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Für junge HSG-Leichtathleten:

Das war ein erfolgreicher Saisonauftakt

Donnerstag, 08. Juli 2021, 16:42 Uhr
Am letzten Sonntag fand im Sachsen-Anhaltinischen Bernburg bei hochsommerlichen Temperaturen der 7. Stadtwerkecup Bernburg statt. Eine Delegation von sieben Athleten der HSG Nordhausen fuhr an die Stadt an der Saale um sich der Konkurrenz aus Magdeburg, Halle, Stendal, Bernburg und Dessau zu stellen...

Das erfolgreiche Team der HSG (Foto: HSG) Das erfolgreiche Team der HSG (Foto: HSG)

Der einzige Verein aus dem Landkreis Nordhausen konnte am Ende des Tages respektvolle Ergebnisse für sich verbuchen und 11 Medaillen (6x Gold, 3x Silber, 2x Bronze) mit nach Hause nehmen. Das erst Anfang Mai wieder erlaubte Trainings war folglich sehr zielführend, nachdem beinahe sechs Monate lang Vereinssport pandemiebedingt nicht erlaubt war. Somit handelte es sich für die sieben Nachwuchs-Leichtathleten der HSG Nordhausen um den ersten Wettkampf seit Monaten. Der Wettkampf des PSV-Bernburg war trotz strenger pandemiebedingter Auflagen und mehr als 400 Athleten sowohl organisatorisch als auch sportlich ein voller Erfolg.

In der jüngsten Altersklasse 8 starteten bei den Mädchen Nele Schiek und Mathilde Rammelt. Beide konnten in den Disziplinen Ausrufezeichen setzen. So gewann Mathilde den Schlagballweitwurf mit 22,15 Meter und 60 Zentimeter Vorsprung vor der Zweitplatzierten. Nele verpasste ihre Zielmarke von 15 Metern mit 14,39 Meter knapp und wurde Siebte von 24 Teilnehmern. Im Sprint zeigten beide ihr Talent. Nele verpasste im 50-Meter-Sprint mit 9,28 Sekunden um 2 Zehntel-Sekunden den Einzug ins Finale. Diesen machte Mathilde mit flinken 8,61 Sekunden als Vorlaufschnellste klar. Im Finale stolperte Mathilde jedoch beim Start und eroberte immerhin mit einem super Finish und 8,81 Sekunden noch den Silberrang. Im Weitsprung besetzte Nele mit 2,89 Meter den 9 Platz. Für Mathilde reichte es am Ende mit 3,13 Metern für Platz vier von 24 Teilnehmerinnen. Im abschließenden 800-Meter-Lauf zeigte Nele ihre Stärken und kämpfte sich mit einem beherzten Zieleinlauf mit 3:23,18 Minuten auf Platz 6 von 19 Läuferinnen vor. In der Abschlusswertung des integrierten Dreikampfes (50m, Ball und Weitsprung) konnte Mathilde ebenfalls den Sieg sichern und Nele erreichte mit Platz 6 ein äußerst respektables Ergebnis.

Bei den Jungen in der Altersklasse 8 startete als einziger männlicher Vertreter der HSG Artur Schönemann und erwies sich am Ende des Tages als Edelmetallsammler und erregte Aufsehen. Mit drei Gold- und zwei Silbermedaillen zeigte er sich in glänzender Form und beendete jeden seiner Wettkämpfe auf dem Treppchen. Im 50-Meter-Lauf hielt er mit 8,72 Sekunden als Sieger das 12-köpfige Verfolgerfeld klar auf Distanz. Im Schlagballweitwurf reichten 27,46 Meter und ein Vorsprung von über vier Metern auf den Bronzemedaillengewinner für den zweiten Platz. Mit einem Satz von 3,25 Metern in die Grube sicherte sich Artur mit einem Abstand von 19 Zentimetern zum Zweitplatzierten auch hier die goldene Auszeichnung. Im finalen 800-Meter-Lauf zeigte der junge Athlet, dass auch auf den mittleren Distanzen mit ihm zu rechnen ist. Platz zwei und 3:12,28 Minuten stehen zu Buche. Am Ende landete Artur in der Endabrechnung des Dreikampfes auf Platz eins und sicherte sich damit die fünfte Medaille.
Bei den Mädchen der Altersklasse 9 traten Lucie Rieger und Ida Krause in einem Starterfeld von mehr als 35 Athletinnen in jeder Disziplin an. Ida, die erst letztes Jahr mit der Leichtathletik begonnen hat und in Bernburg ihren ersten Wettkampf absolvierte zeigte, dass in Zukunft mir ihr zu rechnen ist. Insbesondere im Sprint konnte sie eine beachtliche Zeit erzielen. Mit 8,93 Sekunden und erste Ihres Vorlaufs verpasste sie nur knapp den Einzug in den Endlauf und landete am Ende auf Rang 9. Im Weitsprung und Schlagballweitwurf konnte sie sich mit soliden Leistungen (Ballwurf 15,02 m Platz 22 und Weitsprung 3,13 Meter Platz 17) im Mittelfeld behaupten. In der Dreikampfwertung belegte Ida den 21. Platz. Lucie Rieger konnte ihre Wettkampfroutine je einmal vergolden und versilbern. Im 50-Meter-Sprint zog sie mit 8,72 Sekunden als Vorlauf-Sechste gerade noch so ins Finale eine. Im Endlauf legte Lucie mit 8,47 Sekunden eine ordentliche Schippe drauf und wurde mit einem spektakulären Zielsprung noch Zweite. Im Weitsprung konnte sie ihre Grundschnelligkeit in wirklich beeindruckende Weiten umsetzen. Hier siegte sie in einem engen Duell mit 3,89 Metern knapp vor ihrer Konkurrentin. Am Ende trennten beide nur 7 Zentimeter. Im Ballwurf erreichte Lucie mit 18,24 Metern den 13. Rang während sie im 800-Meter-Lauf nach einer Startrangelei und Sturz noch vom vorletzten Platz beherzt auf die 8 Position vorlief. Mit 640 Punkten wurde Lucie am Ende des Tages im Dreikampf auf Platz 5 von 37 gewertet.
In der Altersklasse W11 trat Kaydance Schulter in einem beeindruckenden Starterfeld von über 50 Teilnehmerinnen an. Ihr Talent zeigte sie hierbei vor allem im Sprint. Als Siegerin Ihres Vorlaufes zog sie souverän in den Endlauf ein und erreichte in diesem nach starken 7,80 Sekunden den sechsten Platz. In Zukunft wird auf den kurzen Sprintdistanzen ganz klar mit ihr zu rechnen sein. Der Schlagballweitwurf (24,41 Meter – Platz 26) und Weitsprung (3,70 Meter – Platz 25) blieb etwas unter ihren Erwartungen. Sollte sie in Zukunft ihre Schnelligkeit konsequent im Weitsprunganlauf umsetzen, werden spürbare Verbesserungen möglich sein.

Als einzige Teilnehmerin der HSG in der Altersklasse W12 startete Yasmin Roesch im Weit- und Hochsprung sowie im 800-Meter-Lauf. Leider begann der Wettkampftag für Yasmin nicht optimal. Probleme mit dem Anlauf und erheblich verschenkte Versuche ließen sie bereits am Vorkampf scheitern. Die sonst sichere Viermeter-Springerin verpasste als Neunte mit 3,58 Metern knapp den Einzug in den Endkampf und die Chance sich zu verbessern. Im Hochsprung lief es leider auch nicht viel besser. Mit 1,14 Metern wurde sie unter Ihren Erwartungen auf Rang 5 geschlagen. Am Ende des Tages belohnte Yasmin sich im 800-Meter-Lauf mit dem Bronzerang. In einem gut eingeteilten Rennen konnte sie stets im vorderen Feld mithalten und lief mit einer Zeit von 2:50,14 Minuten über die Ziellinie.

Zum Abschluss der Veranstaltung konnten die beiden Trainer der HSG eine sehr positive Bilanz für ihr Team ziehen und eine Standortbestimmung durchführen. In die nächsten Wettkämpfe können ihre Schützlinge also mit ausreichend Selbstbewusstsein gehen.
Autor: red

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