500 Jugendliche auf der Burg
Samstag, 10. September 2005, 19:38 Uhr
Großlohra (nnz). 500 Jugendliche haben angedockt auf der Burg Lohra. Neben christlichem Programm diskutierten sie heute mit Politikern und sie haben die Bundestagswahl vorweg genommen, mit welchem Ergebnis lesen Sie hier.
500 Jugendliche auf der Burg (Foto: nnz)
Rot-Grün bleibt an der Macht, zumindest wenn es nach den Stimmen der 164 von 500 Wählern auf dem evangelischen Jugendcamp ginge. 34 % stimmten für die SPD, 20 % für die Grünen. Die CDU bekommt 19 % aller Stimmen, die Linkspartei 11,05 und die FDP 7,5. Somit wären alle Parteien in den Bundestag eingezogen. Aber die Wahl war nur Spaß, der Großteil der Wähler ist zwischen 14 und 17 Jahren alt und damit gar nicht wahlberechtigt. Die Vertreter der Parteien nehmen es dennoch interessiert zur Kenntnis, denn sie sollen hier auf der Burg Lohra die Wähler von morgen überzeugen.
An der Podiumsdiskussion mit Vertretern aller Parteien scheint das Interesse der jungen Leute nicht zu groß zu sein. Andere Angebote auf dem Burggelände locken mehr. Ungünstig ist auch, daß die größten Teile der Kirchenprovinz Sachsen in Sachsen-Anhalt liegen. Die Kandidaten werben aber um Stimmen der Thüringer. Nachdem Uli Wittstock, der Moderator vom MDR, mit Verspätung eintraf, durften sich die Teilnehmer kurz vorstellen und den Jugendlichen sagen, warum es sich lohnt, die eigene Partei zu wählen.
Gisela Hartmann von den Grünen begann die Runde und wies besonders auf den erst 18jährigen Kandidaten Julian Karwath hin. Sie hatte ein Poster dabei. Bei den weiblichen Jugendlichen schien der Jungpolitiker anzukommen. Die Jugend hat Vorfahrt, auch bei den Posten. sagte Gisela Hartmann. Franka Hitzing von der FDP müßte als Lehrerin die Jugend eigentlich gut kennen und verstehen. Sie hoffte auf eine offene Diskussion. Dr. Johanna Scheringer-Wright erklärte, daß sie sich erst seit kurzem für die Politik engagiere. Es sei wichtig sich einzumischen. Den Jugendlichen bot sie dafür die Mitwirkung in den Solid-Jugendgruppen der PDS/Linkspartei an. Für die CDU war kurzfristig Mario Voigt, der Vorsitzende der Jungen Union in Thüringen, angereist. Er wünschte sich, daß die Jugend die Parteien von innen heraus mit neuen Ideen aufmischen. Manuel Müller, mit 25 selbst noch fast jugendlich, bedauerte die parteiinternen Strukturen, die es für junge Menschen schwer machen ihre Wünsche in der Politik zu verwirklichen und an Ämter zu kommen.
Die Jugendlichen aus dem Publikum hatten die Möglichkeit Fragen zu stellen. Schulschließungen, Arbeit, Studium, aber auch die Familienoffensive gehören zu den Themen, die sie bewegen. Die Politiker standen Rede und Antwort. Wer wirklich am 18. September wählen darf, wird vielleicht einige interessante Eindrücke gewonnen haben.
Wen das alles gar nicht interessierte, der vergnügte sich mit Musik und Kunst, sowie Gesprächen über den Glauben. Am Abend spielt die bei Jugendlichen angesagte Band Clueso. Dann wird der Burghof sicher voll sein.
Autor: wf
500 Jugendliche auf der Burg (Foto: nnz)
Rot-Grün bleibt an der Macht, zumindest wenn es nach den Stimmen der 164 von 500 Wählern auf dem evangelischen Jugendcamp ginge. 34 % stimmten für die SPD, 20 % für die Grünen. Die CDU bekommt 19 % aller Stimmen, die Linkspartei 11,05 und die FDP 7,5. Somit wären alle Parteien in den Bundestag eingezogen. Aber die Wahl war nur Spaß, der Großteil der Wähler ist zwischen 14 und 17 Jahren alt und damit gar nicht wahlberechtigt. Die Vertreter der Parteien nehmen es dennoch interessiert zur Kenntnis, denn sie sollen hier auf der Burg Lohra die Wähler von morgen überzeugen.
An der Podiumsdiskussion mit Vertretern aller Parteien scheint das Interesse der jungen Leute nicht zu groß zu sein. Andere Angebote auf dem Burggelände locken mehr. Ungünstig ist auch, daß die größten Teile der Kirchenprovinz Sachsen in Sachsen-Anhalt liegen. Die Kandidaten werben aber um Stimmen der Thüringer. Nachdem Uli Wittstock, der Moderator vom MDR, mit Verspätung eintraf, durften sich die Teilnehmer kurz vorstellen und den Jugendlichen sagen, warum es sich lohnt, die eigene Partei zu wählen.
Gisela Hartmann von den Grünen begann die Runde und wies besonders auf den erst 18jährigen Kandidaten Julian Karwath hin. Sie hatte ein Poster dabei. Bei den weiblichen Jugendlichen schien der Jungpolitiker anzukommen. Die Jugend hat Vorfahrt, auch bei den Posten. sagte Gisela Hartmann. Franka Hitzing von der FDP müßte als Lehrerin die Jugend eigentlich gut kennen und verstehen. Sie hoffte auf eine offene Diskussion. Dr. Johanna Scheringer-Wright erklärte, daß sie sich erst seit kurzem für die Politik engagiere. Es sei wichtig sich einzumischen. Den Jugendlichen bot sie dafür die Mitwirkung in den Solid-Jugendgruppen der PDS/Linkspartei an. Für die CDU war kurzfristig Mario Voigt, der Vorsitzende der Jungen Union in Thüringen, angereist. Er wünschte sich, daß die Jugend die Parteien von innen heraus mit neuen Ideen aufmischen. Manuel Müller, mit 25 selbst noch fast jugendlich, bedauerte die parteiinternen Strukturen, die es für junge Menschen schwer machen ihre Wünsche in der Politik zu verwirklichen und an Ämter zu kommen.
Die Jugendlichen aus dem Publikum hatten die Möglichkeit Fragen zu stellen. Schulschließungen, Arbeit, Studium, aber auch die Familienoffensive gehören zu den Themen, die sie bewegen. Die Politiker standen Rede und Antwort. Wer wirklich am 18. September wählen darf, wird vielleicht einige interessante Eindrücke gewonnen haben.
Wen das alles gar nicht interessierte, der vergnügte sich mit Musik und Kunst, sowie Gesprächen über den Glauben. Am Abend spielt die bei Jugendlichen angesagte Band Clueso. Dann wird der Burghof sicher voll sein.
