Fünf Jahre Medienkompetenz
Freitag, 23. September 2005, 21:43 Uhr
Nordhausen (nnz). Inhalt statt Einschaltquote. Der offene Kanal lebt von seinen Nutzern. Diese feierten heute Abend gemeinsam mit allen, die was für den OKN getan haben. Über die Zukunft des Kanals weiß die nnz bescheid.
Fünf Jahre Medienkompetenz (Foto: nnz)
Das Geld ist knapp, auch bei der Landesmedienanstalt. Dr. Victor Henle äußerte sich erstmals öffentlich über die Zukunft der Offenen Kanäle. Der ursprüngliche Zweck der Kanäle habe sich seit den 1980ern gewandelt. Damals sei es die wichtigste Absicht gewesen, den Bürgern Teilhabe an Medien zu ermöglichen. Heute ginge es vor allem um eine publizistische Ergänzungsfunktion, besonders in Regionen, die kein kommerzielles Lokalradio haben. Wichtig sei aber auch, daß besonders den jungen Nutzern Medienkompetenz vermittelt wird, weniger in technischer Hinsicht, als in inhaltlicher.
900.000 Euro sind seit seiner Gründung in den Offenen Kanal Nordhausen geflossen. Begonnen hat es mit 150.000 Euro Startkapital. Die Landesmedienanstalt finanziert aber auch Sach- und Personalkosten. DR. Victor Henle wies darauf hin, wie wichtig es ist, einen hauptamtlichen Studioleiter zu haben. Leider sei es aber finanziell nicht mehr so gut bestellt, wie zur Zeit der Gründung, so daß es in Zukunft nötig sei, Fremdkapital anzuwerben. Die Finanzierung von Seiten der Landesmedienanstalt würde bald in eine Grundfinanzierung über Sockelbeiträge umgewandelt und der belohnt, der die Eigeninitiative ergreift. Die Landesmedienanstalt hofft dabei auf die Mitwirkung der Kommune.
Besonders die Fernsehkanäle stünden vor einem Wandel, der mit der Umstellung auf digitale Übertragungstechnik zu tun hat. Auch im Radiobereich steht in Thüringen ein digitales Netz zur Verfügung, welches aber bisher nur spärlich genutzt wird. Verschiedene Radioprojekte sind am Unwillen der Nutzer, auf digital umzustellen bereits gescheitert.
Dr. Victor Henle mahnte außerdem eine inhaltliche Verbesserung an. Auf Dauer müßten noch anspruchsvollere Beiträge entstehen. Dr. Klaus Zeh, Sozialminister und Vereinsvorsitzende beim OKN, erinnerte daraufhin an die ersten Sendungen vor fünf Jahren. Da sei eine starke Verbesserung hörbar, außerdem wäre die Vielfalt an Sendungen kontinuierlich gestiegen. Da reihe sich die Heavy Metal Sendung an das christliche Programm und spräche jeweils eine ganz spezielle Zielgruppe an. Auf die Einschaltquote käme es bei Offenen Kanälen eben nicht an.
Wie groß die Vielfalt der Sendungen ist, bewies Studioleiter Olaf Schulze. Ein Zusammenschnitt aus Trailern zu den bekanntesten und beliebtesten Reihen bot einen Überblick und sorgte für Lacher. Olaf Schulze bedankte sich genau wie seine Vorredner bei den Nutzern und bei allen, die zum Aufbau des Offenen Kanals beigetragen haben, außerdem bei allen Sponsoren dieser Geburtstagsfeier. Danach konnten die Gäste bei guter Musik am Büfett weiter feiern.
Autor: wf
Fünf Jahre Medienkompetenz (Foto: nnz)
Das Geld ist knapp, auch bei der Landesmedienanstalt. Dr. Victor Henle äußerte sich erstmals öffentlich über die Zukunft der Offenen Kanäle. Der ursprüngliche Zweck der Kanäle habe sich seit den 1980ern gewandelt. Damals sei es die wichtigste Absicht gewesen, den Bürgern Teilhabe an Medien zu ermöglichen. Heute ginge es vor allem um eine publizistische Ergänzungsfunktion, besonders in Regionen, die kein kommerzielles Lokalradio haben. Wichtig sei aber auch, daß besonders den jungen Nutzern Medienkompetenz vermittelt wird, weniger in technischer Hinsicht, als in inhaltlicher.900.000 Euro sind seit seiner Gründung in den Offenen Kanal Nordhausen geflossen. Begonnen hat es mit 150.000 Euro Startkapital. Die Landesmedienanstalt finanziert aber auch Sach- und Personalkosten. DR. Victor Henle wies darauf hin, wie wichtig es ist, einen hauptamtlichen Studioleiter zu haben. Leider sei es aber finanziell nicht mehr so gut bestellt, wie zur Zeit der Gründung, so daß es in Zukunft nötig sei, Fremdkapital anzuwerben. Die Finanzierung von Seiten der Landesmedienanstalt würde bald in eine Grundfinanzierung über Sockelbeiträge umgewandelt und der belohnt, der die Eigeninitiative ergreift. Die Landesmedienanstalt hofft dabei auf die Mitwirkung der Kommune.
Besonders die Fernsehkanäle stünden vor einem Wandel, der mit der Umstellung auf digitale Übertragungstechnik zu tun hat. Auch im Radiobereich steht in Thüringen ein digitales Netz zur Verfügung, welches aber bisher nur spärlich genutzt wird. Verschiedene Radioprojekte sind am Unwillen der Nutzer, auf digital umzustellen bereits gescheitert.
Dr. Victor Henle mahnte außerdem eine inhaltliche Verbesserung an. Auf Dauer müßten noch anspruchsvollere Beiträge entstehen. Dr. Klaus Zeh, Sozialminister und Vereinsvorsitzende beim OKN, erinnerte daraufhin an die ersten Sendungen vor fünf Jahren. Da sei eine starke Verbesserung hörbar, außerdem wäre die Vielfalt an Sendungen kontinuierlich gestiegen. Da reihe sich die Heavy Metal Sendung an das christliche Programm und spräche jeweils eine ganz spezielle Zielgruppe an. Auf die Einschaltquote käme es bei Offenen Kanälen eben nicht an.
Wie groß die Vielfalt der Sendungen ist, bewies Studioleiter Olaf Schulze. Ein Zusammenschnitt aus Trailern zu den bekanntesten und beliebtesten Reihen bot einen Überblick und sorgte für Lacher. Olaf Schulze bedankte sich genau wie seine Vorredner bei den Nutzern und bei allen, die zum Aufbau des Offenen Kanals beigetragen haben, außerdem bei allen Sponsoren dieser Geburtstagsfeier. Danach konnten die Gäste bei guter Musik am Büfett weiter feiern.
