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Drei Stufen zur Erinnerung

Dienstag, 20. September 2005, 12:51 Uhr
Nordhausen (nnz). In diesem Jahr jährt sich die Einweihung der Nordhäuser Synagoge zum 160. Mal. Deshalb, aber auch zum Gedenken an die Pogromnacht 1938 und deren Opfer, wollen der Verein ,,Gegen Vergessen - Für Demokratie’’ und die Jugendkunstschule Nordhausen mit einem gemeinsamen Projekt erinnern. Die nnz stellt es vor.


Die Mitglieder und Schüler der Jugendkunstschule und die Thüringische Arbeitsgruppe ,,Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V. 2006’’ werden die ersten drei Eingangsstufen des Gotteshauses symbolisch nachgestalten. Am 9. November soll das Modell dann der Öffentlichkeit präsentiert werden, kündigt Dr. Cornelia Klose an. Heute könne man den Ort des ursprünglichen Eingangs zur Synagoge nur noch schätzen – wahrscheinlich liege er innerhalb des Wohnhofes der Häuser neben dem Gedenkstein für die Synagoge in der Wolfstraße/ Ecke Pferdemarkt.

Am 12. und 13. September 1845 war die Einweihung der Synagoge. Der neoromanische Saal, der westliche Vorbau mit Kuppel und mit den neoromanischen und neobyzantinischen Bauelementen verliehen dem Bauwerk ein imposantes Aussehen. Zu jener Zeit war der junge Kantor Kurt Singer Leiter der Nordhäuser Synagoge und lebte mit seinem Vater Eduard im Gemeindehaus.
Autor: nnz

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