Kein Redebedarf
Dienstag, 20. September 2005, 17:40 Uhr
Nordhausen (nnz). Selten war es in einer Aussprache zum Bericht des Landrates so ruhig wie in der heutigen Kreistagssitzung. Kein Mitglied dieses Gremiums hatte Gesprächsbedarf. Dafür gab es eine andere Form der Kommunikation: Die Statements des Landrates wurden mit einer Videokamera überwacht.
Kein Redebedarf (Foto: nnz)
In der ersten Reihe des Gästeblocks hatte sich der Leiter des Landratbüros, Manfred Thiele, positioniert. Neben ihm ein Stativ, drauf ein Camcorder. Und mit dem wurde jede Mikrofon-Minute von Landrat Joachim Claus (CDU) aufgezeichnet. Setzte sich Joachim Claus hin, Kamera aus, stand er am Mikro – Kamera an. Die erste Klappe fiel beim Bericht. Darin dankte der Landrat allen ehrenamtlichen Helfern der Bundestagswahl im Landkreis.
Dann aber war es mit den Freundlichkeiten vorbei, das Thema Geld war an der Reihe. Claus verwies auf die Anfang Oktober anstehende Klausur, in der eigentlich der Haushalt des kommenden Jahres strategisch beraten werden sollte. Doch die aktuell-dramatische Situation macht es erforderlich, das Jahr 2005 zu diskutieren. Ziel müsse es sein, das bestehende Geldloch zu minimieren, von stopfen könne jetzt keine Rede mehr sein.
Dann trug Joachim Claus noch einige Zahlen der ARGE vor. Gab es im Februar dieses Jahres 6.602 Bedarfsgemeinschaften im Landkreis Nordhausen, so stieg diese Zahl im Juli auf 6.689 an. Ein ähnlicher Trend ist bei den Alg-II-Leistungsempfängern zu beobachten: 11.360 im Februar auf 12.015 im Juli.
Und dann sollte ja die Aussprache zur Ansprache folgen. Die aber lehnten die Kreistagsmitglieder schweigend ab. Vermutlich hatten sie Angst vor einer Videoaufzeichnung.
Autor: nnz
Kein Redebedarf (Foto: nnz)
In der ersten Reihe des Gästeblocks hatte sich der Leiter des Landratbüros, Manfred Thiele, positioniert. Neben ihm ein Stativ, drauf ein Camcorder. Und mit dem wurde jede Mikrofon-Minute von Landrat Joachim Claus (CDU) aufgezeichnet. Setzte sich Joachim Claus hin, Kamera aus, stand er am Mikro – Kamera an. Die erste Klappe fiel beim Bericht. Darin dankte der Landrat allen ehrenamtlichen Helfern der Bundestagswahl im Landkreis.
Dann aber war es mit den Freundlichkeiten vorbei, das Thema Geld war an der Reihe. Claus verwies auf die Anfang Oktober anstehende Klausur, in der eigentlich der Haushalt des kommenden Jahres strategisch beraten werden sollte. Doch die aktuell-dramatische Situation macht es erforderlich, das Jahr 2005 zu diskutieren. Ziel müsse es sein, das bestehende Geldloch zu minimieren, von stopfen könne jetzt keine Rede mehr sein.
Dann trug Joachim Claus noch einige Zahlen der ARGE vor. Gab es im Februar dieses Jahres 6.602 Bedarfsgemeinschaften im Landkreis Nordhausen, so stieg diese Zahl im Juli auf 6.689 an. Ein ähnlicher Trend ist bei den Alg-II-Leistungsempfängern zu beobachten: 11.360 im Februar auf 12.015 im Juli.
Und dann sollte ja die Aussprache zur Ansprache folgen. Die aber lehnten die Kreistagsmitglieder schweigend ab. Vermutlich hatten sie Angst vor einer Videoaufzeichnung.
