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nnz-Forum: Nachrechnen

Samstag, 24. September 2005, 09:41 Uhr
Nordhausen (nnz). Zur Diskussion um den Bauhof, die von nnz-Leser Volker Theuerkauf in Gang gebracht worden ist, meldet sich jetzt ein Bauunternehmer zu Wort. Einzelheiten mit einem Klick auf MEHR.


Genau die selbe Frage zur effektiven Arbeit eines städtischen Bauhofs beschäftigt regelmäßig den Stadtrat Ellrich. Sicherlich ist die Meinung des Herrn Kohhause richtig, dass für diese Mitarbeiter mit einem günstigen Stundenverrechnungssatz gerechnet wird, allerdings ist diese Rechnung nicht ganz korrekt. Zunächst muß man fragen, wie effektiv die "günstige" Arbeitszeit genutzt wird? Diese Frage klärt sich ganz einfach über eine quantitative und qualitative Erfassung der geleisteten Arbeiten. Das macht natürlich viel Arbeit, deshalb macht es sicher keine Verwaltung. Wenn man zum Stundensatz von ca. 25 Euro eine Leistung (z.B. Pflaster legen) in 2 Stunden erbringt, ist es letztendlich doch nicht günstiger, wenn eine private Firma die selbe Arbeit in einer Stunde für 30 Euro bringt.

Weiterhin sollten die Kommunen darüber nachdenken, was ihre Bauhöfe in der Zeit machen ,wenn aus Witterungsgründen oder weil kein Material zur Verfügung steht. Autos und Technik pflegen ist zwar notwendig, kostet aber Geld und bringt nichts für den Haushalt. Abschließend spricht das Argument der Gewährleistung gegen Bauhöfe. Wird eine Leistung von Privatfirmen erbracht, kostet das 1 mal Geld mit bis zu 5 Jahren Gewährleistung - treten Mängel auf, sind die Kosten der Nacharbeit für die Kommune ohne Belang, bei Leistungen des Bauhofs landen die Kosten wieder im Stadtsäckel. Außerdem fehlt jeder Auftrag, der von Bauhöfen erledigt wird, der privaten Bauwirtschaft. Ich möchte betonen, das ich nichts gegen die Mitarbeiter irgend eines Bauhofs habe, aber in Zeiten knapper Kassen zählt das, was am Ende raus kommt.
Frank Tabatt, Sülzhayn
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Autor: nnz

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