Die Streich-Liste
Dienstag, 13. September 2005, 11:38 Uhr
Nordhausen (nnz). In diesem Jahr werden die Tarife für Busse und Straßenbahn in Nordhausen wohl nicht mehr erhöht. Möglich machte die eigentlich notwendige Anpassung ein Paket von Einsparungen. Doch in der Stadtverwaltung gibt eine Liste, die viel weiter geht.
Die Einrichtung von so genannten Ruf-Bussen, eine geringere Häufigkeit der Stadtbuslinien A, D und F sowie die Verlängerung der Taktfrequenz zwischen Salza und dem Bahnhofsvorplatz von einem 15minütigen auf einen 20-Minuten-Takt, all das brachte Ersparnisse in Höhe von rund 31.000 Euro.
Jetzt gibt es ein Schreiben des Amtes für Wirtschaftsförderung der Stadtverwaltung in dem überlegt wird, zum Beispiel die Kosten für die Haltestellenreinigung auf die Hälfte zu reduzieren, so könnten im kommenden Jahr weitere 16.000 Euro eingespart werden. Damit würde sich jedoch das Stadtbild wesentlich verschlechtern und den öffentlichen Personennahverkehr an Attraktivität einbüßen lassen. Eine Entscheidung soll der Ausschuss für Wirtschaft und Verkehr des Nordhäuser Stadtrates fällen. Der kann aber nicht beschließen, sondern nur empfehlen.
Eine weitere Überlegung ist die konsequente Einstellung von einzelnen Linienverkehren. Nur darüber können, neben den Effekten aus dem Optimierungskonzept, weitere Fahrzeugreduzierungen (Fahrzeugkosten) sowie in der Folge weniger Personal (Personalkosten) erreicht werden, steht in dem Papier, das der nnz vorliegt. Diese Maßnahmen würden jedoch dem beschlossenen Nahverkehrsplan widersprechen, wird geschlussfolgert. Mit der Erstellung eines neuen Planes jedoch ist das Amt überfordert und so wird geschrieben: Die Erarbeitung eines neuen Nahverkehrsplanes erfordert allerdings einen größeren Zeitaufwand und kann nur durch uns als Aufgabenträger bei einem Planungsbüro in Auftrag gegeben werden.
In diesem Jahr konnten die prognostizierten Einnahmeverluste durch novellierte Zahlungen seitens des Landes noch aufgefangen werden. In den kommenden Jahren wird dies wohl nicht mehr möglich sein, und so wird in dem Papier angezeigt, dass dann ohne die Erhöhung der Einnahmen – sprich einer Steigerung der Tarife – nicht mehr möglich sein wird, einen ordentlichen ÖPNV in Nordhausen vorzuhalten. Darüber sollten die Stadträte rechtzeitig mit dem Nachdenken beginnen. Obwohl: Auch im kommenden Jahr wird in Nordhausen ja wieder gewählt.
Autor: nnzDie Einrichtung von so genannten Ruf-Bussen, eine geringere Häufigkeit der Stadtbuslinien A, D und F sowie die Verlängerung der Taktfrequenz zwischen Salza und dem Bahnhofsvorplatz von einem 15minütigen auf einen 20-Minuten-Takt, all das brachte Ersparnisse in Höhe von rund 31.000 Euro.
Jetzt gibt es ein Schreiben des Amtes für Wirtschaftsförderung der Stadtverwaltung in dem überlegt wird, zum Beispiel die Kosten für die Haltestellenreinigung auf die Hälfte zu reduzieren, so könnten im kommenden Jahr weitere 16.000 Euro eingespart werden. Damit würde sich jedoch das Stadtbild wesentlich verschlechtern und den öffentlichen Personennahverkehr an Attraktivität einbüßen lassen. Eine Entscheidung soll der Ausschuss für Wirtschaft und Verkehr des Nordhäuser Stadtrates fällen. Der kann aber nicht beschließen, sondern nur empfehlen.
Eine weitere Überlegung ist die konsequente Einstellung von einzelnen Linienverkehren. Nur darüber können, neben den Effekten aus dem Optimierungskonzept, weitere Fahrzeugreduzierungen (Fahrzeugkosten) sowie in der Folge weniger Personal (Personalkosten) erreicht werden, steht in dem Papier, das der nnz vorliegt. Diese Maßnahmen würden jedoch dem beschlossenen Nahverkehrsplan widersprechen, wird geschlussfolgert. Mit der Erstellung eines neuen Planes jedoch ist das Amt überfordert und so wird geschrieben: Die Erarbeitung eines neuen Nahverkehrsplanes erfordert allerdings einen größeren Zeitaufwand und kann nur durch uns als Aufgabenträger bei einem Planungsbüro in Auftrag gegeben werden.
In diesem Jahr konnten die prognostizierten Einnahmeverluste durch novellierte Zahlungen seitens des Landes noch aufgefangen werden. In den kommenden Jahren wird dies wohl nicht mehr möglich sein, und so wird in dem Papier angezeigt, dass dann ohne die Erhöhung der Einnahmen – sprich einer Steigerung der Tarife – nicht mehr möglich sein wird, einen ordentlichen ÖPNV in Nordhausen vorzuhalten. Darüber sollten die Stadträte rechtzeitig mit dem Nachdenken beginnen. Obwohl: Auch im kommenden Jahr wird in Nordhausen ja wieder gewählt.
