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Reaktionen: Stolz sein

Montag, 19. September 2005, 15:14 Uhr
Nordhausen (nnz). Jetzt gibt es auch die Reaktionen der Linkspartei.PDS. Dr. Johanna Scheringer-Wright freut sich insbesondere darüber, dass die Linken das bislang beste Ergebnis im Eichsfeld „einfahren“ konnten...


„Aber auch im Landkreis Nordhausen haben wir ganz tolle Ergebnisse, zum Beispiel stärkste Kraft in Bleicherode und Heringen und in Nordhausen und Mühlhausen haben wir die CDU überholt. 20,7 Prozent der Erststimmen und 22,4 Prozent der Zweitstimmen im Wahlkreis 190 sind ein Erfolg“, so Scheringer-Wright zur nnz. Die Direktkandidatin bedankt sich bei allen Wählerinnen und Wählern und insbesondere bei allen den Wahlkämpfern. „Wir haben einen kurzen, intensiven und nicht einfachen Wahlkampf geführt und es hat sich gelohnt. Das Ergebnis der Linkspartei von 8,7 Prozent bundesweit zeigt, wie wichtig eine linke Kraft geworden ist, die echte Alternativen aufzeigt. Wie befürchtet, haben die Wählerinnen und Wähler kein klares Votum zwischen den neoliberalen Parteien abgegeben. Wer politisch in die selbe Richtung marschiert, wie es SPD, Grüne , FDP und CDU/CSU in den letzten Jahren getan haben und sich nur in Nuancen unterscheidet, braucht sich nicht zu wundern“, analysiert die Politikerin das Wahlergebnis aus ihrer Sicht.

Dass die Wahl jetzt zur Hängepartie verkomme und auf Dresden gehofft werde um die Kanzlerfrage zu entscheiden, habe sich Bundespräsident Köhler bestimmt nicht gedacht, als er den Bundestag auflöste. Da solle man doch in Zukunft vorsichtiger sein und keine Vertrauensspiele auf dem Rücken der Verfassung austragen. Ein Ergebnis ist für die Eichsfelderin klar: Die Linkspartei werde mindestens 54 Abgeordnete in den Bundestag schicken und deren erste Initiativen werden der Kampf zur Korrektur von Hartz IV und gegen die Militäreinsätze deutscher Soldaten sein.
Autor: nnz

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