Wege aus der Rohstoffkrise gesucht
CDU-Landesspitze besucht Gipswerk von Knauf
Montag, 31. Mai 2021, 18:22 Uhr
Zu viele Rohstoffe aus dem Ausland machen unsere Wirtschaft abhängig und führen in die Krise. Thüringen muss ein modernes Industrie- und Rohstoffland sein. Dazu braucht es eine zukunftsgerichtete Industriestrategie und die intensive Forschung an neuen Methoden.
Das hat der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Thüringer Landtag, Mario Voigt, heute bei einem Besuch der Firma Knauf Gips KG gesagt. Thüringen muss die Forschung zum Gipsrecycling schnell ausbauen und intensivieren. Jeder Baustoff, der dem Baugewerbe in der aktuellen Rohstoffkrise zuverlässig zur Verfügung steht, ist ein Gewinn für die gesamte Branche, so der Unionspoltiker weiter. Die CDU-Fraktion hat deshalb eine aktuelle Stunde zur Baustoffknappheit auf die Tagesordnung der Plenarsitzung am kommenden Mittwoch gesetzt.
Zudem wurden auf Initiative der CDU-Fraktion im aktuellen Landeshaushalt 5 Millionen Euro für den Aufbau eines Kompetenzzentrums für nachhaltiges Bauen und Ressourcenmanagent in Nordhausen bereitgestellt. Nach dem offiziellen Projektstart im Mai müsse es nun darum gehen, den notwendigen Flächenankauf für die Forschungseinrichtung zügig voranzutreiben. Thüringen braucht eine Rohstoff-Strategie, erklärte Voigt.
Ob Holz, Stahl, Kunststoff oder Gips - der aktuelle Rohstoffmangel wächst sich zu einem Riesenproblem für den Neustart der Wirtschaft nach Corona aus. Die Lieferzeiten steigen aktuell deutlich und Preiserhöhung von 30 bis 50 Prozent sind an der Tagesordnung, machte der CDU-Politiker deutlich.
Mit Blick auf den Baustoff Gips führe der Kohle-Ausstieg zu einem Rückgang von 50 Prozent der derzeit in Deutschland produzierten Gipsmenge, weil der sogenannte REA-Gips aus Rauchgasentschwefelungsanlagen komplett wegfalle. In der Folge steuere die Branche auf einen weiteren Engpass zu, der sich nicht allein durch höhere Naturgips-Fördermengen in Nordthüringen decken lasse. Es ist deshalb im ureigensten Interesse Thüringens, mit eigener Forschung voranzugehen und so umweltfreundliche und nachhaltige Alternativen zum Naturgipsabbau zu entwickeln und gleichzeitig die Abhängigkeit von weiteren Rohstoffimporte zu verhindern, sagte Voigt.
Neben der Gewinnung von Gipsprodukten aus calciumsulfathaltigen Verarbeitungsrückständen der Kaliproduktion im Südharz-Unstrut-Revier müsse es dabei auch um die Rückführung sulfathaltiger Stoffströme gehen, so der CDU-Politiker. Dazu muss jedoch erst einmal erfasst werden, wie sich gemischte Gipsabfällen aus dem Bausektor und Abfälle aus industriellen Prozessen, die bisher nicht verwertet wurden, sinnvoll einer Aufbereitung zuführen lassen. Deutschland ist schon heute Weltmeister im Mülltrennen. Warum nicht auch hier, auf Grundlage von Forschung aus Thüringen?, so Voigt.
Autor: redDas hat der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Thüringer Landtag, Mario Voigt, heute bei einem Besuch der Firma Knauf Gips KG gesagt. Thüringen muss die Forschung zum Gipsrecycling schnell ausbauen und intensivieren. Jeder Baustoff, der dem Baugewerbe in der aktuellen Rohstoffkrise zuverlässig zur Verfügung steht, ist ein Gewinn für die gesamte Branche, so der Unionspoltiker weiter. Die CDU-Fraktion hat deshalb eine aktuelle Stunde zur Baustoffknappheit auf die Tagesordnung der Plenarsitzung am kommenden Mittwoch gesetzt.
Zudem wurden auf Initiative der CDU-Fraktion im aktuellen Landeshaushalt 5 Millionen Euro für den Aufbau eines Kompetenzzentrums für nachhaltiges Bauen und Ressourcenmanagent in Nordhausen bereitgestellt. Nach dem offiziellen Projektstart im Mai müsse es nun darum gehen, den notwendigen Flächenankauf für die Forschungseinrichtung zügig voranzutreiben. Thüringen braucht eine Rohstoff-Strategie, erklärte Voigt.
Ob Holz, Stahl, Kunststoff oder Gips - der aktuelle Rohstoffmangel wächst sich zu einem Riesenproblem für den Neustart der Wirtschaft nach Corona aus. Die Lieferzeiten steigen aktuell deutlich und Preiserhöhung von 30 bis 50 Prozent sind an der Tagesordnung, machte der CDU-Politiker deutlich.
Mit Blick auf den Baustoff Gips führe der Kohle-Ausstieg zu einem Rückgang von 50 Prozent der derzeit in Deutschland produzierten Gipsmenge, weil der sogenannte REA-Gips aus Rauchgasentschwefelungsanlagen komplett wegfalle. In der Folge steuere die Branche auf einen weiteren Engpass zu, der sich nicht allein durch höhere Naturgips-Fördermengen in Nordthüringen decken lasse. Es ist deshalb im ureigensten Interesse Thüringens, mit eigener Forschung voranzugehen und so umweltfreundliche und nachhaltige Alternativen zum Naturgipsabbau zu entwickeln und gleichzeitig die Abhängigkeit von weiteren Rohstoffimporte zu verhindern, sagte Voigt.
Neben der Gewinnung von Gipsprodukten aus calciumsulfathaltigen Verarbeitungsrückständen der Kaliproduktion im Südharz-Unstrut-Revier müsse es dabei auch um die Rückführung sulfathaltiger Stoffströme gehen, so der CDU-Politiker. Dazu muss jedoch erst einmal erfasst werden, wie sich gemischte Gipsabfällen aus dem Bausektor und Abfälle aus industriellen Prozessen, die bisher nicht verwertet wurden, sinnvoll einer Aufbereitung zuführen lassen. Deutschland ist schon heute Weltmeister im Mülltrennen. Warum nicht auch hier, auf Grundlage von Forschung aus Thüringen?, so Voigt.

