Das fliegende Auto
Mittwoch, 21. September 2005, 13:49 Uhr
Nordhausen (nnz). Da staunten selbst die eisernsten Raser und Drängler nicht schlecht. Mit rund 40 km/h flog der PKW durch die Luft und schlug auf einem Baumstamm auf. Warum das Ganze und mit welchen Folgen, das sehen Sie hier.
Das fliegende Auto (Foto: nnz)
Ein altes, bemaltes Auto am Kranhaken und dazu noch auf einem Schulhof, wozu sollte das gut sein? Neugierige Jungs hatten sich bereits um den Versuchsaufbau geschart. Die meisten konnten sich denken, daß es dem Fahrzeug an den Kragen gehen sollte, schließlich machte der Aktionstag Junge Fahrer der Kreisverkehrswacht an der Berufschule 2 in der Straße der Genossenschaften Station. Nach einem Grußwort von Landrat Joachim Claus, dem Schirmherrn der Aktion, erlebte der PKW seine letzte Fahrt, am Haken des Krans nach oben. Mit rund 40 km/h raste er dann im freien Fall nach unten und schlug auf einem Baumstamm auf. Die Jugendlichen sind begeistert und auch beeindruckt, als sie den Schaden aus der Nähe begutachten.
Das Experiment hat einen ganz realen Hintergrund. Wenn ein Autofahrer mit gleicher Geschwindigkeit gegen einen Baum oder ein anderes Auto prallt, dann sieht sein Gefährt genauso aus wie das Testfahrzeug. Wie der Fahrer aussehen würde, hat die Verkehrswacht nicht demonstriert, aber das konnte sich jeder selbst denken. Und besonders die jungen Fahrer zwischen 18 und 25 Jahren fahren höchst selten nur 40 km/h. Oft rasen sie mit mehr als der doppelten Geschwindigkeit in den Tod, ihren und den unbeteiligter Dritter. Olaf Salomon vom Berufsbildungszentrum für den Straßenverkehr hat die Zahlen. 135 Autofahrer starben im letzten Jahr im Kreis Nordhausen, 45 davon waren junge Fahrer. Das entspricht 34 %, dabei gehören nur 7 % aller Einwohner dieser Altersgruppe an. Dreiviertel aller Unfälle der 18 bis 25 jährigen sind auf nicht angepaßte Geschwindigkeit zurückzuführen, aber auch auf Alkohol und Drogen am Steuer und das Nichtbeachten der Vorfahrt.
Mit den Aktionstagen will die Kreisverkehrswacht die jungen Leute sensibel machen für die Gefahren des Straßenverkehrs. Dazu gibt es viele Angebote zum Mitmachen, die Spaß bereiten und aufklären. Der Überschlagsimulator und der Gurtschlitten gehören dazu. Es gab ein Verkehrsquiz und Erste Hilfe Vorführungen. Die Polizei erklärte Alkohol- und Drogentests. Doch diesmal übertraf die Unfallsimulation alles. Das ist besser als jedes Video oder Gespräch meinte Schulleiter Reinhardt beeindruckt. Er schaute zu, wie vor allem Jungs das Wrack interessiert untersuchten.
Über 300 junge Autofahrer sahen heute das fliegende Auto oder informierten sich bei den Partnern der Verkehrswacht. Das Berufsbildungszentrum für den Straßenverkehr, die DEKRA, die Polizei und das DRK unterstützten den Aktionstag. Dafür sagt Projektleiter Dieter Köhler ein herzliches Dankeschön.
Autor: wf
Das fliegende Auto (Foto: nnz)
Ein altes, bemaltes Auto am Kranhaken und dazu noch auf einem Schulhof, wozu sollte das gut sein? Neugierige Jungs hatten sich bereits um den Versuchsaufbau geschart. Die meisten konnten sich denken, daß es dem Fahrzeug an den Kragen gehen sollte, schließlich machte der Aktionstag Junge Fahrer der Kreisverkehrswacht an der Berufschule 2 in der Straße der Genossenschaften Station. Nach einem Grußwort von Landrat Joachim Claus, dem Schirmherrn der Aktion, erlebte der PKW seine letzte Fahrt, am Haken des Krans nach oben. Mit rund 40 km/h raste er dann im freien Fall nach unten und schlug auf einem Baumstamm auf. Die Jugendlichen sind begeistert und auch beeindruckt, als sie den Schaden aus der Nähe begutachten. Das Experiment hat einen ganz realen Hintergrund. Wenn ein Autofahrer mit gleicher Geschwindigkeit gegen einen Baum oder ein anderes Auto prallt, dann sieht sein Gefährt genauso aus wie das Testfahrzeug. Wie der Fahrer aussehen würde, hat die Verkehrswacht nicht demonstriert, aber das konnte sich jeder selbst denken. Und besonders die jungen Fahrer zwischen 18 und 25 Jahren fahren höchst selten nur 40 km/h. Oft rasen sie mit mehr als der doppelten Geschwindigkeit in den Tod, ihren und den unbeteiligter Dritter. Olaf Salomon vom Berufsbildungszentrum für den Straßenverkehr hat die Zahlen. 135 Autofahrer starben im letzten Jahr im Kreis Nordhausen, 45 davon waren junge Fahrer. Das entspricht 34 %, dabei gehören nur 7 % aller Einwohner dieser Altersgruppe an. Dreiviertel aller Unfälle der 18 bis 25 jährigen sind auf nicht angepaßte Geschwindigkeit zurückzuführen, aber auch auf Alkohol und Drogen am Steuer und das Nichtbeachten der Vorfahrt.
Mit den Aktionstagen will die Kreisverkehrswacht die jungen Leute sensibel machen für die Gefahren des Straßenverkehrs. Dazu gibt es viele Angebote zum Mitmachen, die Spaß bereiten und aufklären. Der Überschlagsimulator und der Gurtschlitten gehören dazu. Es gab ein Verkehrsquiz und Erste Hilfe Vorführungen. Die Polizei erklärte Alkohol- und Drogentests. Doch diesmal übertraf die Unfallsimulation alles. Das ist besser als jedes Video oder Gespräch meinte Schulleiter Reinhardt beeindruckt. Er schaute zu, wie vor allem Jungs das Wrack interessiert untersuchten.
Über 300 junge Autofahrer sahen heute das fliegende Auto oder informierten sich bei den Partnern der Verkehrswacht. Das Berufsbildungszentrum für den Straßenverkehr, die DEKRA, die Polizei und das DRK unterstützten den Aktionstag. Dafür sagt Projektleiter Dieter Köhler ein herzliches Dankeschön.
