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Antwort von der Bahn

Dienstag, 27. September 2005, 13:47 Uhr
Nordhausen/Sollstedt (nnz). Am 12. September hatte die Gemeindeverwaltung Sollstedt einen Brief an die Deutschen Bahn AG geschrieben. Die Sollstedter wollten wissen, ob der Bahnübergang in der Kolonie nach dem schweren Unglück sicher sei? Jetzt kam die Antwort.


Natürlich „bedauert“ die Niederlassung Südost der Deutschen Bahn AG in Leipzig den tragischen Unfall „außerordentlich“, bei dem zwei junge Frauen getötet worden waren. „Wir können Ihnen versichern, dass sich die betreffende Bahnübergangssicherungsanlage in einem funktionstüchtigen Zustand befindet und der Bahnübergang aus dieser Sicht gefahrlos benutzt werden kann“, schreiben die Verantwortlichen aus Leipzig.

Dann allerdings ein doch überraschender Satz: „Am Unfalltag war die Kommunikation zwischen dem Stellwerk und dem Bahnübergang durch ein im Rahmen vorzubereitender Bauarbeiten zur A 38 beschädigtes Fernmeldekabel gestört, auch dieses Kabel ist unverzüglich repariert worden.“ Da stellt sich für den unbefangenen Beobachter doch die Frage, ob dieses beschädigte Kabel mit zu dem Unglück geführt haben könnte?

Dementsprechend geht es dann auch weiter: „Hinsichtlich des genauen Unfallhergangs und der Ursache des Unfalls laufen staatsanwaltschaftliche Ermittlungen, über deren Stand wir momentan leider keine Kenntnis haben.“ Die ersten Ergebnisse werden laut Staatsanwaltschaft Mitte des kommenden Monats erwartet.
Autor: nnz

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