Eine Glosse zum Fortgang der Fußball-Europameisterschaft
Der Bessere möge gewinnen!
Samstag, 26. Juni 2021, 15:55 Uhr
Am Dienstag greift Die Mannschaft weiter nach ihrem ersten Europameistertitel. Damit steht sie ganz in der Tradition der Deutschen Fußballnationalmannschaften, die für die alte Bundesrepublik 1972 (gegen den Erzfeind im kalten Krieg, die Sowjetunion!) und 1980 Europameister wurden sowie der Equipe des wieder vereinigten Deutschlands, die 1996 den Cup gewinnen konnte...
Nachdem die Vorrunde und der pride month mit seinen kraftvollen Demonstrationen gegen Dieselautos und homophobe Ungarn nun vorbei sind, gilt es am Dienstag gegen England zu bestehen. Dieses antieuropäische Teilstück des Vereinigten Königreiches hat ja bekanntlich die Europäische Union verlassen, weshalb ein wirkungsvoller Protest gegen diese unsinnige Entscheidung des britischen Gliedstaates erforderlich scheint. Leider kann man von Deutschland aus das Wembleystadion nicht in den Farben der Europäischen Union anstrahlen, was ein machtvolles Fanal gewesen wäre. Aber eventuell könnte die Mannschaft ja in blauen Trikots mit 26 Sternchen auflaufen. Wenn dann noch (wie immer) im Elfmeterschießen gewonnen wird, hätte man es den europafeindlichen Insulanern aber mal so richtig gezeigt und sie für ihren EU-Austritt bestraft.
Im Viertelfinale sollte es dann aller Voraussicht nach gegen die Schweden gehen, wenn die nicht bis dahin wegen ihrer fahrlässigen Coronapolitik alle Spieler in Quarantäne geschickt haben. Leider findet dieses Spiel in Rom statt und nicht in München, was die Möglichkeiten der Aktivisten mutig für die Coronapolitik der Bundesrepublik einzutreten und den schwedischen Sonderweg ohne ordentliche Lockdowns anzuprangern ein wenig erschwert. Aber, vertrauen wir ruhig auf die Kreativität unserer moralischen Überlegenen. Vielleicht kann man ja wieder einen Drachenflieger mit Dieselmotor ins Stadion stürzen lassen und ihm eine markige Botschaft auf dem Fallschirmstoff pinseln? Oder zur besten Sendezeit ein symbolisches Sicherheitsschloss aus Pappmaché durch das Olympiastadion der Römer schleppen? Lassen wir uns überraschen!
Im Halbfinale wird es dann richtig brisant. Überraschenderweise wird unser nördlicher Nachbar Dänemark in London der Gegner sein. Dies ist ja ein Land, dem bekanntlich erst vor kurzem unser Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ins Stammbuch schreiben musste, dass er (und damit wir alle!) sehr unzufrieden mit der dortigen Handhabung der Migrationsfrage ist. Die Dänen haben in einem unfassbaren nationalen Alleingang unter einer sozialdemokratischen Regierung beschlossen, keine weiteren Flüchtlinge mehr aufzunehmen und kriminell gewordene zurück in ihre Heimatländer zu überführen. Hier bietet es sich förmlich an, den einen oder anderen Seenotretter-Kutter aus dem Mittelmeer kurzzeitig an die Themse zu verlegen und mit dieser kleinen Armada während des Spiels mit gehisster Antifa-Flagge zwischen Westminster Abbey und der Tower Bridge zu patrouilieren. Das wird die Wikinger-Fußballer sicher so beeindrucken, dass unsere Mannschaft ins Finale der Euro 2020 einzieht. Mit einem Jahr Verspätung und mit Haltung selbstverständlich.
Das Finale wird am 11.Juli wiederum in London ausgetragen und Gegner dieses Freundschaftsspiels wird die Equipe Tricolore sein. Das ist die Vertretung des Landes, dessen tapfere Einwohner einst mit dem Sturm auf die Bastille die Grundlage für jegliche Gendergerechtigkeit gelegt haben. Hier empfiehlt sich für "Die Mannschaft" höchste Zurückhaltung, denn wir wollen ja nicht mit dem Gewinn der Europameisterschaft den Eindruck egoistischer nationaler Interessen wecken, wie es uns fast mit einem unabgesprochenen Impfnationalismus passiert wäre. Oder uns gar in den Vordergrund spielen. Vizeuropameister ist doch schließlich auch ein toller Erfolg! Und ein hervorragendes Abschiedsgeschenk für den Mannschaftstrainer Löw.
Sollte allerdings in wenigen Minuten nicht Dänemark, sondern Wales das Achtelfinalspiel gewinnen, dann muss alles noch einmal neu überdacht werden. Aber wir wollen ja nicht immer gleich vom Schlimmsten ausgehen.
Olaf Schulze
Autor: oschNachdem die Vorrunde und der pride month mit seinen kraftvollen Demonstrationen gegen Dieselautos und homophobe Ungarn nun vorbei sind, gilt es am Dienstag gegen England zu bestehen. Dieses antieuropäische Teilstück des Vereinigten Königreiches hat ja bekanntlich die Europäische Union verlassen, weshalb ein wirkungsvoller Protest gegen diese unsinnige Entscheidung des britischen Gliedstaates erforderlich scheint. Leider kann man von Deutschland aus das Wembleystadion nicht in den Farben der Europäischen Union anstrahlen, was ein machtvolles Fanal gewesen wäre. Aber eventuell könnte die Mannschaft ja in blauen Trikots mit 26 Sternchen auflaufen. Wenn dann noch (wie immer) im Elfmeterschießen gewonnen wird, hätte man es den europafeindlichen Insulanern aber mal so richtig gezeigt und sie für ihren EU-Austritt bestraft.
Im Viertelfinale sollte es dann aller Voraussicht nach gegen die Schweden gehen, wenn die nicht bis dahin wegen ihrer fahrlässigen Coronapolitik alle Spieler in Quarantäne geschickt haben. Leider findet dieses Spiel in Rom statt und nicht in München, was die Möglichkeiten der Aktivisten mutig für die Coronapolitik der Bundesrepublik einzutreten und den schwedischen Sonderweg ohne ordentliche Lockdowns anzuprangern ein wenig erschwert. Aber, vertrauen wir ruhig auf die Kreativität unserer moralischen Überlegenen. Vielleicht kann man ja wieder einen Drachenflieger mit Dieselmotor ins Stadion stürzen lassen und ihm eine markige Botschaft auf dem Fallschirmstoff pinseln? Oder zur besten Sendezeit ein symbolisches Sicherheitsschloss aus Pappmaché durch das Olympiastadion der Römer schleppen? Lassen wir uns überraschen!
Im Halbfinale wird es dann richtig brisant. Überraschenderweise wird unser nördlicher Nachbar Dänemark in London der Gegner sein. Dies ist ja ein Land, dem bekanntlich erst vor kurzem unser Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ins Stammbuch schreiben musste, dass er (und damit wir alle!) sehr unzufrieden mit der dortigen Handhabung der Migrationsfrage ist. Die Dänen haben in einem unfassbaren nationalen Alleingang unter einer sozialdemokratischen Regierung beschlossen, keine weiteren Flüchtlinge mehr aufzunehmen und kriminell gewordene zurück in ihre Heimatländer zu überführen. Hier bietet es sich förmlich an, den einen oder anderen Seenotretter-Kutter aus dem Mittelmeer kurzzeitig an die Themse zu verlegen und mit dieser kleinen Armada während des Spiels mit gehisster Antifa-Flagge zwischen Westminster Abbey und der Tower Bridge zu patrouilieren. Das wird die Wikinger-Fußballer sicher so beeindrucken, dass unsere Mannschaft ins Finale der Euro 2020 einzieht. Mit einem Jahr Verspätung und mit Haltung selbstverständlich.
Das Finale wird am 11.Juli wiederum in London ausgetragen und Gegner dieses Freundschaftsspiels wird die Equipe Tricolore sein. Das ist die Vertretung des Landes, dessen tapfere Einwohner einst mit dem Sturm auf die Bastille die Grundlage für jegliche Gendergerechtigkeit gelegt haben. Hier empfiehlt sich für "Die Mannschaft" höchste Zurückhaltung, denn wir wollen ja nicht mit dem Gewinn der Europameisterschaft den Eindruck egoistischer nationaler Interessen wecken, wie es uns fast mit einem unabgesprochenen Impfnationalismus passiert wäre. Oder uns gar in den Vordergrund spielen. Vizeuropameister ist doch schließlich auch ein toller Erfolg! Und ein hervorragendes Abschiedsgeschenk für den Mannschaftstrainer Löw.
Sollte allerdings in wenigen Minuten nicht Dänemark, sondern Wales das Achtelfinalspiel gewinnen, dann muss alles noch einmal neu überdacht werden. Aber wir wollen ja nicht immer gleich vom Schlimmsten ausgehen.
Olaf Schulze
