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Nummer eins spricht

Mittwoch, 28. September 2005, 11:51 Uhr
Nummer eins spricht (Foto: nnz) Nummer eins spricht (Foto: nnz) Raphael Baumann (22), ist der sichere Rückhalt der Wacker-Mannschaft in der noch jungen Landesliga-Saison. Mit einer Reihe von Glanzparaden hat der spielintelligente Torhüter aus dem badischen Freiburg, der schon als kleiner Junge Torwart sein wollte, wertvolle Punkte für die Nordhäuser festgehalten. Vor dem nächsten Nordthüringen-Derby gegen den Mitaufsteiger SC Heiligenstadt sprach die nnz mit dem Keeper.

nnz: Welche Eindrücke haben Sie nach zwei Monaten von Nordhausen und dem Umfeld gewonnen?

R. Baumann: Durchweg positive Eindrücke. Es gefällt mir gut hier, ich habe mich gut eingelebt und mit Marco Weißhaupt einen ortskundigen Freund, der mir alles mögliche zeigt.

nnz: Letzten Samstag gab es den ersten Auswärtssieg für Wacker in der Thüringenliga. Wie haben Sie das Spiel gesehen?

R. Baumann: Es war ein Kampfspiel und wir haben glücklich gewonnen. Die Steinacher haben uns enorm unter Druck gesetzt und eine harte Gangart an den Tag gelegt. Aber wenn man oben steht, dann gewinnt man auch solche Spiele.

nnz: Wie trainieren Sie, um sich so gut in Form zu halten?

R. Baumann: Voriges Jahr in Teningen hatte ich das Glück, jeden Tag zwei Einheiten zu trainieren. Das waren nahezu Profibedingungen. Derzeit machen wir hier auch spezielles Torwarttraining mit Uwe Etzrodt und dann trainiere ich in der Mannschaft mit. Hin und wieder gehe ich auch ins Fitnesscenter.

nnz: Sie sind ein Torhüter moderner Prägung, der sehr gut mitspielt. Haben Sie konkrete Vorbilder?

R. Baumann: Oliver Kahn, obwohl er eher kein mitspielender Torwart ist. Aber der arbeitet extrem viel und hart für seinen Erfolg. Das beeindruckt mich. Früher fand ich Stefan Klos immer Klasse.

nnz: Welche Unterschiede gibt es in den Auffassungen und Spielanlagen zwischen ihrer badischen Heimat und Thüringen?

R. Baumann: Ganz allgemein vielleicht, dass in Thüringen robuster und körperbetonter gespielt und in Freiburg eher eine technisch feinere Klinge geschlagen wird. Damit will ich nicht sagen, dass die Thüringer Fußballer technisch schwächer sind, ganz im Gegenteil. Aber die Bewegungsabläufe sind anders und die Verschiebungen der einzelnen Mannschaftsteile während des Spiels laufen anders.

nnz: Was sind ihre kurzfristigen Ziele in Nordhausen?

R. Baumann: Ich will mit der Mannschaft sportlich Erfolg haben und mein eben begonnenes Studium an der Fachhochschule erfolgreich bestreiten.

nnz: Wie haben Sie die Derbystimmung im Spiel gegen Sondershausen erlebt?

R. Baumann: Hauptsächlich über die Zuschauer und die großartige Kulisse, die uns nach vorn getrieben hat. Das motiviert jeden Fußballer zu noch größeren Anstrengungen. Ich hoffe, dass wir im nächsten Heimspiel wieder so eine starke Unterstützung bekommen.

nnz: Am Samstag geht es im AKS gegen den Mitaufsteiger Heiligenstadt. Warum gewinnt Wacker das Spiel?

R. Baumann: Ich wünsche mir sehr, dass wir gewinnen, weil das wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt wären. Allerdings dürfen wir die Eichsfelder nicht unterschätzen. Ein Sieg ist nur dann realistisch, wenn wir so fighten wie gegen Sondershausen und Steinach. So lange hinten die Null steht verlieren wir nicht.
Das nnz-Gespräch führte Olaf Schulze
Autor: osch

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