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Der Corona-Rückblick

Inzidenz sinkt weiter, Öffnungen ab Donnerstag

Mittwoch, 02. Juni 2021, 16:00 Uhr
Die Inzidenz-Zahlen im Landkreis sinken weiter, wobei das Testaufkommen auch im Mai ungebrochen hoch ausfiel und es gibt neue Corona-Regeln. Außerdem bekommt Nordthüringen endlich ein überregionales Impfzentrum. Das und mehr in unserem Corona-Rückblick…

SARS-Coronavirus-2 (SARS-CoV-2, Isolat SARS-CoV-2/Italy-INMI1). Elektronenmikroskopie, Negativkontrastierung (PTA). Maßstab: 100 nm (Foto: Robert-Koch-Institut) SARS-Coronavirus-2 (SARS-CoV-2, Isolat SARS-CoV-2/Italy-INMI1). Elektronenmikroskopie, Negativkontrastierung (PTA). Maßstab: 100 nm (Foto: Robert-Koch-Institut)


Im Landkreis Nordhausen werden aktuell noch 98 aktive Corona-Infektionen gezählt, die Inzidenzwerte sinken seit Ende Mai stetig und liegen aktuell bei 30 und damit unter dem bundesdeutschen Schnitt von 36,8. Die Regelungen der „Notbremse“ entfallen damit weitestgehend, dafür greifen die gestern bekanntgegebene neue Thüringer Verordnung. Für den Landkreis bedeutet das: Restaurants dürfen ab morgen wieder in ihren Innenräumen Gäste bewirten sofern diese ein negativen Testergebnis oder einen Impf- bzw. Genesungsnachweises vorlegen können. Auch die Museen, Kino und Theater können ihre Pforten ab Donnerstag wieder öffnen. Bleiben die Inzidenzzahlen niedrig, sprich unter dem Wert von 35, entfallen weitere Beschränkungen.

Quarantäne-Zahlen sinken deutlich
Aufgrund vieler familiärer Folgefälle hatten die Isolierungsmaßnahmen zwischenzeitlich über 1.000 Einwohner betroffen. Auch diese „Welle“ ebbt nun ab, die Zahl der Personen in Quarantäne liegt aktuell nur noch bei 192. Insgesamt 19 Einwohner des Kreises befinden sich noch in stationärer Behandlung, 12 davon müssen intensivmedizinisch betreut werden. Größere Infektionscluster verzeichnet der aktuelle Sonderlagebericht vom Dienstag nicht, die letzten Meldungen aus Kitas und Schulen betrafen am vergangenen Freitag jeweils lediglich eine Einrichtung mit je einem Infektionsfall.

Testaufkommen weiter hoch
Zu vermerken ist, dass trotz der „Notbremse“ im Mai das Testaufkommen nahezu unverändert geblieben ist. Wurden im April insgesamt 27.231 Schnelltests durchgeführt waren es im Mai, mit diversen Feiertagen, geschlossenen Schulen und allgemeinen „Lockdown“, immer noch 25.137. Dabei wurden im April 84 positive Ergebnisse festgestellt, eine Rate von 0,3% der durchgeführten Tests. Im Mai ergibt sich ein ähnliches Bild mit 81 positiven Ergebnissen.

Die Testzentrem im Kreis haben weiterhin geöffnet. Einzige Änderung ist die Anlaufstelle im Café Central. Hier wird es statt Teststäbchen wieder essen und trinken geben, deswegen wurde die Teststation nach nebenan in das Nordhäuser Kino verlagert. Schnelltests können im Filmpalast Neue Zeit von Montag bis Freitag jeweils von 9:00 bis 18:00 Uhr und Samstags von 09:00 bis 14:00 Uhr ohne vorherige Terminvereinbarung durchgeführt werden. Eine Übersicht zu Anlaufstellen und Öffnungszeiten gibt es auf der Corona-Setie des Landkreises.

Die Impfkampagne
Große überregionale Impfzentren gab es in Thüringen bislang nur in Gera, Meiningen und Erfurt. Der Thüringer Norden hingegen musste bis dato mit fünf regionalen Anlaufstellen auskommen, deren Kapazitäten begrenzt sind. Die Ankündigung das man auch im Norden robustere Maßnahmen aufbauen wolle, stand lange Zeit im Raum und lange tat sich nichts. Seit gestern nun kann der Impfstoff in Leinefelde im Akkord verteilt werden. Auf vier „Strecken“ könne im Drei-Minuten-Takt geimpft werden, teilt die Kassenärztliche Vereinigung mit, möglich seien somit rund 1.000 Impfungen am Tag. Das Impfzentrum hat täglich von 7.30 Uhr bis 20.30 Uhr geöffnet.

Unklar ist, wieviele Personen im Thüringer Norden bereits geimpft wurden. Landkreisbezogene Aussagen könne man nicht mehr treffen, teilt die KV auf Anfrage der nnz mit. Bei der Darstellung komme es zu „Unschärfen“, da Hausarztpraxen oder Krankenhäuser keine entsprechenden Daten an die KV meldeten, sondern ihre Meldungen direkt an das Robert-Koch-Institut weitergeben. Vollständige Daten zum Impffortschritt gäbe es daher nur auf Landesebene.

Den Landesdaten zufolge haben bisher 41,4 Prozent der Thüringer Bevölkerung eine Erstimpfung erhalten, 20,1 Prozent gelten als Vollgeimpft. In konkreten Zahlen macht das 882.737 Erst- und 429.230 Zweitimpfungen. Bliebe man beim aktuellen Impftempo, würden man in etwa 93 Tagen das Impfziel von 70 Prozent erreichen. Für Deutschland würden dieser Metrik zu Folge 87 Tage bis zum erreichen des Ziels verbleiben. Bisher haben der bundesdeutschen Statistik nach 18,8 Prozent der Bürger ihre Zweitimpfung erhalten, 43,2 Prozent haben ihre erste Impfung hinter sich. Spitzenreiter in Sachen Inzidenz bleibt mit Hildburghausen ein Thüringer Landkreis, der Kreis Nordhausen steht auf Platz 236 von 413.
Angelo Glashagel
Autor: red

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