12. Mann benötigt
Dienstag, 13. September 2005, 19:54 Uhr
Nordhausen (nnz). Am Samstag um 15 Uhr steigt das brisante Derby zwischen Wacker Nordhausen und Eintracht Sondershausen. Mit dem Wacker-Trainer Uwe Etzrodt unterhielt sich Olaf Schulze über Gefühle, Zuschauer und Favoritenrollen.
12. Mann benötigt (Foto: nnz)
Uwe Etzrodt (46) trainiert seit 2003 den FSV Wacker 90. Von 1985-89 und von 1990-1993 war er ein bissiger Außenverteidiger mit Offensivdrang bei Motor Nordhausen und Wacker 90. Pikanterweise spielte er in der Saison 1989/90 eine Spielzeit für Sondershausen.
nnz: Was ist so besonders am Derby zwischen Nordhausen und Sondershausen?
U. Etzrodt: Der Reiz liegt schon im Umfeld. Es ist immer wieder interessant, wie die beiden Vereine im Vorfeld agieren und reagieren, wie die Stimmung ist. Das ganz eigene Derby-Feeling wird von einer Spielergeneration an die nächste weiter gegeben. Wir müssen nach dem 2:5 im letzten Jahr beweisen, dass wir besser sind als dieses Ergebnis aussagt.
nnz: Sie haben selbst ein Jahr für Sondershausen gespielt. Was war das 1990 für ein Gefühl, als Sie im Albert-Kuntz-Sportpark aufliefen?
U. Etzrodt: Das war unbeschreiblich. Ich bin nach Sondershausen gegangen, weil ich mit dem damaligen Nordhäuser Trainer Spannungen hatte. Und dann kommen wir da raus und spielen vor über 4.000 Zuschauern. Es war einfach überwältigend.
nnz: Wollten Sie denn wirklich gewinnen gegen die alte Truppe?
U. Etzrodt: Ja, natürlich. Ich war der Mannschaftskapitän und wir hatten uns vorgenommen zu gewinnen.
nnz: 4.000 Menschen sahen im Frühjahr 1990 dieses Spiel in der Bezirksliga. Warum glauben Sie, kommen heute nicht mehr so viele Zuschauer in die Stadien?
U. Etzrodt: Da gibt es mehrere Faktoren. Erst einmal muss die sportliche Leistung die Zuschauer wieder überzeugen. Dann spielen finanzielle Gründe eine große Rolle. Leider haben wir eine sehr hohe Arbeitslosigkeit in der Region und die Menschen haben nicht viel Geld zur Verfügung. Andererseits muss ich sagen, dass am vergangenen Samstag in Jena nur 50 Zuschauer waren und wir schon einen guten Besucherschnitt für die Liga haben. Und wir wollen weiterhin durch gute Leistungen die Leute zurückholen.
nnz: Welche Erwartungen haben Sie für das Spiel am Samstag?
U. Etzrodt: Die Mannschaft und ich wünschen uns einen würdigen Rahmen für dieses Derby und ein faires Spiel. Die Partie hat einen ganz anderen Stellenwert als das Pokalspiel im letzten Jahr. Vor allem wünschen wir uns die Unterstützung der Fans. Wir brauchen den 12. Mann, denn die Eintracht ist in der Thüringenliga einer der Favoriten. Mit Sicherheit werden wir uns nicht wieder solche individuellen Fehler leisten wie im letzten Derby.
nnz: Warum gewinnt Wacker das Spiel?
U. Etzrodt: Es werden zwei völlig verschiedene Spielauffassungen aufeinander treffen. Kleine Finessen und die Tagesform geben den Ausschlag über den Sieg. Unsere Fans werden uns hoffentlich mit ihrer Begeisterung so motivieren, dass wir knapp gewinnen können.
Autor: osch
12. Mann benötigt (Foto: nnz)
Uwe Etzrodt (46) trainiert seit 2003 den FSV Wacker 90. Von 1985-89 und von 1990-1993 war er ein bissiger Außenverteidiger mit Offensivdrang bei Motor Nordhausen und Wacker 90. Pikanterweise spielte er in der Saison 1989/90 eine Spielzeit für Sondershausen. nnz: Was ist so besonders am Derby zwischen Nordhausen und Sondershausen?
U. Etzrodt: Der Reiz liegt schon im Umfeld. Es ist immer wieder interessant, wie die beiden Vereine im Vorfeld agieren und reagieren, wie die Stimmung ist. Das ganz eigene Derby-Feeling wird von einer Spielergeneration an die nächste weiter gegeben. Wir müssen nach dem 2:5 im letzten Jahr beweisen, dass wir besser sind als dieses Ergebnis aussagt.
nnz: Sie haben selbst ein Jahr für Sondershausen gespielt. Was war das 1990 für ein Gefühl, als Sie im Albert-Kuntz-Sportpark aufliefen?
U. Etzrodt: Das war unbeschreiblich. Ich bin nach Sondershausen gegangen, weil ich mit dem damaligen Nordhäuser Trainer Spannungen hatte. Und dann kommen wir da raus und spielen vor über 4.000 Zuschauern. Es war einfach überwältigend.
nnz: Wollten Sie denn wirklich gewinnen gegen die alte Truppe?
U. Etzrodt: Ja, natürlich. Ich war der Mannschaftskapitän und wir hatten uns vorgenommen zu gewinnen.
nnz: 4.000 Menschen sahen im Frühjahr 1990 dieses Spiel in der Bezirksliga. Warum glauben Sie, kommen heute nicht mehr so viele Zuschauer in die Stadien?
U. Etzrodt: Da gibt es mehrere Faktoren. Erst einmal muss die sportliche Leistung die Zuschauer wieder überzeugen. Dann spielen finanzielle Gründe eine große Rolle. Leider haben wir eine sehr hohe Arbeitslosigkeit in der Region und die Menschen haben nicht viel Geld zur Verfügung. Andererseits muss ich sagen, dass am vergangenen Samstag in Jena nur 50 Zuschauer waren und wir schon einen guten Besucherschnitt für die Liga haben. Und wir wollen weiterhin durch gute Leistungen die Leute zurückholen.
nnz: Welche Erwartungen haben Sie für das Spiel am Samstag?
U. Etzrodt: Die Mannschaft und ich wünschen uns einen würdigen Rahmen für dieses Derby und ein faires Spiel. Die Partie hat einen ganz anderen Stellenwert als das Pokalspiel im letzten Jahr. Vor allem wünschen wir uns die Unterstützung der Fans. Wir brauchen den 12. Mann, denn die Eintracht ist in der Thüringenliga einer der Favoriten. Mit Sicherheit werden wir uns nicht wieder solche individuellen Fehler leisten wie im letzten Derby.
nnz: Warum gewinnt Wacker das Spiel?
U. Etzrodt: Es werden zwei völlig verschiedene Spielauffassungen aufeinander treffen. Kleine Finessen und die Tagesform geben den Ausschlag über den Sieg. Unsere Fans werden uns hoffentlich mit ihrer Begeisterung so motivieren, dass wir knapp gewinnen können.
