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Neues aus der Wirtschaft

Mittwoch, 21. September 2005, 11:54 Uhr
Nordhausen (nnz). Es ist immer wieder erstaunlich, wie Unternehmen sich der Öffentlichkeit präsentieren und wie der Ist-Zustand sich tatsächlich darestellt. Das ist bei der Unternehmensgruppe des Otto Brandt nicht anders als bei FMN und auch Gaia in Nordhausen macht da keine Ausnahme...


Gaia in Nordhausen gehörte zu den Unternehmen, die es immer wieder verstanden hatten, die Schere zwischen Schein und Sein weit offen zu halten. Da gab es in den verschiedenen Perioden der Leitung des Unternehmens immer wieder Versuche, die Öffentlichkeit über Erfolge zu informieren, die eher in die bekannten Potemkinschen Dörfer unterzubringen seien. Man erinnere sich an den Ventilatorversuch im Beisein des liberalen Wirtschaftsgurus Brüderle in Nordhausen. Das war fast genau vor vier Jahren.

Und immer wieder war da in offiziellen Pressemitteilungen von Testreihen, Versuchsmodellen und Null-Serien die Rede. Da wurde vorgespielt, was das PR-Repertoire hergab. Vor Monaten titelte die Bild-Zeitung „Mr. 10.000 Volt“ und meinte damit Dr. Kruger, den Boss von Gaia. Zuvor der bahnbrechende Schritt, Gaia in Nordhausen war plötzlich Tochter von LTC in den USA und jener Dr. Kruger war dann auch Big-Boss mit einem Jahresgehalt von 322.000 US-Dollar. Sein Vize Ralf Tolksdorf brachte es auf bescheidenere 286.000 Dollar.

Jetzt ist von Kruger nichts mehr zu hören, er wurde still und klamm abgelöst. Das kann man in den diversen Börsenmeldungen nachlesen, denn LTC (die Gaia-Mutter) ist an der US-Technologiebörse Nasdaq notiert. Der aktuelle Wert einer Aktie derzeit 0.045 Dollar und der Ein-Jahres-Chart sieht auch nicht so berauschend aus. Über die möglichen Ursachen der Ablösung wird bei Gaia in Nordhausen natürlich spekuliert. Hartnäckig hält sich das Gerücht, dass dem einstigen Macher ein Verfahren am Halse hängen soll.

Das Sagen hat bei Gaia jetzt ein Dr. Klaus Brandt. Unter seiner Egide werden in Nordhausen natürlich auch Testserien hergestellt. Die werden nach Informationen der nnz auch ausgeliefert – in die USA. Was dann damit passiert, das entzieht sich den Recherchemöglichkeiten.
Autor: nnz

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