Statistisches Landesamt bestätigt für 2020 deutlich mehr Suizide
Covid-Tote in Sterbestatistik mit geringer Prozentzahl
Donnerstag, 08. Juli 2021, 11:05 Uhr
Erstmals veröffentlichte das Thüringer Landesamt für Statistik heute eine vorläufige Ergebnisse Todesursachenstatistik für das vergangene Jahr. Danach wird für 3,4 Prozent der Verstorbenen (1034 Menschen) ursächlich das COVID-19-Virus als Todesursache angegeben. Allein im Dezember starben 987 Covid-Patienten. Die Anzahl der Suizide im Freistaat stieg um fast 15 Prozent an …
Im Jahr 2020 verstarben insgesamt 30 226 Thüringer Bürgerinnen und Bürger, davon 15 334 Männer und 14 892 Frauen. Das waren 1 030 Personen bzw. 3,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.
Nach ersten vorläufigen Angaben des Thüringer Landesamtes für Statistik erlag der Großteil der Verstorbenen (11475 Menschen bzw. 38 Prozent) einer Krankheit des Kreislaufsystems. Die zweithäufigste Todesursache im Jahr 2020 war mit 7 041 Fällen bzw. einem Anteil von 23,3 Prozent eine Neubildung von Körpergewebe (Krebs). Darunter erlagen 97,1 Prozent bzw. 6 836 Thüringerinnen und Thüringer einer bösartigen Neubildung.
An COVID-19 starben im Jahr 2020 den ersten vorläufigen Ergebnissen der Todesursachenstatistik zufolge insgesamt 1 037 Thüringerinnen und Thüringer. Hierbei wurde COVID-19 nach Angaben auf dem Totenschein als sogenanntes Grundleiden kodiert. Davon waren 99,7 Prozent (1 034 Menschen) labordiagnostisch nachgewiesene (ICD U07.1) und 0,3 Prozent (3 Menschen) klinisch-epidemiologisch (ICD U07.2) bestätigte Fälle. In weiteren 370 Fällen wurde COVID-19 als Begleiterkrankung angegeben, welche nicht ursächlich für den Tod gewesen ist.
Im März 2020 wurden erstmals Sterbefälle in Thüringen aufgrund von COVID-19 gemeldet. Der Großteil (978 Fälle bzw. 69,5 Prozent) der COVID-19-Sterbefällen bei denen das Virus als Grundleiden oder Begleiterkrankung signiert wurde, ist im Berichtsmonat Dezember 2020 zu verzeichnen.
Bei 947 Fällen bzw. 3,1 Prozent führten Verletzungen, Vergiftungen und bestimmte andere Folgen äußerer Ursachen (nicht natürlicher Tod) zum Tod. Im Jahr 2019 betrug der Anteil 4,5 Prozent (1 321 Fälle). Durch Suizid beendeten 328 Menschen ihr Leben. Das waren 14,7 Prozent mehr als im Vorjahr.
Die hier vom Thüringer Landesamt für Statistik veröffentlichten vorläufige Angaben zur Todesursachenstatistik erfassen zum Zeitpunkt der Auswertung 99,6 Prozent der Fälle. Die Todesursachenstatistik verarbeitet die Angaben zu den Todesursachen und den Umständen des Todes nach den Angaben auf dem Totenschein. Auf der Basis des Regelwerks der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird anhand dieser Eintragungen, die als Kausalkette von dem unmittelbar zum Tode führenden Leiden bis zum Grundleiden zurückführen, die Todesursache ermittelt.
Zum endgültigen Ergebnis sind noch Veränderungen an den Daten zu erwarten. Hintergrund dafür ist, dass zeitlich verzögerte Nachmeldungen, Korrekturen oder Austauschdaten anderer Länder zum Stichtag der Auswertung noch nicht vorlagen. Die endgültigen Ergebnisse der Todesursachenstatistik liegen voraussichtlich erst im Herbst vor.
Die COVID-19-Sterbefälle werden auf zwei Meldewegen erfasst: zum einen über die amtliche Todesursachenstatistik, zum anderen über die Meldepflichten nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG). Das Robert Koch-Institut (RKI) und die Landesgesundheitsbehörden veröffentlichen COVID-19-Sterbefallzahlen nach dem IfSG. Zwischen den beiden Statistiken kann es verfahrenstechnisch bedingt zu Diskrepanzen bezüglich der COVID-19-Sterbefälle kommen. Ein Vergleich dieser beiden Statistiken ist daher nur eingeschränkt möglich, teilt das Statistische Landesamt abschließend mit.
Autor: redIm Jahr 2020 verstarben insgesamt 30 226 Thüringer Bürgerinnen und Bürger, davon 15 334 Männer und 14 892 Frauen. Das waren 1 030 Personen bzw. 3,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.
Nach ersten vorläufigen Angaben des Thüringer Landesamtes für Statistik erlag der Großteil der Verstorbenen (11475 Menschen bzw. 38 Prozent) einer Krankheit des Kreislaufsystems. Die zweithäufigste Todesursache im Jahr 2020 war mit 7 041 Fällen bzw. einem Anteil von 23,3 Prozent eine Neubildung von Körpergewebe (Krebs). Darunter erlagen 97,1 Prozent bzw. 6 836 Thüringerinnen und Thüringer einer bösartigen Neubildung.
An COVID-19 starben im Jahr 2020 den ersten vorläufigen Ergebnissen der Todesursachenstatistik zufolge insgesamt 1 037 Thüringerinnen und Thüringer. Hierbei wurde COVID-19 nach Angaben auf dem Totenschein als sogenanntes Grundleiden kodiert. Davon waren 99,7 Prozent (1 034 Menschen) labordiagnostisch nachgewiesene (ICD U07.1) und 0,3 Prozent (3 Menschen) klinisch-epidemiologisch (ICD U07.2) bestätigte Fälle. In weiteren 370 Fällen wurde COVID-19 als Begleiterkrankung angegeben, welche nicht ursächlich für den Tod gewesen ist.
Im März 2020 wurden erstmals Sterbefälle in Thüringen aufgrund von COVID-19 gemeldet. Der Großteil (978 Fälle bzw. 69,5 Prozent) der COVID-19-Sterbefällen bei denen das Virus als Grundleiden oder Begleiterkrankung signiert wurde, ist im Berichtsmonat Dezember 2020 zu verzeichnen.
Bei 947 Fällen bzw. 3,1 Prozent führten Verletzungen, Vergiftungen und bestimmte andere Folgen äußerer Ursachen (nicht natürlicher Tod) zum Tod. Im Jahr 2019 betrug der Anteil 4,5 Prozent (1 321 Fälle). Durch Suizid beendeten 328 Menschen ihr Leben. Das waren 14,7 Prozent mehr als im Vorjahr.
Die hier vom Thüringer Landesamt für Statistik veröffentlichten vorläufige Angaben zur Todesursachenstatistik erfassen zum Zeitpunkt der Auswertung 99,6 Prozent der Fälle. Die Todesursachenstatistik verarbeitet die Angaben zu den Todesursachen und den Umständen des Todes nach den Angaben auf dem Totenschein. Auf der Basis des Regelwerks der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird anhand dieser Eintragungen, die als Kausalkette von dem unmittelbar zum Tode führenden Leiden bis zum Grundleiden zurückführen, die Todesursache ermittelt.
Zum endgültigen Ergebnis sind noch Veränderungen an den Daten zu erwarten. Hintergrund dafür ist, dass zeitlich verzögerte Nachmeldungen, Korrekturen oder Austauschdaten anderer Länder zum Stichtag der Auswertung noch nicht vorlagen. Die endgültigen Ergebnisse der Todesursachenstatistik liegen voraussichtlich erst im Herbst vor.
Die COVID-19-Sterbefälle werden auf zwei Meldewegen erfasst: zum einen über die amtliche Todesursachenstatistik, zum anderen über die Meldepflichten nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG). Das Robert Koch-Institut (RKI) und die Landesgesundheitsbehörden veröffentlichen COVID-19-Sterbefallzahlen nach dem IfSG. Zwischen den beiden Statistiken kann es verfahrenstechnisch bedingt zu Diskrepanzen bezüglich der COVID-19-Sterbefälle kommen. Ein Vergleich dieser beiden Statistiken ist daher nur eingeschränkt möglich, teilt das Statistische Landesamt abschließend mit.
