Gewandert und gefeiert
Montag, 26. September 2005, 07:32 Uhr
Nordhausen/Niedersachswerfen (nnz). Die nnz-Redaktion hatte am Wochenende eine Party von Naturschützern in Niedersachswerfen angekündigt. Was da auf der Fete so abging, das hat die nnz natürlich auch erfahren.
Gewandert und gefeiert (Foto: nnz)
Auf großes Interesse stieß die vom BUND Landesverband und dem Nordhäuser Kreisverband initiierte Feier zum erfolgten Flächenkauf im Gipskarst in der Gemarkung Niedersachswerfen. Während der zweistündigen Wanderung konnten sich die rund 30 Teilnehmer von der Schönheit der Gipskarstlandschaft auch abseits des Karstwanderweges überzeugen. Der Rundwanderweg führte unterhalb des markanten Steilhanges am Mühlberg vorbei an wassergefüllten Erdfällen wie dem Tanzteich, durch den u.a. käuflich erworbenen ehemaligen Steinbruch der Firma Probst und zurück durch den Karstbuchenwald des Naturschutzgebietes Mühlberg. Die Wanderer waren erstaunt über die Vielfalt an unterschiedlichsten Biotoptypen auf engstem Raum. Man war sich darüber einig, dass der Erhalt der Landschaft und eine nachhaltig umweltgerechte Vermarktung oberste Priorität haben sollte.
Der Landschaftsraum um Niedersachswerfen ist laut vorliegender Studie zur Ausweisung als Pflegezone in einem zukünftigen Biosphärenreservat geeignet. Das heißt, in dieser Kulturlandschaft sollte eine standortgerechte land- und forstwirtschaftliche Nutzung betrieben und unter diesem wirtschaftlichen Aspekt auch im touristischen Sektor vermarktet werden.
Ein Beispiel dafür, dass dies gelingen kann und gleichzeitig den Bewirtschaftern in der Region eine wichtige Einkommensquelle liefert, wurde durch die im Anschluss an die Wanderung im Cafe am Mühlberg angebotenen regionalen Produkte auf dem geschmackvoll angerichteten Buffet überzeugend bewiesen. Der BUND bedankt sich auf diesem Wege nochmals bei allen regionalen Akteuren, die am Flächenerwerb durch ihr Engagement mitgewirkt haben. Nun gilt es, dass Ziel der Ausweisung eines Biosphärenreservates weiter zu untersetzen.
Allerdings, so wurde einhellig festgestellt, bedarf es dazu der Unterstützung durch die Thüringer Landesregierung und einer eindeutigen Positionierung zum Erhalt der in Europa einmaligen Gipskarstlandschaft Südharz. Es gelte nun, dem Beispiel Sachsen Anhalts zu folgen.
Autor: nnz
Gewandert und gefeiert (Foto: nnz)
Auf großes Interesse stieß die vom BUND Landesverband und dem Nordhäuser Kreisverband initiierte Feier zum erfolgten Flächenkauf im Gipskarst in der Gemarkung Niedersachswerfen. Während der zweistündigen Wanderung konnten sich die rund 30 Teilnehmer von der Schönheit der Gipskarstlandschaft auch abseits des Karstwanderweges überzeugen. Der Rundwanderweg führte unterhalb des markanten Steilhanges am Mühlberg vorbei an wassergefüllten Erdfällen wie dem Tanzteich, durch den u.a. käuflich erworbenen ehemaligen Steinbruch der Firma Probst und zurück durch den Karstbuchenwald des Naturschutzgebietes Mühlberg. Die Wanderer waren erstaunt über die Vielfalt an unterschiedlichsten Biotoptypen auf engstem Raum. Man war sich darüber einig, dass der Erhalt der Landschaft und eine nachhaltig umweltgerechte Vermarktung oberste Priorität haben sollte.
Der Landschaftsraum um Niedersachswerfen ist laut vorliegender Studie zur Ausweisung als Pflegezone in einem zukünftigen Biosphärenreservat geeignet. Das heißt, in dieser Kulturlandschaft sollte eine standortgerechte land- und forstwirtschaftliche Nutzung betrieben und unter diesem wirtschaftlichen Aspekt auch im touristischen Sektor vermarktet werden.
Ein Beispiel dafür, dass dies gelingen kann und gleichzeitig den Bewirtschaftern in der Region eine wichtige Einkommensquelle liefert, wurde durch die im Anschluss an die Wanderung im Cafe am Mühlberg angebotenen regionalen Produkte auf dem geschmackvoll angerichteten Buffet überzeugend bewiesen. Der BUND bedankt sich auf diesem Wege nochmals bei allen regionalen Akteuren, die am Flächenerwerb durch ihr Engagement mitgewirkt haben. Nun gilt es, dass Ziel der Ausweisung eines Biosphärenreservates weiter zu untersetzen.
Allerdings, so wurde einhellig festgestellt, bedarf es dazu der Unterstützung durch die Thüringer Landesregierung und einer eindeutigen Positionierung zum Erhalt der in Europa einmaligen Gipskarstlandschaft Südharz. Es gelte nun, dem Beispiel Sachsen Anhalts zu folgen.
