Amtsleiter für Stadtentwicklung bezieht Stellung zu nnz-Artikel
Reaktion aus dem Rathaus
Mittwoch, 02. Juni 2021, 16:20 Uhr
Es hat nicht lange gedauert seit der Veröffentlichung unseres Artikels Rathaus mit wenig Gespür für die Region? heute Vormittag, bis uns eine Stellungnahme aus dem Rathaus erreichte. Hier lesen Sie, wie die Stadtverwaltung den geschilderten Fall darstellt und der NUV wiederum darauf reagiert…
Das Schreiben der städtischen Pressestelle verweist sofort auf den Amtsleiter für Stadtentwicklung der Stadtverwaltung Nordhausen, Martin Juckeland, der feststellt: Die Wirtschaftsförderung der Stadtverwaltung Nordhausen hatte mit Herrn Niels Neu, Nordthüringer Unternehmerverband, bei einem Treffen dieses Projekt besprochen. Der Vorsitzende des Nordthüringer Unternehmerverbands hatte seine Zustimmung und Unterstützung erklärt. Darauf hatte sich die Stadt Nordhausen verlassen.
Im Schreiben des Nordhäuser Unternehmerverbandes klingt das freilich ganz anders und konfrontiert mit dieser Darstellung der Stadtverwaltung stellte Niels Neu der nnz gegenüber klar: Vor einiger Zeit sprach mich Dr. Sabine Riebel an, ob der NUV die Herausgabe einer Werbebroschüre für den Wirtschaftsstandort Nordhausen unterstützen werde. Bereits zu diesem, als auch zu späteren Zeitpunkten, war nie die Rede davon, dass ein Verlag aus Bayern die Herausgabe verantworten soll. Allerdings gibt es im NUV die klare Regelung, dass eine solche Unterstützung eines Vorstandsbeschlusses bedarf und es war klar, dass darüber auch im Vorstand Einigkeit herrschen muss.
Nach einer erneuten Anfrage seitens der Wirtschaftsförderung teilte der NUV mündlich und schriftlich mit, dass der Vorstand des NUV zum damaligen Zeitpunkt – cornonabedingt – nicht jeden Monat tagte und deshalb zu dem Thema noch keine Entscheidung getroffen worden sei. Zu meiner und der Verwunderung der anderen Vorständler gab es aus den Mitgliedsunternehmen bereits Meldungen, dass diese das Schreiben des Oberbürgermeisters erhalten haben, dass eine offizielle Zustimmung des NUV suggerierte."
Martin Juckeland betont in seinem Statement ausdrücklich, dass es den einzelnen Unternehmen der Stadt Nordhausen frei stehe, sich an der Broschüre zu beteiligen.
Niels Neu sieht das Problem auch nicht in der angestrebten Broschüre: Unsere und meine Kritik richtete sich nicht gegen das Ziel des Projektes, sondern gegen die fehlende zeitliche und inhaltliche Abstimmung sowie die bis dahin nicht kommunizierte Zusammenarbeit mit einem Verlag außerhalb der Nordhäuser Region.
Die Ansprechpartner des Verlags stammten jedoch aus der Region Nordthüringen, erklärt der städtische Amtsleiter diesbezüglich. Gemeint sind mit den Ansprechpartnern wohl die Firmen, die ihre Anzeigen in der Broschüre schalten sollen, vielleicht aber auch die Anzeigenwerber. Dem NUV-Chef ging es aber um die Herkunft des Verlags und nicht um die seiner Ansprechpartner.
Einem Druck der Broschüre in der Region Nordhausen oder sogar im Stadtgebiet steht nichts entgegen, schreibt Juckeland weiter, schränkt dann aber gleich vorsorglich ein: Eine Empfehlung hiesiger Ansprechpartner erfolgt an den Verlag. Wie der Verlag dann entscheidet und wohin er den Druckauftrag vergibt, entzieht sich folglich der Verantwortung der Verwaltung, die aber immerhin eine Empfehlung abgeben will.
Schließlich bedauert der Amtsleiter die Diskussion über das Druckwerk und klagt: Es ist sehr schade, dass die Standortbroschüre mit der Darstellung der wirtschaftlichen Vorteile der Stadt Nordhausen auf diese Art und Weise zerredet wird.
Im Namen seines Verbands kritisiert Niels Neu das Projekt als unzureichend: Als NUV sind wir der Meinung, dass sich die Wirtschaftsförderung in der Stadt, aber auch im Landkreis Nordhausen nicht auf werbefinanzierte Broschüren beschränken, sondern sich ein Beispiel an erfolgreichen Kommunen nehmen sollte, die sich östlich und westlich von Nordhausen - entlang der A38 - befinden.”
Auch die nnz hatte und hat nicht vor, eine von der Stadt geplante Broschüre zu zerreden. Vielmehr ging es uns um die Art und Weise der Projektplanung und die Einbindung regionaler Partner.
Den Schlusssatz des obersten Stadtentwicklers Martin Juckeland können wir nur ausdrücklich unterstreichen. Er schreibt hier nämlich: Die Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandortes Stadt Nordhausen gelingt nur zusammen und nicht durch Vorführen einzelner Institutionen.
Der Vollständigkeit halber finden Sie hier die vollständigen Statements von Stadtverwaltung und NUV .
Autor: oschDas Schreiben der städtischen Pressestelle verweist sofort auf den Amtsleiter für Stadtentwicklung der Stadtverwaltung Nordhausen, Martin Juckeland, der feststellt: Die Wirtschaftsförderung der Stadtverwaltung Nordhausen hatte mit Herrn Niels Neu, Nordthüringer Unternehmerverband, bei einem Treffen dieses Projekt besprochen. Der Vorsitzende des Nordthüringer Unternehmerverbands hatte seine Zustimmung und Unterstützung erklärt. Darauf hatte sich die Stadt Nordhausen verlassen.
Im Schreiben des Nordhäuser Unternehmerverbandes klingt das freilich ganz anders und konfrontiert mit dieser Darstellung der Stadtverwaltung stellte Niels Neu der nnz gegenüber klar: Vor einiger Zeit sprach mich Dr. Sabine Riebel an, ob der NUV die Herausgabe einer Werbebroschüre für den Wirtschaftsstandort Nordhausen unterstützen werde. Bereits zu diesem, als auch zu späteren Zeitpunkten, war nie die Rede davon, dass ein Verlag aus Bayern die Herausgabe verantworten soll. Allerdings gibt es im NUV die klare Regelung, dass eine solche Unterstützung eines Vorstandsbeschlusses bedarf und es war klar, dass darüber auch im Vorstand Einigkeit herrschen muss.
Nach einer erneuten Anfrage seitens der Wirtschaftsförderung teilte der NUV mündlich und schriftlich mit, dass der Vorstand des NUV zum damaligen Zeitpunkt – cornonabedingt – nicht jeden Monat tagte und deshalb zu dem Thema noch keine Entscheidung getroffen worden sei. Zu meiner und der Verwunderung der anderen Vorständler gab es aus den Mitgliedsunternehmen bereits Meldungen, dass diese das Schreiben des Oberbürgermeisters erhalten haben, dass eine offizielle Zustimmung des NUV suggerierte."
Martin Juckeland betont in seinem Statement ausdrücklich, dass es den einzelnen Unternehmen der Stadt Nordhausen frei stehe, sich an der Broschüre zu beteiligen.
Niels Neu sieht das Problem auch nicht in der angestrebten Broschüre: Unsere und meine Kritik richtete sich nicht gegen das Ziel des Projektes, sondern gegen die fehlende zeitliche und inhaltliche Abstimmung sowie die bis dahin nicht kommunizierte Zusammenarbeit mit einem Verlag außerhalb der Nordhäuser Region.
Die Ansprechpartner des Verlags stammten jedoch aus der Region Nordthüringen, erklärt der städtische Amtsleiter diesbezüglich. Gemeint sind mit den Ansprechpartnern wohl die Firmen, die ihre Anzeigen in der Broschüre schalten sollen, vielleicht aber auch die Anzeigenwerber. Dem NUV-Chef ging es aber um die Herkunft des Verlags und nicht um die seiner Ansprechpartner.
Einem Druck der Broschüre in der Region Nordhausen oder sogar im Stadtgebiet steht nichts entgegen, schreibt Juckeland weiter, schränkt dann aber gleich vorsorglich ein: Eine Empfehlung hiesiger Ansprechpartner erfolgt an den Verlag. Wie der Verlag dann entscheidet und wohin er den Druckauftrag vergibt, entzieht sich folglich der Verantwortung der Verwaltung, die aber immerhin eine Empfehlung abgeben will.
Schließlich bedauert der Amtsleiter die Diskussion über das Druckwerk und klagt: Es ist sehr schade, dass die Standortbroschüre mit der Darstellung der wirtschaftlichen Vorteile der Stadt Nordhausen auf diese Art und Weise zerredet wird.
Im Namen seines Verbands kritisiert Niels Neu das Projekt als unzureichend: Als NUV sind wir der Meinung, dass sich die Wirtschaftsförderung in der Stadt, aber auch im Landkreis Nordhausen nicht auf werbefinanzierte Broschüren beschränken, sondern sich ein Beispiel an erfolgreichen Kommunen nehmen sollte, die sich östlich und westlich von Nordhausen - entlang der A38 - befinden.”
Auch die nnz hatte und hat nicht vor, eine von der Stadt geplante Broschüre zu zerreden. Vielmehr ging es uns um die Art und Weise der Projektplanung und die Einbindung regionaler Partner.
Den Schlusssatz des obersten Stadtentwicklers Martin Juckeland können wir nur ausdrücklich unterstreichen. Er schreibt hier nämlich: Die Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandortes Stadt Nordhausen gelingt nur zusammen und nicht durch Vorführen einzelner Institutionen.
Der Vollständigkeit halber finden Sie hier die vollständigen Statements von Stadtverwaltung und NUV .
