cm preußisch exakt zurückgeschnitten. Damit ja der freie Blick eines jeden Autofahrers gewährleistet ist.

Wenn der Leser dann noch weiß, dass solche Verbrechen an der Natur durch Hobbygärtner, also solche Menschen mit dem so genannten „Grünen Daumen“ erfolgen, kommt man doch echt ins Grübeln oder liege ich da sooo falsch?
Und, da dies noch jährlich erfolgte und auch mit Bäumen geschieht, unter der Maßgabe, das Bundeskleingartengesetz läßt ja den Rückschnitt zu, dann

Natürlich, der Ordnung halber, wird auch der Unterwuchs radikal entfernt!
Harald F.

PS: Die ewigen Politnörgeler lassen BITTE ihre geschmacklosen Kommentare weg und gehen lieber in den Stadtrat oder Kreistag und stellen dort Ihre Fragen oder Behauptungen OFFEN.
Anmerkung der Redaktion:
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