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nnz-Forum: Schutz als Hemmnis?

Mittwoch, 14. September 2005, 12:24 Uhr
Nordhausen (nnz). Die Grünen und die Wirtschaft haben im Landkreis Nordhausen ein Streitthema gefunden. Die neue Runde wird durch die Bündnisgrünen eingeleitet, sie reagieren auf ein Statement des Nordhäuser Unternehmerverbandes.


Zu viel Schutzkategorien, um ungebremst Industriegebiete und Straßen bauen zu können, so klagte in der vergangenen Woche der Nordthüringer Unternehmerverband NUV in der nnz. Schutzgebiete /Schutzkategorien entstehen nicht auf der Basis von Parteibeschlüssen, sondern aus der Notwendigkeit heraus, Menschen und Umwelt zu schützen, Natur zu bewahren und für nachfolgende Generationen Lebensraum zu erhalten. In langwierigen Prozessen werden Schutzgebiete erfasst und abschließend fixiert.

Den Schutz des Menschen und der Natur als Hemmnis für eine Wirtschaftsentwicklung darzustellen sollte nicht den Maximen einer zeitgemäßen Wirtschaftspolitik entsprechen und als Ausrede für unzureichende Wirtschaftsentwicklung dienen. Zum Nachdenken anregen sollten ungenutzte Gewerbegebiete, fehlende Verkehrs-Infrastruktur-Anbindungen (Bahnanbindung an Gewerbegebiete etc.) und nicht zielgerichtete, unkoordinierte Wirtschaftsförderung.

Wirtschaftsentwicklung muss auf der Basis von Innovation (Erneuerung/Weiterentwicklung) entstehen – in gemeinsamer Anstrengung von Wirtschaft und Politik. Bereits im Kommunalwahlprogramm 2004 der Grünen wurde fixiert und seither auch im Wirtschaftsausschuss des Kreistages zum Beipsiel die Verschmelzung der Wirtschaftsförderung von Stadt und Landkreis Nordhausen gefordert. Der Mensch steht für Bündnis 90/Die Grünen im Focus, aber dies nur im Einklang mit der Natur.
Julian Karwath, Bündnis90/Die Grünen
Anmerkung der Redaktion:
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Autor: nnz

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