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Gegen zuviel Wasser

Samstag, 17. September 2005, 12:29 Uhr
Nordhausen (nnz). Um zukünftige Überschwemmungen in der Parkallee, in der benachbarten Kleingartenanlage oder im Stadtpark zu vermeiden, soll in den kommenden Jahren die Hochwasserschutzkonzeption für den Gumpebach umgesetzt werden. Wie die aussieht, das hat jetzt die nnz erfahren.


Gegen zuviel Wasser (Foto: nnz) Gegen zuviel Wasser (Foto: nnz) Die Konzeption stellte jetzt der Gewässerunterhaltungs-
verband „Harzvorland“ den Verbandsräten und den Mitgliedern des Stadtrats-Ausschusses für Bau, Umwelt und Landwirtschaft bei einer gemeinsamen Gewässer-Befahrung vor. Nicht zuletzt durch den Starkregen im Winter dieses Jahres forciere der Gewässerunterhaltungs-
verband „Harzvorland“ jetzt die Hochwasserschutz-Arbeiten am gesamten Verlauf des Gumpebaches, sagte Kerstin Windisch vom Verband. Das Einzugsgebiet der Gumpe umfasse das Gebiet Harzrigi, die Plattenbaustandorte Nordhausen-Nord und die Eigenheimstandorte am Kirschweg.

Durch die steigenden Versiegelungen von Flächen sei in diesem relativ kleinen Einzugsgebiet der Abfluss des Wassers bei starken Niederschlägen deutlich verändert, so Kerstin Windisch weiter. So flössen im Extremfall in kürzester Zeit bis zu 5 Kubikmeter Wasser pro Sekunde in den Bach, die allerdings nicht abfließen könnten.

Deshalb sehe die Konzeption den Bau eines Hochwasserrückhaltebeckens östlich des Rüdigsdorfer Weges vor. Hier könnten dann bis zu 4.400 Kubikmeter Wasser zurückgehalten werde, wobei die Fläche jedoch auch weiterhin zur Grünlandwirtschaft genutzt werden könne. Weitere Maßnahmen seien die Umverlegung der Regenwasserkanalisation aus den Plattenbaustandorten zur Einleitung in das neue Hochwasserrückhaltebecken, die Erneuerung von Durchlässen am Gumpebach, der Abriss und die Erneuerung des Trennbauwerkes an der Parkalllee und die Profilierung des Mühlgrabens bis in den Einlauf in den Stadtpark. Nach dem Abschluss der Planungsphase im Frühjahr 2006, sei mit dem Baubeginn der ersten Maßnahmen Herbst 2006 zu rechnen, schätzt der Verband „Harzvorland“ ein.
Autor: nnz

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